Zadar, Zitronenkuchen und Bücherliebe…

Zadar, Zitronenkuchen und Bücherliebe…

Bücherliebe

Irgendwie sind in letzter Zeit alle Rezepte sang und klanglos auf meinem zweiten Blog www.essenwiezuhause.ch verschwunden. Deshalb will ich unbedingt das Rezept für einen Zitronenkuchen mit Euch teilen, den der Signore heiss und innig lieb. Dazu habe ich nochmals Bilder von unseren Ferien in Kroatien für Euch. Ich habe drei Stationen, die ich Euch unbedingt zeigen will. Die erste war Trogir (darüber habe ich hier berichtet), die zweite Station ist nun Zadar und die dritte wird die wundervolle Insel Rab sein!

Zadar ist eine Stadt, die mich jedes Mal aufs Neue fesselt. Als 19-Jährige war ich zum ersten Mal da (das waren abgesehen von den vielen Sommerlagern, an denen ich teilgenommen habe, die ersten Ferien ohne meine Eltern;). Ganz einfach mit Zelt und so. Ich muss gestehen, dass ich unsere Ferien heute genau so gerne in Hotels oder Ferienwohnungen verbringen, wie damals im Zelt. Man wird halt älter und ich weiss nicht, wie viele Nächte auf einer dünnen Matte im Zelt mir mein Rücken heute noch verzeihen würde…

Aber auch heute noch liebe ich die langen Tage am Strand, die nur aus Schwimmen und Lesen bestehen. Für mich ist das sehr erholsam. Trotzdem gehe ich dann gegen Abend  gerne in die Stadt.

Über dem Eingangstor zur Altstadt wacht in  Zadar der geflügelte, venezianische Löwe, da auch Zadar einige Zeit zu dieser grossen Seemacht gehörte. Der schönste Platz ist für mich aber die Wasserorgel, die besonders während dem etwas höheren Wellengang beim Einnachten einzigartige Geräusche macht. Das funktioniert so, dass das Wasser in hohle Kammern gedrückt wird, die oben offen sind. Durch den Druck vom Wasser wird oben wiederum Luft durch eine Öffnung gedrückt und so entstehen Töne. Es ist wirklich ein eindrückliches Schauspiel, das klanglich irgendwo zwischen Schönbergs Zwölftonmusik und New-Age-Klängen anzusiedeln ist.

Nach dem Sonnenuntergang zieht es uns dann jeweils in eines der vielen guten Restaurants der Stadt. Wir haben in Zadar wirklich unsagbar gut und für unsere Verhältnisse günstig gegessen (wer Zürcher Preise kennt, weiss was ich meine).

Dieses Wochenende war es so schön und warm bei uns, dass ich nochmals so richtig in Ferienstimmung kam. Und da man ja nicht immer ans Meer fahren kann, habe ich versucht mit einem Zitronenkuchen etwas mediterrane Frische auf unseren Tisch zu zaubern. Und weil er jedes Mal so gut schmeckt und eigentlich schnell gebacken ist, will ich das Rezept für diesen leckeren Zitronenkuchen mit Euch teilen.

Zutaten: 3 Eier, 150g Zucker, 100g weiche Butter, 200g Mehl, 1 gestrichener Teelöffel Backpulver, 1 Messerspitze Vanilleextrakt, 1 Prise Salz, zwei Biozitronen, 3 Esslöffel Puderzucker, evtl. etwas Schnaps

Zubereitung: Zuerst die Eier, den Zucker und die Butter zusammen hell und schaumig schlagen. danach das Mehl, das Backpulver, Vanilleextrakt und Salz dazu geben und alles gut verrühren. Die Schale von einer Zitrone abreiben und den Saft einer Zitrone ausdrücken. Beides zum Teig dazu geben und gut unterrühren. Eine Form (ich habe in meinem Fall eine mittelgrosse Gugelhupf-Form genommen) gut mir Butter einfetten und etwas Mehl darin verstäuben. Ich gebe dem Mehl jeweils noch etwas Gries bei, da sich so der Kuchen besser aus der Form lösen lässt. Die Form etwa 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Butter kalt wird. Danach den Teig in der Form verteilen und den Kuchen ca. 20 Minuten bei 200 Grad in der Ofenmitte backen. Ich steche immer zur Kontrolle mit einem Messer in den Kuchen. Wenn kein Teig mehr am Messer kleben bleibt, ist er durch. Damit der Kuchen im Innern wirklich saftig wird, den Saft der zweiten Zitrone auspressen und mit dem Puderzucker vermischen, allenfalls einen Schuss Schnaps dazu geben, und den frisch gebackenen Kuchen mit dieser Flüssigkeit übergiessen. Sie zieht besonders gut in den Kuchen ein, wenn man mit einem Spiess oder einer Stricknadel ein paar Löcher in den Kuchen sticht. Den Kuchen auskühlen lassen, allenfalls mit etwas Puderzucker bestäuben und servieren.

Beim Backen fiel mir übrigens der Spruch ein, dass man Limonade machen soll, wenn einem das Leben Zitronen gibt. Bei mir würde es dann wohl Zitronenkuchen heissen;) Da ich beim Backen jeweils viel nachdenke, kam ich dann aber zum Schluss, dass das gar nicht so falsch ist. Aktuell lese ich dieses Buch hier (da der Titel etwas provokant ist, verzichte ich darauf ihn hier zu schreiben;) und darin geht es genau um die Frage, wie man auf Dinge im Leben reagiert, die nicht so schön sind. Denn schlussendlich ist die eigene Reaktion das Einzige, das wir im Leben kontrollieren können. Mich hat das Buch sehr inspiriert und ich kann Euch die Lektüre wärmstens empfehlen!

Nachdem ich nun also von Zadar, über Zitronenkuchen bis zu Büchern geschweift bin, hoffe ich, dass Euch diese kleine Reise gefallen hat und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Meine Freundin Erin…

Meine Freundin Erin…

Bücherliebe

Als kleines Kind hatte ich eine imaginierte Freundin. Ja, ich stehe dazu, dass ich zu diesen freakigen Geschöpfen gehörte, die sich eine Freundin vorstellen. Passend dazu nannte ich sie Mago und wir erlebten viele Abenteuer zusammen. Später konnte ich dann stundenlang in die Welt der Bücher versinken und liebte es mir vorzustellen, dass die Protagonistinnen lebendig werden würden. Auch heute noch stelle ich mir manchmal vor, wie es wäre gewisse Menschen zu treffen. Meist sind es aber nicht erfundene Personen sondern Autorinnen – vorzugsweise von Kochbüchern. So wünsche ich mir, seit ich das erste Buch von Erin Gleeson geschenkt bekommen habe, sie einmal treffen zu dürfen.

Erin Gleeson hat sich mit ihrem ersten Buch „Ein Fest im Grünen“ direkt in mein Herz gekocht, gezeichnet und geschrieben. Die Rezepte im Buch sind simpel und vegetarisch. Ich mag das Buch aber vielmehr wegen dem Lebensgefühl von Freude, Genuss und Gemütlichkeit, das es mir vermittelt. Das war bei mir schon immer so. Es gibt Kochbücher, die ich wie die Werke grosser Literaten oder Forschungsberichte lesen und dann gibt es die anderen, die ich mir mehr anschaue und einfach das Gefühl der Leichtigkeit, das sich dadurch einstellt, geniesse. Zu eben diesen Büchern gehören diejenigen von Erin Gleeson.

Sie hat nicht nur die Rezepte selber kreiert, sondern auch wundervolle Illustrationen gemalt. Übrigens  wohnt sie mit ihrem Mann in einem wundervollen Haus in Kalifornien, in dem ich sie wirklich unbedingt einmal besuchen möchte… Auch ihr Blog ist ein Traum, da müsst Ihr unbedingt vorbeischauen: www.theforestfeast.com

Ich habe mich deshalb auch sehr gefreut, als ich kürzlich zwei weitere Bücher von ihr fand. So hielten nun auch noch „The forest feast gatherings“ und „Ein Fest im Grünen für Kinder“ bei mir Einzug. Obwohl das so nicht ganz stimmt. Letzteres habe ich sofort an meine Schwester und meine drei kleinen Nichten weitergegeben. Die sind nämlich auch schon sehr kochbegeistert.

Kennen gelernt habe ich Erin Gleeson übrigens über eine liebe Freundin, die mir ihr erstes Buch zum Geburtstag geschenkt hat. Zum Glück gibt es neben dem gewünschten und imaginierten Freunden auch noch die echten, die einem das Leben ganz praktisch und real verschönern;)

Solltet Ihr aber noch auf der Suche nach einer lieben Buchfreundin sein, dann kann ich Euch die Bücher von Erin Gleeson wärmstens empfehlen!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Hattet Ihr als Kind auch unsichtbare Freunde? Bitte lasst mich jetzt nicht mit dem Gefühl alleine, dass ich da die Einzige bin… Sonst muss ich mich dann ausführlich bei Mago darüber beschweren;)

Die wundervolle Welt der Kochbücher…

Die wundervolle Welt der Kochbücher…

Bücherliebe

Wenn ich eine Sucht habe, dann sind das Bücher. Es könnte ja wirklich etwas Schlimmeres sein. Aber zum grossen Leidwesen vom Signore bevorzuge ich Bücher in physischer Form. Auch wenn ich das E-Reader Konzept ganz in Ordnung finde, geht für mich nichts über das Gefühl ein frisch gedrucktes Buch in den Händen zu halten. So habe ich mich auch riesig gefreut, als kürzlich zwei neue Kochbuchtrouvaillen bei mir angekommen sind, die meine Büchersammlung erweitert und mich sehr glücklich gemacht haben. Denn auch wenn die Welt der Bücher unendlich gross ist, führen schlussendlich viele Wege wieder nach Rom oder zumindest nach Italien.

Den Autor des ersten Buches, das ich Euch heute vorstellen will, habe ich in Italien kennen gelernt und zwar während seiner Zeit als Mitglied der Schweizer Garde im Vatikan. Ich traf mich mit David Geisser zu einem Interview über das Kochbuch, welches er über die Garde geschrieben hatte (hier habe ich Euch davon erzählt). Ich erinnere mich noch gut, wie er nebst seinem Dienst, den er ganz normal verrichtete, Medienleute aus aller Welt empfing und geduldig Auskunft gab. Vor mir war gerade ein amerikanisches Fernsehteam bei ihm und danach folgte BBC. Umso mehr hat es mich beeindruckt, wie entspannt und begeistert dieser junge Mann von seiner grossen Leidenschaft dem Kochen erzählte.
Als nun sein neustes Buch erschien, war für mich daher auch sofort klar, dass ich es haben muss. In diesem Buch zeigt David Geisser sich als Privatperson und als Mensch, der das Zusammensein mit seinen Freunden im Garten in seinem Heimatort Wetzikon geniesst.  So passt auch der Titel „Apéro Riche – Kleine Häppchen erhalten die Freundschaft“ perfekt zu diesem Buch. Ich habe Euch ja bereits hier einmal berichtet, dass ich die Aperitivo Kultur der Italiener liebe. Und es scheint, dass diese Erfahrung in Italien auch in David Geissers Buch eingeflossen ist. Er hat eine bunte Auswahl leckerer Apéro-Rezepte zusammengetragen und überrascht auch mit etwas ausgefalleneren Ideen. Ich war nach der Lektüre jedenfalls sehr inspiriert und würde gerne jedes einzelne Rezept nachkochen.
Das Buch ist im Werd-Verlag unter folgendem Titel erschienen: David Geisser, Apéro Riche – Kleine Häppchen erhalten die Freundschaft, ISBN 978-3-85932-798-6
Das zweite Buch, welches neu bei mir angekommen ist, stellt ganz Italien in den Fokus. Bereits hier habe ich ein Buch von Cettina Vicenzino vorgestellt. Ich besitze mehrere ihrer Bücher und bin einfach ein grosser Fan von ihr. Ihre Buch-Projekte beeindrucken mich immer wieder aufs Neue und ihre Fotos sind einfach wundervoll. Cettina Vicenzinos neustes Buch „Italia – Das Beste aus allen Regionen“ hat sie den verschiedenen Gebieten Italiens gewidmet. Es ist eine kulinarische Reise durch dieses schöne Land und wenn ich es mir ansehe, dann bekomme ich sofort Nostalgia. Die Rezepte sind sehr authentisch und weit weg vom Pizza-Pasta-Einheitsbrei, den man oft in anderen Italien-Kochbüchern vorgesetzt bekommt. Die Autorin setzt auf regionale Spezialitäten und Produzenten und stellt damit Gerichte vor, die vermutlich sogar für viele Italiener neu sein dürften.
Das Buch ist beim Christian-Verlag unter folgendem Titel erschienen: Cettina Vicenzino, Italia – Das Beste aus allen Regionen, ISBN-13: 978-3-86244-761-9
Ich bin jedenfalls extrem glücklich und begeistert, dass ich nun im Besitz dieser beiden Bücher bin. Und ich habe mir ja ein neues Büchergestellt angeschafft und da hat es noch viel Platz, also kann sich der Signore gar nicht beschweren;)
Bücher sind für mich eine Welt voller Wunder und ich hoffe, dass auch Ihr heute Zeit findet ein schönes Buch zu lesen – vielleicht sogar eines von diesen beiden Exemplaren…
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Nur fünf Minuten…

Nur fünf Minuten…

Bücherliebe

Die Kelten gaben ihre Geschichten und ihr Wissen nur mündlich weiter, weil sie dachten, dass sie ihre Magie verlieren würden, wenn sie in geschriebene Worte gebannt würden. Ich finde die Kelten ja durchaus faszinierend, aber diese Haltung gegenüber dem Schreiben kann ich nicht verstehen. Ich liebe Bücher und das geschriebene Wort – ja, fast so sehr wie den Signore;)
Wenn ich lese, nehme ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr wahr, was um mich herum passiert. Ich beginne mich zu vergessen und lebe nur noch in der Welt zwischen den Buchdeckeln. Wenn der Signore und ich in die Ferien gehen, legen wir oft Lesetage ein. Ich habe das Glück, dass mein Mann Bücher genau so mag wie ich und oft tauschen wir sie nach dem Lesen direkt aus und unterhalten uns ausgiebig darüber.
Wenn ich nicht so viel Zeit habe, sind Koch- und Sachbücher, die ich in kleinen Etappen lesen kann, die perfekte Lösung für mich. Sie inspirieren mich und helfen mir beim Abschalten. Im Moment befinde ich mich gerade wieder so in einer Phase, die einfach sehr intensiv ist und viel von mir abverlangt. Zeiten ganz alleine mit einem Buch sind für mich dann der allergrösste Luxus.
Neu habe ich für mich ein Buch entdeckt, welches zwar nicht viel Text und noch weniger Bilder hat, einem aber trotzdem sehr gut tut und das ist das „The Five Minute Journal“. Hier erfahrt Ihr mehr darüber. Das gibt es übrigens nicht nur als Buch, sondern auch als App.
Die Idee dieses Journals ist, dass man sich jeden Morgen und jeden Abend fünf Minuten Zeit nimmt und ein paar Fragen beantwortet. Am Morgen schreibt man sich drei Dinge auf, für die man dankbar ist und drei Dinge, die man tun will, um den Tag gut zu meistern und man überlegt sich einen Leitsatz für den Tag. Am Abend nimmt man das Buch nochmal zur Hand und schreibt drei wundervolle Dinge auf, die an diesem Tag passiert sind. Ich mag ehrlich gesagt die App noch lieber als das Buch, weil ich oft unterwegs bin, mich die App aber an das Ausfüllen erinnert und ich es so nie vergesse. Oft spreche ich dann auch mit dem Signore darüber und es fallen uns im Gespräch dann noch viel mehr Dinge ein, für die wir dankbar sind.
Dieses bewusste Aufschreiben und Festhalten des Guten ist für uns in ganz kurzer Zeit zu einem schönen und wichtigen Ritual geworden. Und da können die Kelten noch tausendmal sagen, dass man Geschichten nicht zwischen Buchdeckeln einsperren sollte. Mir tut es gut, wenn ich das mache und es erinnert mich an die schönen Dingen und ans Dankbar sein!
Ich hoffe, dass ich Euch eine kleine Inspiration zum Abschalten und Festhalten des Schönen geben
konnte! Ich bin davon so begeistert, dass ich es einfach mit Euch teilen musste…

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Das grosse Los, eine Gebrauchsanweisung für Italien und hüpfende Schweine…

Das grosse Los, eine Gebrauchsanweisung für Italien und hüpfende Schweine…

Bücherliebe

Wer sich unverhofft in einem neuen Umfeld befindet, hat mehr Zeit zum Lesen – also zumindest in der Theorie. So war es auch für den lieben Signore und mich am Anfang unseres Florenz-Aufenthaltes. Mittlerweile werden die süssen Stunden des Nichtstuns und Schmökerns wegen unzähliger Essenseinladungen am Abend- und an den Wochenenden immer weniger…

Aber eben, als wir noch einsam und alleine waren, haben wir viel gelesen;) Heute möchte ich Euch drei erste Buchfavoriten vorstellen. Allen, die sich vornehmen für einige Zeit in einem anderen Land oder Ländern zu leben, empfehle ich zur Einstimmung das Buch „Das grosse Los“ von Meike Winnemuth. Sie hat bei Günther Jauch 50’000 Euro gewonnen und ist mit diesem Geld in der Tasche losgezogen, um ein Jahr lang jeden Monat in einer anderen Stadt zu leben. Dieser Weg führte sie über Sydney nach Mumbay und London, nach Tel Aviv und Buenos Aires um nur einige Beispiele zu nennen. Am Ende des Jahres kehrte sie mit einem grossen Meerschiff nach Hamburg zurück. Die liebe Sonja vom Blog Tafelfreude hat mir dieses Buch als Ermutigung nach Florenz mitgegeben. Und eine Ermutigung war es wirklich. Denn ob man ein Jahr lang in einer oder in ganzen zwölf Städten lebt, viele Erfahrungen ähneln sich. Mir hat dieses Buch von Meike Winnemuth viele hilfreiche Inputs gegeben. So machte sie sich beispielsweise jeden Morgen einen Tee aus der Stadt, in der sie zuvor war und trank ihn immer im gleichen Morgenmantel und bereitete sie in der gleichen Teekanne zu. Damit hatte sie immer drei vertraute Dinge bei sich. Solche Rituale erleichtern einem den Umzug und helfen gegen das Heimweh.

Das zweite Buch ist eine „Gebrauchsanweisung für Italien“ von Henning Klüver. Klüver ist Deutscher, mit einer Italienerin verheiratet und lebt schon lange in Mailand. In seinem Buch vermittelt er tiefe Einblicke in die Italienische Geschichte, Mentalität und Seele. Viele Erfahrungen, die ich selber gemacht habe, wurden mir bei der Lektüre von Klüvers Buch bestätigt. Wer sich wirklich auf dieses Land einlassen und es verstehen will, ist mit diesem Buch gut bedient. Klüvers Buch ist in einer Reihe mit vielen anderen Gebrauchsanweisungen für verschiedene Länder und Städte erschienen. Die liebe Signora Rossi (siehe auch hier), hat das Buch über die Schweiz gelesen und meinte, dass das wesentlich weniger liebevoll geschrieben sei, als Klüvers Buch über Italien. Signora Rossi hat mir übrigens auch den schönen Hocker geschenkt, auf dem ich die Bücher fotografiert habe. Er ist komplett aus Karton, aber sehr stabil. Ich bin richtig vernarrt in dieses Ding…

Meine dritte Empfehlung ist ein Kochbuch. Ich habe bereits mehrmals geschildert, dass ich beim Kaufen von Fleisch kritisch bin. Mein lieber Arbeitskollege Signore M. betitelt Fleisch aus Massenproduktion, das mit Sicherheit voller Antibiotika ist, immer als Quälfleisch. Er isst zwar gerne Fleisch, aber dann muss es halt auch hochwertig produziert und zubereitet worden sein. Da stimme ich ihm zu. Also, da es schwierig ist gutes Fleisch zu kaufen, lasse ich es oftmals lieber bleiben und kaufe dafür Früchte und Gemüse. Da ich aber auch nicht immer die ewig gleichen Gerichte kochen will, habe ich mir das Buch „Cucina vegetariana – meine 80 vegetarischen Lieblingsrezepte aus Italien“ von Cettina Vicenzino geleistet. Nachdem sie die kleinen, schwarzen Schweine auf Sizilien beobachtet hatte, die vor lauter Glück hüpfen, kam sie zum Entschluss ihren Fleischkonsum einzuschränken und ein Kochbuch mit vegetarischen Rezepten zu schreiben. Mich begeistert ihr Werk aber nicht nur wegen der herrlichen Rezepte. Cettina Vicenzino hat ihre Zutaten und Gerichte wunderbar inszeniert. Ihr Buch ist alles andere als ein  Diktat des Vegetarismus, sondern eine Hymne an die sinnliche Küche, die offenbar auch ganz ohne Fleisch auskommt.

Und hier noch ein kleiner Tipp, wenn wir schon von italienischen Spezialitäten sprechen. Sicher werden einige von Euch in den Ferien nach Italien fahren. Versucht dann bei Gelegenheit das leckere Gazzosa von Lurisia. Es gibt kein besseres Süssgetränk auf dieser Erde. Na ja, vielleicht Flauder oder Rivella, aber das sind Schweizer Spezialitäten und die kann ich hier nicht kaufen. Jedenfalls trinke ich an heissen Tagen sehr gerne ein kaltes Gazzosa und lese dazu ein gutes Buch. Das ist für mich Erholung pur…

Herzlichst, Eure Signora Pinella