La Signora auf Reisen in Oberschwaben…

by | Apr 29, 2018 | Signora Pinella auf Reisen | 2 comments

Ab und zu habe ich das grosse Glück auf eine Pressereise eingeladen zu werden… Ich schätze das sehr, weil diese Reisen auch jedes Mal kleine Auszeiten vom Alltag sind (denkt jetzt aber nicht, dass es Ferien sind, denn das Programm ist jedes Mal enorm dicht und so soll es auch sein). Letztes Wochenende verschlug es mich nach Oberschwaben. Ich muss gleich vorneweg sagen, dass diese Region von vielen Schweizern unterschätzt wird und vielen wohl auch gar kein Begriff ist. Denn wenn wir über die nahe gelegene Grenze gehen, dann verschlägt es uns in der Regel an das Bodenseeufer. Dass dahinter auch noch etwas liegt, habe zumindest ich mir noch nie überlegt. Fast kam es mir wie im Märchen vor. Plötzlich fand ich mich hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen oder viel mehr bei extrem gutem Essen, erholsamen Bädern und hübschen Städten wieder und habe festgestellt, dass man gewisse Dinge nicht unterschätzen sollte, weil sie vielleicht etwas weniger laut und schrill und dafür wunderbar gemütlich und erholsam daherkommen.

Der Hauptfokus der Reise lag auf drei wirklich schönen Bädern, die für jeden Geschmack etwas bieten. Den ersten Halt machten wir in der Waldsee-Therme (unter www.waldsee-therme.de findet Ihr weitere Infos dazu). Dort hatte ich auch die Gelegenheit mein erstes Moorbad zu nehmen und fühlte mich dabei rein optisch, als ob ich in flüssiger Schokolade schwimmen würde. Die Wirkung ist aber nicht zu unterschätzen und mein nicht allzu starker Kreislauf hat mir danach deutlich gezeigt, dass man nicht zu Unrecht nach dem Heilbaden ruhen sollte… Aber gerade für Menschen, die auch nach Unfällen und Operationen nach medizinischer Betreuung suchen, ist die Waldsee Therme ein wunderbarer Ort.

Weiter ging es danach in das Hotel und die Therme Jordanbad (weitere Infos unter: www.jordanbad.com). Das Hotel und die dazugehörige Therme haben es mir vor allem auch wegen den historischen Bezügen sehr angetan. Das Bad wurde bereits von den Kreuzrittern geschätzt und eben auch deshalb Jordanbad getauft, weil die Ritter dachten, dass das heilende Wasser aus der Jordanbad-Quelle direkt aus dem Fluss Jordan im Heiligen Land kommen müsse. Ich könnte mir gut vorstellen, mit dem Signore ein romantisches Wochenende in Jordanbad zu verbringen und kann es allen empfehlen, die auf der Suche nach einem gehobenen Wellnessangebot sind.

Zu guter Letzt haben wir Bad Saulgau besucht, wo uns nicht nur heilendes Schwefelwasser, sondern auch eine entspannende Klangreise erwartet hat (unter www.bad-saulgau.de findet Ihr alle Angaben dazu). Ich mag Schwefelwasser sehr und fand es trotzdem angenehm, dass es in dieser Therme etwas entschwefelt wurde und der Geruch nicht noch tagelang an den Haaren und am Badezeug haftete. Bad Saulgau ist mit seinem breiten Angebot und den sehr moderaten Preisen eine gute Mischung aus Heil-Familien- und Wellnessbad.

Da das Fotografieren in Bädern immer etwas schwierig ist und ich es durch meine Tiefenentspannung auch vergessen habe, will ich Euch heute die Bilder von unserer Stadtführung in Biberach zeigen. Dieses hübsche Städtchen hat es mir mit seinen alten Häusern, einem wunderbaren Wochenmarkt und einer beeindruckenden Barockkirche (die übrigens abwechselnd von Katholiken und Protestanden gleichermassen genutzt wird), sehr angetan. Biberach war auch ein wichtiger Standort für die Flachsverarbeitung und Weber und da ich ja als Kind selber spinnen gelernt habe, fand ich diesen Bezug besonders schön.

Wie ich am Anfang schon geschrieben habe, neigen wir Menschen offenbar wirklich einfach dazu Dinge zu unterschätzen. Das passiert auch mir im Trubel des Alltags oft, dass ich mir nicht die Zeit nehme noch ein zweites Mal hinzusehen… Gleichzeitig gehöre ich auch zu den Menschen, die nicht immer die lauteste Stimme habe, wenn es um ihre eigenen Interessen geht (andere zu loben und zu feiern fällt mir indes gar nicht schwer) und bin dann traurig, wenn ich übersehen werde (dass das in der Bloggerwelt oft passiert, habe ich Euch bereits hier erzählt). Deshalb hat mir diese Reise sehr, sehr gut getan. Sie hat mich daran erinnert, dass man vielleicht auch mal weiterblicken muss, dass nach dem Bodensee die Welt nicht aufhört und dass man gerade die hübschen Dinge erst dann entdeckt, wenn man sich Zeit nimmt und zur Ruhe kommt. Ich kann Euch allen diese schöne Gegend von Herzen als Reiseziel empfehlen und hoffe, dass ich bald die Gelegenheit finde sie auch dem Signore zu zeigen!

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag

Herzlichst, Eure Signora Pinella

2 Comments

  1. yase

    Was für wunderschöne Eindrücke du mitgebracht hast! Bestimmt hilft ein Wochenende mit ganz viel Ruhe vielen Menschen, die dauerbeschäftigt sind (ich z.b.) herunter zu fahren. Vielleicht könnte ich mir mal etwas weniger vornehmen, und etwas mehr geniessen? Wäre bestimmt nicht schlecht….
    Herzlichst
    yase – die immer auf deine Beiträge wartet!

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  2. Gere

    Eine wirklich schöne Reportage. Da kriegt man gleich Sehnsucht nach Entspannung, Ruhe, Genuss und vielem Mehr. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne so nah ist :-). Danke herzlich für deine Eindrücke über Oberschwaben.
    Herzliche Grüsse
    Gere

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