Bella Napoli Teil 2 – Traumhafte Amalfiküste…

by | Okt 14, 2014 | Signora Pinella auf Reisen, Vita Italiana | 13 comments

Heute gibt es nun den zweiten Teil des Berichtes über unsere Reise nach Napoli. Der Signore und ich träumten schon lange davon einmal an die Amalfiküste zu fahren. Daher streiften wir Herculanum und Pompeji nur im Vorübergehen und konzentrierten uns dann ganz auf die Küstenregion. Gefahren wurden wir von Carmine. Er führt
täglich Touren an die Küste durch. Nebst einem, für italienische Verhältnisse wahrhaft gemässigtem Fahrstil, überraschte uns Carmine auch den ganzen Tag über immer wieder mit kleinen Besonderheiten und Geschenken. So pflückte er im Garten des Restaurants, in dem wir zu Mittag assen, die wunderbar süssen, kleinen Tomaten für mich, die ich Euch bereits hier im ersten Teil der Napoli-Reihe einmal gezeigt habe. Wir haben sein Unternehmen übrigens über Tripadvisor gefunden, wo er auch sehr gut bewertet wurde. Ihr erreicht ihn unter der E-Mailadresse foggiacarmine@gmail.com
Die Vorstellung an einen Ort zu reisen, an dem ein Vulkan so bedrohlich nahe ist, erfüllte mich vor der Reise etwas mit Unbehagen. Das besserte sich auch nicht, als Carmine uns erklärte, dass der Vesuv alle 70 Jahre ausbreche und dass das 1944 das letzte Mal der Fall gewesen sei… So bedrohlich der Vulkan für die Gegend auch ist, so positiv wirkt sich seine fruchtbare Erde auf die Vegetation aus. Oder wie der Signore sagen würde: „In der Gegend um Napoli muss man keine Ahnung von Gartenbau haben, man sät einfach und alles wächst.“ Nicht von ungefähr wird die Gegend um Napoli auch „Terra felice – fruchtbare Erde“ genannt. So war unsere Fahrt in Richtung Amalfiküste eine Fahrt durch üppiges Grün, über die Berge, die Carmine „Schweiz von Italien“ nannte, hinunter nach Ravello.
Ravello ist ein kleines Juwel an der Küste. Dort hatten wir die besondere Gelegenheit den Weinkeller von Ettore Sammaro zu besuchen und seine wirklich gute, solid produzierten Weine zu degustieren. Weil wir also schon vor dem Mittag, auf leeren Magen mit Wein verköstigt wurden, kauften wir dann auch eine Kiste dieser typisch fruchtigen Weissweine von der Amalfiküste;) Unter www.ettoresammarco.it findet ihr weitere Informationen.Danach ging es weiter nach Amalfi, in dessen Dom sich die Gebeine des Apostels Andreas befinden. An der Küste schien an diesem Tag übrigens das Hochzeitsfieber ausgebrochen zu sein. In jedem Örtchen sahen wir eine Hochzeitsgesellschaft. Und eben in Amalfi selbst gerieten wir mitten in eine Hochzeitsmesse hinein. Schön war das! Wenn die Italiener eines können, dann ist es Hochzeiten mit viel Pomp und Glamour feiern. Amalfi war früher übrigens eine der vier Seerepubliken Italiens. Und solltet Ihr einmal dorthin kommen, müsst Ihr unbedingt vom wunderschönen Papier kaufen, welches in Amalfi immer noch handgeschöpft wird.

Romantisch wurde es dann bei unserem Mittagessen, das wir hoch am Hügel mit dem Blick auf
Positano in einem hübschen Restaurant (eben bei den Tomaten;) serviert bekamen. Positano ist sowieso einfach ein Juwel. Das Städtchen reicht von hoch oben am Hang bis nach unten ans Meer. Bunte Kleider und Sandalen wären dort das typische Souvenir. Da ich aber bereits mehr als genug Kleider habe, kaufte ich mir lieber einen Sack Kastanien. Diese sind in Italien viel grösser als bei uns in der Schweiz. Und da ich Marroni in jeder Form liebe (dazu gab es bereits hier ein Rezept), konnte ich einfach nicht widerstehen.
Die Marroni habe ich dann, als wir wieder Zuhause waren, in meiner neusten Errungenschaft zubereitet. Ich fand nämlich in einem Laden in unserem Quartier eine Marronipfanne für 3 Euro. Die musste ich einfach haben. Ihr könnt die Marroni aber auch einfach im Backofen zubereiten (ungefähr 20 Minuten auf 180 Grad backen und zwischendurch immer wieder wenden). Zuvor müsst Ihr sie aber einschneiden und mindestens zwei Stunden im Wasserbad einweichen. Aber danach schmecken sie wunderbar, richtig süss und lecker zu einem Glas Weisswein
von der Amalfiküste. Dieser bringt uns nochmal die Erinnerung an einen wunderbaren Tag zurück, den der Signore und ich sicher nicht so schnell vergessen werden. Und damit auch Ihr etwas schwelgen könnt, hier noch der Soundtrack dazu…
So, das wäre es mit meinem Bericht über Napoli und die Amalfiküste. Ich werde diese Tage sicher mein Leben lang nicht vergessen. Danke nochmal lieber Signore, dass Du mich zu dieser Reise überredet hast!
Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Tag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella
P.S. Dass die Bilder, welche ich mit meiner kleinen Reisekamera gemacht habe, nun in schönen Farben erstrahlen, habt Ihr übrigens der lieben Kathrin www.kuisine.ch zu verdanken! Sie hat mich in die höheren Gefilde der Bilderbearbeitung, also quasi im sprichwörtlichen Sinne auf den Weg der Bild-Erleuchtung geführt;)