La vie en rose…

by | Sep 19, 2014 | Kochen&Backen, Signora Pinella auf Reisen | 5 comments

Heute wird es romantisch. Das hat auch einen Grund. Denn immer wenn ich den liebsten Signore für ein paar Tage in Florenz alleine lassen muss, werde ich wehmütig. Doch manchmal hat Frau halt Verpflichtungen und dann geht es nicht anders. Jedenfalls lasse ich meinem Liebsten dann immer gerne
einen Gruss aus der Küche da. Da bei ihm die Liebe definitiv durch den Magen geht.
Da ich Muffins oder auch meinen heiss geliebten Schokoladen-Kaffee-Kuchen (das Rezept dazu gibt es hier) nicht so romantisch finde, habe ich meine grauen Zellen gaaaaaaanz fest angestrengt und irgendwann kam die Erleuchtung. Der Signore liebt meine Apfeltorte. Also eigentlich ist das Rezept von meiner Mama, aber ich backe sie auch regelmässig. Und dann kam mir meine Kindergartenzeit in den Sinn. Die Kindergärtnerin hat uns jeweils aus Früchten Tiere geschnitzt. Kennt Ihr das auch? Ich war immer begeistert von den Apfelenten, Banankrokodilen und Birnenmäusen. Also kam ich zum Schluss, dass ich die Äpfel für den Kuchen für einmal nicht in normale Schnitze, sondern in dünne Scheiben schneiden und diese dann rollen und so auf dem Kuchen verteilen könnte. Et voila, schon habe ich einen schönen, unglaublich romantischen Rosenkuchen.
Und wenn ihr wissen wollt, warum eine Frau ihrem Mann überhaupt einen Kuchen backt, dann hört Euch an, was die wundervolle Edith Piaf hier dazu zu singen hat… Schöner könnte ich es nicht sagen.
Und hier das Rezept zum Kuchen.
Zutaten: 100 Gramm weiche Butter, 100 Gramm Zucker, 2 Eier, 1 Prise Salz, Schale einer halben Zitrone, 200 Gramm Mehl, 2 Teelöffel Backpulver, 2 oder 3 rotwangige Äpfel, Mandelsplitter oder Plättchen.
Zuerst werden die Butter, der Zucker, das Salz und die Eier zusammen zu einer schaumigen, hellen Masse verrührt. Dann die Zitronenschale dazugeben und das Mehl und das Backpulver dazu sieben und nochmal alles verrühren. Wer mag, kann noch einen kleinen Schuss Obstbrand dazu geben. Den Teig in eine runde Springform verteilen, die zuvor gut eingefettet und mit Mehl bestäubt wurde (den Boden schlage ich immer mit Blechreinpapier aus).
Nun werden die Äpfel vom Stiel her in runden Kreisen in dünne Streifen geschnitten, eingerollt und auf dem Teig verteilt (siehe Bilder). Um eine ordentliche Anordnung zu bekommen, habe ich zuerst auf dem ganzen Kuchen Apfelstreifen in Kreisen verteilt, die ich dann mit weiteren aufgerollten Apfelstreifen gefüllt habe, bis daraus eine schöne Rose wurde. Danach habe ich noch ein paar Mandelplättchen zwischen die Rosen gesteckt, weil das einfach lecker ist und ein bisschen wie Blätter aussieht und den Kuchen knapp eine Stunde bei 180 Grad auf der unteren Ofenhälfte gebacken. Allenfalls müsst ihr den Kuchen gegen Ende der Backzeit abdecken, damit die Apfelrosen nicht schwarz werden.
Ich hoffe, dass sich der Signore über den Kuchen gefreut hat. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er Rosen in dieser Form lieber mag, als wenn ich sie ihm in einer Vase auf den Tisch gestellt hätte;)
Und weil es schon so schön romantisch ist, habe ich die Rosenkuchenbilder mit Fotos von Piombino ergänzt. Wir waren letzten Samstag ja zuerst am Golf von Baratti zum Baden, haben danach in Piombino den Sonnenuntergang genossen und sind dann Essen gegangen. Schön war das…
Wenn Ihr noch ein bisschen mehr Romantik mit einem herbstlichen Picknick am Arno haben möchtet, dann schaut bei der lieben Kuhmagda vorbei. Sie hat die Reihe „Wir feiern den Herbst“ ins Leben gerufen
und ich durfte einen Gastbeitrag (hier gehts zum Blog von Kuhmagda) dafür gestalten.
Vielen Dank nochmals liebe Kuhmagda, dass ich dabei sein durfte.
Ihr Blog ist sowieso ein Juwel unter den Blogs und immer wieder ein Besuch wert!
Ich wünsche Euch allen ein rosiges und romantisches Wochenende!
Herzlichst, Eure Signora Pinella