Ein riesiger Adventkranz, Schneesterne und ein dankbares Herz…

Ein riesiger Adventkranz, Schneesterne und ein dankbares Herz…

Gestalten

Jedes Jahr schreibe ich kurz vor Weihnachten oder oft auch an Weihnachten selbst nochmals einen Blogpost. Alte Traditionen soll man ja bekanntlich aufrechterhalten. Und weil ich heute grad gäbig Zeit habe, schreibe ich diesen Weihnachtsblogpost halt schon heute.

Die Bilder dazu wollte ich Euch ja eigentlich schon anfangs Dezember zeigen. Dann ist aber so viel passiert, ich bin nach Florenz gereist und habe den Webshop eröffnet und dann fehlte mir einfach die Zeit. Trotzdem möchte ich Euch heute noch die Bilder von einer kleinen Weihnachtsbastelei – die übrigens auch noch gut zum Rest des Winters passt – zeigen. Und dann habe ich natürlich auch noch Bilder von meinem riiiiiiiesigen Adventskranz für Euch (auf Instagram habe ich bereits erzählt, dass da etwas ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist;). 

Bevor wir zur Deko kommen, möchte ich aber kurz noch etwas zu meiner Weihnachtszeit sagen. Dazu muss ich etwas ausholen und zuerst noch etwas zu meinem Weihnachtspost sagen, den ich vor vier Jahren geschrieben habe. Damals erhielt ich von einer lieben, treuen Leserin die Rückmeldung, dass sie den Eindruck habe, dass es mir nicht gut gehe und ich etwas traurig sei. Ich war zuerst total überrascht über diese Aussage. Dann dachte ich aber darüber nach und stellte fest, dass sie genau richtig lag damit. Mir ging es damals wirklich nicht gut. Ich befand mich beruflich in einem regelrecht toxischen Umfeld, ich hatte verschiedene «Freundschaften», in denen ich lieblos behandelt wurde, und ich fühlte mich einfach unsagbar einsam. Jedenfalls war das ein richtiger Tiefpunkt. Seither musste ich an jedem Weihnachtsfest an diese Zeit denken. Aber wisst Ihr was: Seither bin ich auch an jedem Weihnachtsfest etwas glücklicher und zufriedener. So viel hat sich zum Positiven gewendet und neue Türen sind aufgegangen. Und für das bin ich so dankbar. 

Dazu muss ich aber auch sagen, dass mir die Dinge nicht einfach in den Schoss gefallen sind. Ich habe mir Menschen gesucht, die mich unterstützt haben und ich habe mich damit auseinandergesetzt, was schiefläuft. Und glaubt mir, dort zu drücken, wo es weh tut, ist nicht sehr angenehm. Ich weiss, dass Widrigkeiten zum Leben dazu gehören und auch ich gerate immer mal wieder in Situationen, die ich nicht toll finde. Aber ich habe gerade durch diese Erfahrungen gelernt, wie ich besser damit umgehen und gut zu mir selbst schauen kann. 

Darum ist das heute meine kleine Weihnachtsgeschichte für Euch. Gerade dann, wenn es Euch vielleicht nicht gut geht und Ihr in einer Situation steckt, die ausweglos wirkt. Glaubt mir, ich war auch schon an diesem Punkt in meinem Leben, an dem alles rabenschwarz aussah. In dem Zusammenhang habe ich mit grossem Interesse die Bücher von Viktor Frankl gelesen. Frankl war Psychologe und Jude und wurde wegen Letzterem während dem Zweiten Weltkrieg in ein Konzentrationslager deportier. Er hat seine gesamte Familie verloren. Trotzdem schrieb er schon kurz nach dem Krieg sein Buch «…trotzdem Ja zum Leben sagen», in dem er über die Zeit im Lager berichtet. Frankl hat nicht nur in diesem Buch, sondern auch in späteren Schriften sehr viel über den Sinn des Lebens geschrieben. Sein Fazit war grob gesagt, dass einerseits Versöhnung sehr wichtig sei und man anderseits immer wissen müsse, warum und für was man lebe. Dieses Wissen würde dabei helfen, auch ganz schlimme Dinge zu überleben. 

Ich habe ausgehend von diesen Gedanken angefangen, nicht nur mich, sondern auch mein Umfeld zu beobachten. Dabei habe ich festgestellt, dass ich diese Menschen als sehr angenehm empfinde, die einerseits Visionen, Ideen und Ziele haben und die anderseits mit sich ausgesöhnt oder zumindest ehrlich zu sich und zu anderen sind, was ihre Defizite anbelangt. Wenn es uns gelingt, uns selber mit Humor und Liebe zu begegnen und einen eigenen, kleinen Garten für unsere Seele anzulegen, den wir mit Liebe füllen (bei mir bedeutet das, dass ich mir immer wieder Zeit für kreative Projekte nehme), dann glaube ich, kommen wir mit uns und damit hoffentlich auch mit den Menschen um uns herum ins Reine. Zufriedenheit und Dankbarkeit beginnt im eigenen Herzen und kann von uns von keinem anderen Menschen gegeben werden, wenn wir es nicht in uns finden. 

Und damit möchte ich den Bogen schliessen und eben doch noch was zu meinen zwei Advents-Deko-Projekten sagen, die mich beide sehr glücklich gemacht haben. Zuerst also zum Mobile mit den Schneesternen. Ich habe diese hübschen Papierschneesterne im Søstrene Grene gefunden und wusste sofort, dass ich daraus ein Schneestern-Mobile basteln will. Dazu habe ich die Sterne einfach zusammengeklebt und mit einem feinen Faden an einem goldenen Reifen befestigt. Das hat zwar ein bisschen Geschick erfordert, aber mit dem Ergebnis bin ich nun super zufrieden. 

Das Zweite Grossprojekt – anders kann man das nicht sagen – war dann mein Adventskranz. Ich wollte dieses Jahr erstens einen Kranz stecken, damit er länger frisch bleibt und wollte zweitens unbedingt 24 Kerzen (also vier grosse und 20 kleine Kerzen) darauf befestigen. Denn ich habe mich vor der Weihnachtszeit etwas mit dem Thema Adventskranz auseinandergesetzt und habe dann eben gelesen, dass der erste Adventskranz aus 24 Kerzen bestanden hat. Offenbar hatte damals ein Pfarrer in einem Kinderheim 24 Kerzen aufgestellt und jeden Tag eine weitere angezündet, um den ungeduldigen Kindern zu zeigen, wie lange es noch bis Weihnachten dauert. Diese Idee finde ich übrigens ganz zauberhaft und darum wollte ich einen grossen Kranz mit 24 Kerzen. Die Produktion war dann übrigens gar nicht so aufwändig, da ich ihn eben gesteckt und nicht gebunden habe. Aber eben, er wurde einfach riesig und alle unsere Besucher staunen immer über die Grösse dieses Kranzes. Wenn ich ihnen dann aber die Geschichte dazu erzählen, finden sie die Idee mit den 24 Kerzen auch schön. 

So, jetzt habe ich viel geschrieben. Aber manchmal ist man halt einfach im Flow und dann soll man es ja bekanntlich fliessen lassen;) 

Ich habe aber fest geplant, mich im alten Jahr nochmals zu melden, da ich Euch noch meinen letzten Beitrag zu unserer Schwedenreise schulde und dieser Beitrag eigentlich noch ins alte Jahr gehört! 

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest! Ich danke Euch, dass Ihr immer treu mitlest, Eure Gedanken mit mir teilt und vor allem auch so super auf meinen Webshop reagiert habt! 

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mit Stil durch die nächste Erkältung…

Mit Stil durch die nächste Erkältung…

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Als ich kürzlich meine Beiträge auf dem Blog durchgesehen habe, ist mir aufgefallen, dass ich schon lange nichts mehr zum Thema Gestalten gemacht habe. Dabei nähe, zeichne und bastle ich doch so gerne. Aber wenn ich dazu komme, ist es oftmals dann, wenn ich jemandem ein Geschenk machen will. Und da mir diese Geschenkideen meist sehr spontan einfallen, fehlt dann halt oft die Zeit, um sie auch noch zu fotografieren.

Auch der Weg zur Umsetzung dieses Beitrages war lang. Die Idee dazu hatte ich bereits im Juni. Da sah ich bei einem Bummel durch die Stadt Solothurn, eine hübsch eingefasste Kleenex-Box. Da mir meine liebe Freundin aus Florenz wunderschönes Papier geschenkt hat, hatte ich sogleich die Idee, selber solche Boxen herzustellen. Und dann kam das Leben (Ihr kennt diesen Satz von mir ja mittlerweile) und ich hatte erst heute Zeit, das Ganze umzusetzen. So ganz stimmt das nicht. Ein Prototyp hatte ich bereits zuvor gemacht und als Geschenk mit zu meiner Freundin nach Florenz genommen (darüber habe ich hier berichtet).

Das Material für meine Box stammt praktisch zu 100 Prozent aus Florenz. Das Papier ist von dort, Wachs und Siegel habe ich dort gekauft und die Tassel am Anhänger fand ich beim Perlenhändler auf dem Mercato Sant’Ambrogio.

Und so habe ich die Box eingefasst: Zuerst habe ich eine Box mit Taschentüchern ausgemessen und entsprechend dieser Masse (ich habe einfach je einen halben Zentimeter dazu gegeben, das reicht aus), habe ich aus Halbkarton alle fünf Seiten (den Boden braucht man ja nicht) ausgeschnitten. Danach habe ich diese mit Klebeband zusammengeklebt und so eine Basis für die Box gemacht. In einem weiteren Schritt habe ich diese Basisbox mit Weissleim bestrichen und das Papier daran geklebt. Zum Abschluss habe ich die Tassel und zwei kleine Glöckchen an einer Schnur befestigt und diese zusätzlich mit einem Siegel an die Box angeklebt.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. So wird bestimmt auch der nächste Schnupfen gleich viel schöner und die Erkältung lässt sich mit Stil durchstehen;)

Und sogar der Signore zeigte sich von diesem Bastelprojekt begeistert und hat sogar lieb ein paar Fotos vom Entstehungsprozess gemacht. Ich glaube, dass ihm das Ganze einfach auch deshalb gut gefällt, weil auch ihn die Box nun immer an unser geliebtes Florenz erinnert…

Ich hoffe, dass ich Euch inspirieren konnte und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. wenn Ihr wissen wollt, warum ich unter anderem in der letzten Woche auch sehr beschäftigt war, schaut unbedingt auf meinem zweiten Blog www.essenwiezuhause.ch vorbei!

Mehr als Eierfärben und Schoggihasen…

Mehr als Eierfärben und Schoggihasen…

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Spontan habe ich heute Morgen entschieden diesen Beitrag zu schreiben. Die letzten zwei Wochen waren bei mir wieder bis obenhin vollgepackt, so dass irgendwie einfach für nichts Zeit blieb. Obwohl ich es gerne mag, wenn bei mir viel läuft, hat mich diese Zeit etwas an meine Grenzen gebracht. Einmal mehr musste Papa Pinella ins Spital und das mag ich gar nicht. Einfach auch weil er kein Jüngling mehr ist und man in solchen Momenten dann hin und wieder mal an die Endlichkeit des Menschen denkt. Dazu kam noch ein gewaltiger Berg Arbeit und ich merkte, wie mir der Stress psychisch und physisch immer mehr zusetzte.

So hatte ich mir aber auch ganz fest vorgenommen, dass ich mir das Eierfärben mit Mama Pinella nicht entgehen lassen will. Ich mache das extrem gerne und hatte die letzten Jahre nie Zeit dafür. Diese Momente, wenn man mit jemandem herumwerkeln und etwas Schönes schaffen kann, gehören für mich zu den allerwertvollsten Dingen in meinem Leben. Mit Ach und Krach habe ich es dann irgendwie geschafft, das Eierfärben in alle meine hunderttausend Termine hinein zu quetschen. Mit dem Ergebnis bin ich übrigens sehr zufrieden. Wir haben zum ersten Mal nicht nur mit Zwiebelschalen gefärbt, sondern noch weitere Naturfarben verwendet. Nächstes Jahr möchte ich zusätzlich Eier in Blau und Lila färben.

Wenn man so vor sich hin werkelt, hat man auch Zeit sich die einen oder anderen Gedanken über Gott und die Welt zu machen. Gerade Ostern bringt mich dabei immer etwas in einen Zwiespalt. Über all dem Dekorieren, Basteln und Backen gerät die Bedeutung dieses Festes manchmal etwas in Vergessenheit.

Ich muss ehrlich gestehen, dass für mich die Ostergeschichte nach wie vor irgendwie ein Mysterium ist. Einfach eines der Dinge, von denen ich glaube, das es die menschliche Art zu denken einfach übersteigt. Die Essenz über die Freude der Auferstehung, über die Tatsache, dass der Tod nicht die letzte Instanz ist, bedeuten mir aber sehr viel. Gerade in solchen Situationen, in denen ich mich selber auch wieder mit der irdischen Endlichkeit konfrontiert sehe.

Meine älteste Sorella erzählte mir kürzlich, dass es Menschen gibt, die aus religiösen Gründen keine Ostern feiern – weil das Fest heidnisch sei und gar nichts mit der Bibel zu tun habe und so weiter. Ich bin mir auch bewusst, dass die Geschichte vom Osterhasen, der die Eier bringt, aus Elementen der uralten Fruchtbarkeitsriten zu Beginn des Frühjahres stammt. Ich weiss, dass das Ei das Fruchtbarkeitssymbol schlechthin ist und über die Triebhaftigkeit der Karnickel müssen wir auch nicht diskutieren. Ich weiss auch, dass es bei Ostern um mehr als ums Eierfärben und Schoggihasen geht. Aber deshalb keine Ostern mehr feiern? Das wäre nichts für mich.

Denn ist es nicht genau dieses Innehalten, dass man zur Ruhe kommt und daran denken kann, dass ein neuer Frühling, ein neues Leben kommt und dass auf die Dunkelheit das Licht folgt, was dieses Fest so besonders macht?

Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden, was er oder sie von Ostern denkt und welche Bedeutung man dem Fest gibt. Aber alleine die Freude über das Neue, das es in sich trägt, macht es für mich unendlich wertvoll und ich bin dankbar dafür, dass die himmlische Perspektive mein eigenes, irdisches und oft so unvollkommenes Dasein immer wieder hell erleuchtet!

Wie seht Ihr das und welche Ostertraditionen sind Euch besonders wichtig?

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sonntag und «Frohe Ostern»!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

La Signora im Bastelfieber…

La Signora im Bastelfieber…

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Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich seit Jahren keine so kreative Weihnachtszeit hatte, wie in den vergangenen Wochen. Ich habe sehr viele Ideen umsetzen können und das macht mich jeweils sehr, sehr glücklich. Weil ich auf Instagram auf ein Bild von den Mooskugeln (die ich ja eigentlich als Basteltipp für die Zeitung, bei der ich arbeite, gemacht habe) sehr viele positive Rückmeldungen bekommen habe, dachte ich mir, dass ich sie Euch zeigen will. Dazu packe ich noch die Bilder von einem Gesteck, das ich für eine liebe Freundin gemacht habe. Das ist eben diese Freundin, deren Hände auch auf den Bildern zu sehen sind, und die immer wieder solche Kreativprojekte mit mir in Angriff nimmt. Gerne mache ich solche Sachen auch mit meiner Mama oder meinen Schwestern. Aber da ich so weit von ihnen weg wohne, ist es für mich ein grosser Segen, dass ich einen Menschen in meiner Nähe gefunden habe, der meine Leidenschaft für das Herumwerkeln teilt.

Den Reigen dieser kreativen Projekte hat meine liebe Freundin übrigens mit einer wunderbaren Einladung eröffnet. Sie hat zwei weitere Frauen und mich Ende November zu sich Nachhause zum Adventskranzbinden eingeladen. Und das war einfach schön. Wir waren vier Frauen, mit vier verschiedenen Nationalitäten und haben uns insgesamt in fünf verschiedenen Sprachen unterhalten. Interkultureller Dialog vom Feinsten;)

Wir haben aber auch zusammen Lebkuchenhäuser für den Sternenzaubermarkt gebacken (davon habe ich Euch auf meinem zweiten Blog hier erzählt) und dekorative Mooskugeln gewickelt. Und weil mir das alles so gut getan hat, wollte ich meiner Freundin zum Dank ein besonderes Geschenk überreichen und habe für sie ein Gesteck mit Federn und golden lackiertem Eukalyptus und einer edlen Duftkerze von Aerin Lauder gemacht.

Vielleicht ist ja der oder die eine oder andere von Euch da draussen auch noch auf der Suche nach einem hübschen Weihnachtsgeschenk. Da bieten sich diese beiden Ideen doch auch an.

Da ich eben ziemlich weit weg von meiner Familie und meinen alten Freunden wohne, bedeutet es mir so viel, dass ich jemanden gefunden habe, mit dem ich solche Kreativprojekte realisieren kann. Schuld daran ist übrigens der Signore. Er arbeitet mit dem Mann meiner Freundin zusammen und hat uns bekannt gemacht. Das ist natürlich auch ein weiteres, verbindendes Element… Unsere beiden Männer arbeiten als «Knochenschlosser» (so sagt dem Mama Pinella), sind in ihrem Beruf sehr eingespannt und wenig daheim. Das ist nicht immer so einfach. Auch deshalb, weil viele Aussenstehende gar nicht verstehen können, dass es nicht nur das grosse Los ist, einen Weisskittel geheiratet zu haben. Im Gegenteil. Im Allgemeinen bedeutet es, dass man viel etwas einsam und alleine ist. Deshalb ist es für uns eine Art Sport, genau diese einsamen Zeiten mit möglichst vielen verrückten Projekten zu füllen. Unsere Männer sind, so glaube ich zumindest, oft etwas erstaunt über unsere Ideen. Aber das ist auch gut so;)

Nun hoffe ich, dass ich Euch allenfalls zu einem schönen «last minute» Geschenk inspirieren konnte und wünsche Euch ein wundervolles, letztes Adventswochenende!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. und solltet Ihr so eine Perle in Eurem Leben haben wie ich, dann vergesst nicht, diesen Menschen Eure Dankbarkeit zu zeigen!

Herbstedeko und ein bisschen Zeit für mich…

Herbstedeko und ein bisschen Zeit für mich…

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Sechs Wochen ist es her, seit ich mich zum letzten Mal bei Euch gemeldet habe… Ich hatte Euch ja bereits im Beitrag hier erzählt, wie herausfordernd unsere Situation war. Es war einfach immer viel. Viel Schönes, aber auch viel Schwieriges. In den letzten Wochen hatte ich das Gefühl nur noch zu funktionieren und knapp irgendwie das Allernötigste zu schaffen. Zusätzliche Dinge zu erledigen oder geschweige denn etwas Zeit für mich selber zu haben, lag einfach nicht drin. Vermutlich haben viele von Euch auch bereits solche Phasen durchlebt und durchlitten. Prinzipiell ist das ja auch gar nicht so schlimm, da sie in der Regel auch mal enden. Zu spüren, dass ich in solchen Phasen Mitmenschen verärgere, weil ich einfach zu wenige Zeit für alles habe, belastet mich dann aber jeweils zusätzlich. Kennt Ihr dieses Gefühl auch?

Früher oder später stellt sich bei mir dann aber zum Glück jeweils die Einsicht ein, dass ich ja auch Verständnis habe, wenn sich Menschen um mich herum in schwierigen Situationen befinden. Ich versuche dann auch sie zu unterstützen und für sie da zu sein. Und zu diesem Gedanken gesellt sich dann die Erkenntnis, dass ich mir selbst ja am nächsten bin und deshalb auch am besten auf mich aufpassen kann.

In Stressphasen ist es für mich immer besonders wichtig, dass ich mir ab und zu Zeit für mich nehme und etwas gestalte oder nähe oder ein bisschen in der Küche herumexperimentiere… Zum Glück habe ich zusätzlich einen Beruf, in dem ich immer wieder kreative Projekte realisieren kann. So hatte ich kürzlich die Aufgabe, einen Basteltipp für den Herbst zu machen. Obwohl das eigentlich Arbeit war, hat mir dieses kleine Projekt sehr gut getan und weil mir das Ergebnis gut gefällt, will ich es unbedingt mit Euch teilen.

Kürbisse zu schnitzen ist die bekannteste Methode, um damit zu dekorieren. Gerade für kleine Kinder ist das aber oft  nicht so einfach oder gar noch nicht machbar. Dazu kommt, dass die intensiven Orangetöne vieler Herbstdekorationen nicht allen entsprechen. Daher stellt das Bemalen von Kürbissen eine gute Alternative dar. Das können schon kleine Kinder umsetzen (auch mal mit Fingerfarben) und so die Farbpalette der Herbstdekorationen erweitern.

Da nicht alle Farben auf der Oberfläche von Kürbissen haften, empfiehlt es sich, unverdünnte Acrylfarbe zu verwenden. Alternativ können die Kürbisse auch mit Sprühlack eingefärbt werden. Aber auch das ist wiederum nur etwas für grössere Kinder. Wer mit ganz kleinen Kindern arbeiten will, sollte ungiftige, gut abwaschbare Farben besorgen (im gut sortierten Bastelgeschäft gibt es sicher Alternativen zu Acrylfarben).

Material: Acrylfarben, grobe Pinsel, feine Pinsel, Pailletten, Glitzer und Leim.

Vorgehen: Die Kürbisse mit einem grossen Pinsel grundieren, trocknen lassen und danach nochmals mit einer zweiten Schicht Farbe bemalen. Wer den Kürbis nicht komplett übermalen will, klebt im unteren Drittel ein Klebeband rund um den Kürbis. Etliche Kürbissorten sind ja sowieso zweifarbig, und so bleibt ein Teil des natürlichen Äusseren sichtbar. Danach mit einem feinen Pinsel Ornamente, Tiere, Blätter oder auch Schriftzüge aufmalen. Alternativ kann der Kürbis auch ohne Grundierung direkt mit den Figuren bemalt werden. Auch das sieht schön aus. Wer mag, verleiht den Kürbissen zusätzlich mit Glitzer oder Pailletten das gewisse Etwas. Die Pailletten können ganz einfach mit Leim aufgeklebt werden.

Zusammen mit verschiedenen Naturmaterialien und Blumen wie Hortensien, Efeuranken oder Kastanien sind die bemalten Kürbisse eine wunderschöne Dekoration. Und wer sagt, dass der Herbst immer nur orange und rot sein darf. Schliesslich gehören die weicheren Töne des Morgennebels über den Feldern, der letzten grünen Blätter und des strahlend blauen Himmels genauso zum Herbst wie das kräftige Rot der Äpfel oder eben das Orange der Kürbisse.

Mir gefallen die bemalten Kürbisse auch deshalb so gut, weil ich gar kein Fan von den hässlichen Halloween-Dekorationen bin. Ich mag dieses Zeugs einfach nicht…;) Geht das Euch auch so? Wenn ja, hoffe ich, dass meine Dekoidee eine gute Alternative für Euch ist!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

 

Seelenprojekte…

Seelenprojekte…

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Vor den Ferien fallen mir ganz spontan jeweils noch tausend Dinge ein, die ich machen könnte oder gerne machen würde… So hatte ich schon vor den Ferien geplant endlich neue Taschen für alle meine verschiedenen Kosmetik- und Schönheitsutensilien zu nähen. Leider fehlte dann einfach die Zeit dazu. Weil mich die Idee aber nicht schlafen liess, habe ich mich kurzentschlossen noch in der Nacht vor unseren Ferien daran gemacht, endlich die lang ersehnten Taschen zu nähen.

Dazu muss ich noch etwas erklären. In meiner Brust liegen häufig zwei Seelen ganz schrecklich miteinander im Streit. Es gibt die lockere Seele, die auch mal eine Fünf gerade sein lässt, und es gibt die strukturierte, ordentliche Seele, die am liebsten das ganze Leben exakt planen würde. Diese Eigenschaften von mir machen sich in allen Lebensbereichen bemerkbar und eben auch beim Packen für die Ferien. Meine spontane Seele sagt zu mir: «Ach, du musst doch gar nicht gross packen. Nimm einfach ein Sommerkleid, Sonnencreme und den Badeanzug mit und das reicht.» Der ordentliche Teil in mir beginnt genau in dem Moment dagegen zu argumentieren: «Aber was ist, wenn du einen Knopf annähen musst oder unverhofft zu einem eleganten Anlass eingeladen wirst, ja dann brauchst Du Nähzeug, Abendkleid, Lockenstab und so weiter…». (Der ordentliche Teil in mir ist ein absoluter Kontrollfreak und nervt ehrlich gesagt nicht nur mich, sondern auch den armen Signore oft ein bisschen, anderseits ist er eben auch sehr zuverlässig und daher sehr praktisch.)

Irgendwie schien es mir dann eben in dieser besagten Freitagnacht vor unseren Ferien das Richtige zu sein, beide Seelen mit einem Nähprojekt in Einklang zu bringen. Denn die spontane Pinella findet nächtliche, ungeplante Nähprojekte super. Die organisierte Pinella hat wiederum gejubelt, weil sie wusste, dass sie so wenigstens alle Kosmetikartikel ordentlich organisieren kann (eine Laptoptasche für meinen neuen Laptop, von dem ich Euch hier bereits erzählt habe, ist dabei auch noch gleich entstanden).

Jedenfalls bin ich jetzt stolze Besitzerin einer grossen und einer kleinen Kosmetiktasche, einer Tasche für meine Haargummis- und Klammern und einer Rolltasche für meine Schminksachen. Letztere finde ich von allen Taschen die absolut Beste – obwohl ich seit unserer Ankunft am Meer maximal ein bisschen wasserfeste Wimperntusche gebraucht habe. Aber egal, die Tasche macht mir jedes Mal, wenn ich sie im Bad sehe, riesig Freude und daher ist es gut, dass ich sie genäht und mitgenommen habe.

Alle Taschen sind eigentlich sehr einfach und schnell genäht. Die Rolltasche für die Schminksachen habe ich in vier kleine Fächer unterteilt, die gross genug sind, dass ich sogar kleine Dosen darin verstauen kann. Danach wird die Tasche gerollt und mit einem Satinband (das gleich hatte ich übrigens als Gürtel an meinem Brautkleid), zusammengebunden. Auf den Bildern solltet Ihr eigentlich gut sehen können, wie ich die einzelnen Taschen genäht habe und es würde mich freuen, wenn ich die einen oder anderen von Euch auch zu kreativen Nähprojekten inspirieren konnte – die müssen ja nicht per se mitten in der Nacht umgesetzt werden;)

Seit wir nun auf der wunderschönen Insel Rab angekommen sind, wo es uns letztes Jahr so gefallen hat, dass wir dieses Jahr wieder hierher gefahren sind (davon habe ich Euch bereits hier und hier berichtet), scheinen meine zwei Seelen sehr gut miteinander klar zu kommen. Vermutlich haben sie einfach eingesehen, dass sie im Moment der Seele der Entspannung und des Geniessens Platz machen müssen… Und das ist gut so!

Herzlichst, Eure Signora Pinella