Kochmemoiren und Risottokugeln…

Kochmemoiren und Risottokugeln…

In meinem Beruf als Journalistin und Redaktorin bei einer Agrarzeitung bin ich viel mit dem Thema Essen und Schlagwörtern wie „Nachhaltigkeit“ oder eben auch „Foodwaste“ konfrontiert. Gerade Letzteres ist etwas, das ich zu vermeiden versuche. Denn mit ein bisschen guter Planung ist es durchaus möglich so zu kochen, dass nicht zu viele Reste entstehen oder diese wiederum sinnvoll zu verwerten.

Viel Inspiration zu diesem Thema fand ich auch im Buch „Besessen.“ von Elisabeth Bronfen (das Buch ist 2016 im Echtzeitverlag in Basel erschienen). Meine liebe Schwägerin hat es mir geschenkt und es ist tatsächlich eines der besten Bücher rund ums Thema Essen und Geniessen, das mir seit langem begegnet ist. Die Autorin schreibt einfach wundervoll und bunt und farbig und vor allem auch voller Lust über das Thema Essen und trotzdem macht sie kein Theater, ist teilweise sehr pragmatisch und wirkt sehr vernünftig und geerdet. Sie schreibt, dass das Buch ihre Kochmemoiren seien und wenn ich einmal ein Buch schreiben dürfte, dann sollte es genau so sein. Kein Wunder also, dass ich das Buch im wahrsten Sinne des Wortes verschlungen habe.

„Besessen.“ hat mir einmal mehr vor Augen geführt, welchen Wert alte Familientraditionen und gleichzeitig einfach Kniffe und Tricks beim Kochen haben. Im Moment habe ich oft zu  wenig Zeit zum Kochen, da ich einfach viel zu tun habe und am Abend oft auch sehr spät Zuhause bin. Da hilft es, wenn man aus einfachen Zutaten in kurzer Zeit etwas Gutes zaubern kann und auch Reste gut verwertet.

In unserer Zeit in Florenz habe ich  Risottokugeln kennen gelernt und immer wieder gerne gegessen. Zu einem Salat schmecken sie ganz wunderbar. Und ja ich weiss, dass es heikel sein kann Reis ein zweites Mal zu kochen, da sich darauf Bazillen ansiedeln können. Offenbar ist das aber kein Problem, wenn man genügend Hitze hat und dafür ist meine Methode Risottoreste zu verwerten perfekt.

Ich forme dazu aus dem übrig gebliebenen Risotto Halbkugeln, in die ich ein Stück Mozzarella hinein lege. Dann packe ich eine zweite Schicht Risotto darüber und forme daraus runde Kugeln, die ich in etwas Paniermehl drehe. Die fertigen Kugeln backe ich dann 15 bis 20 Minuten im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen und serviere sie dann sofort, weil so der Käse in der Kugel noch schön flüssig ist.

Ihr seht, manchmal braucht es nicht viel um ein wunderbares Essen zu zaubern und man kann dabei erst noch Reste verwerten. Für mich sind solche Lösungen einfach perfekt.

Ich hoffe, dass ich Euch eine kleine aber feine Inspiration zum Verwerten von Resten geben konnte und würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir schreiben würdet, ob Ihr die Kugeln ausprobiert habt!

Nächste Woche will ich Euch dann auch noch meine Osterdeko zeigen. Leider ist sie aber noch nicht fertig, da ich im Moment noch etwas uninspiriert bin… Dabei ist mir leider auch der Signore keine grosse Hilfe, denn der kann sich weder für Weihnachts- noch für Osterbäume begeistern oder versteht einfach nicht ganz den Sinn darin Kugeln oder Eier an einen Baum zu hängen. Für mich ist es eine schöne Tradition, mit der ich aufgewachsen bin und die mir eigentlich (wenn ich genügend Zeit dafür habe) viel Freud bereitet. Daher will ich nun das Dekorieren für Ostern so schnell wie möglich nachholen. Warum ich unter anderem noch keine Zeit dafür gefunden habe, könnt Ihr jetzt auf meinem zweiten Blog www.essenwiezuhause.ch nachlesen. Ich habe nämlich gestern etwas ganz Wunderbares erlebt – das übrigens sehr viel mit Ostern zu tun hat!

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sonntag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Irische Symbiose mit einem Hauch Firenze…

Irische Symbiose mit einem Hauch Firenze…

Ihr wisst ja, das Essen ist eine grosse Leidenschaft von mir und das Kochen natürlich auch. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich eine Einladung zum „Irish Beef Blogger Contest 2017“ erhielt. Besonders auch deshalb, weil ich letztes Jahr keine Zeit hatte dabei zu sein. Seit ich meinen neuen Blog www.essenwiezuhause.ch lanciert habe, ist es rund ums Essen auf Signora Pinella etwas ruhig geworden. Umso besser also, dass ich Euch heute mein Rezept für den Blogger Contest vorstellen kann.

Die Essenz des ganzen Menüs ist natürlich das wundervolle Fleisch von Irischen Rindern. Daraus sollten wir ein Rezept zaubern. Wenn es um die Zubereitung von Fleisch geht, mag ich es schnörkellos. Daran sind die Florentiner schuld. Denn ein gutes Stück Fleisch wie ein Bistecca alla Fiorentina braucht nichts ausser Hitze, Salz und maximal noch etwas Pfeffer… Ich habe meine Konfusion rund um das Irische Fleisch dann meiner Mitstreiterin und Freundin Kathrin von www.kuisine.ch geklagt und mich von ihr ermutigen lassen, dass das so schon in Ordnung sei.

Wenn es aber um Beilagen geht, mag ich es kreativer als die Florentiner und erst recht wenn es um Irland geht. Meine erste Begegnung mit der Irischen Küche hatte ich an der Uni im Zusammenhang eines Seminars zum Thema „The Great Famine“ – die grosse Hungersnot, die Irland von 1845 bis 1852 heimsuchte. Dabei behandelten wir die Grundlage der Versorgung, politische Fehlentscheide und schlussendlich eben auch die Frage, was es denn überhaupt noch zu Essen gab. Immer wenn ich an Irland denke, denke ich nun halt auch an die Schicksale der Menschen, die wegen dieser schlimmen Kartoffelfäule und der daraus resultierenden Missernten nichts mehr auf ihren Tellern hatten.

So kam mir die Idee mein Fleisch mit einer Pflanze zu krönen, auf die viele Iren in ihrer Not zurück greifen mussten: Die Brennessel.

Nesseln sind wunderbare Gewächse und werden völlig unterschätzt. Sie wirken entgiftend und können sogar verseuchten Boden reinigen. Ich habe nun also mein Irish Beef mit einer Nessel-Wildkräuter-Butter und einem ebenfalls buttrigen, irischen Kartoffelsalat serviert – eine Symbiose der besten Produkte der Irische Küche also…

Hier das Rezept für vier Personen.

Zutaten: 4 Rib Eye Steaks, 1 kg festkochende Kartoffel, 150g weiche Butter, 200g flüssige Butter, 4 Frühlingszwiebeln, Weissweinessig, Meersalz, Pfeffer, 5 grosse Brennesselpflanzen, einen Strauss Wilder Thymian, 1 Knoblauchzehe

Zubereitung: Gutes Fleisch will gepflegt werden. Deshalb werden zuerst die Steaks kurz abgespült und gut trocken getupft. Danach sollten sie die Gelegenheit haben mindestens eine Stunde lang ausserhalb des Kühlschranks Raumtemperatur zu bekommen.

Derweilen die Kräuterbutter vorbereiten. Die Blätter von fünf Nesselpflanzen kurz in kochendem Wasser blanchieren (bitte verwendet zum Sammeln und Auszupfen der Blätter Handschuhe – im Frühling sind die Nesseln besonders fies). Die Blätter maximal eine Minute im Wasser lassen, damit sie nicht ihre grüne Farbe verlieren, danach sofort abgiessen und im Eiswasser abschrecken. Das restliche Wasser sanft aus den Blättern ausdrücken und die Blätter hacken. Ebenfalls die kleinen Blätter vom Thymian abzupfen und zusammen mit den Nesseln, etwas Salz und einer ausgedrückten Knoblauchzehe und der Butter vermischen. Danach sollte die Butter mindestens eine Stunde kalt gestellt werden. Ideal ist es, sie bereits einige Stunden oder sogar einen Tag vor dem Grillieren vorzubereiten.

Für den Kartoffelsalat werden die Kartoffel geschält, in Würfel geschnitten und in Salzwasser weich gekocht. Die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden und die Butter in einer Pfanne auslassen. Die Zwiebeln in die warme Butter geben und etwas fünf Minuten darin ruhen lassen. Das Wasser der Kartoffeln abgiessen, die flüssige Butter mit den Zwiebeln, 4 EL Essig und etwas Salz dazu geben und das Ganze gut verrühren und die Kartoffel sogar etwas zerdrücken – denn der irische Kartoffelsalat sollte eher eine Konsistenz wie Kartoffelstock haben (wird aber normalerweise mit viel Mayonnaise gereicht, das wäre mir aber mit der vielen Butter etwas zu deftig geworden). Besonders lecker schmeckt der Salat, wenn er noch leicht warm ist.

Wenn die Beilagen bereit sind, geht es nur noch um das Fleisch. Dieses kommt auf einen Grill, der idealerweise auf 300 Grad erhitzt und geschlossen werden kann. Denn so kann auf die Vorlieben aller Gäste eingegangen werden. Und eben, beim Grillieren halte ich es wie die Florentiner und lasse die Hitze die Arbeit für mich erledigen. Für Gäste, die ihr Fleisch richtig blutig mögen (wie der Signore – siehe Bilder;) lasse ich das Fleisch insgesamt knapp sechs Minuten auf dem Grill für die anderen gebe ich zwei Minuten dazu und wer es durch haben will wie eine Schuhsohle, den lade ich gar nicht erst ein oder serviere dieser Person eine Bratwurst.

Das Fleisch kommt also bei 300 Grad auf den Grill, wird 90 bis 120 Sekunden bei geschlossenem Deckel gegrillt, gewendet und nochmal so lange gegrillt. Danach wird das Prozedere ein zweites Mal wiederholt. Vor dem Servieren wird das Fleisch dann optional wie das Bistecca aufgeschnitten oder auch am Stück gelassen und mit etwas Fleur de Sel und Pfeffer, der wunderbaren Kräuterbutter und dem Salat serviert.

Ich hoffe, dass Euch meine kulinarische Reise nach Irland gefallen hat. Unter www.irishbeef.de und www.irishfood.ch findet Ihr weitere Informationen rund um das Fleisch aus Irland.

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Poulet au Cidre und ein bisschen Heimat…

Poulet au Cidre und ein bisschen Heimat…

Bereits in meinem letzten Beitrag erhielt meine liebe französische Freundin einen besonderen Platz. Ihre Heimat ist die Normandie. Und so wie ich das Bernbiet vermisse und Heimweh habe, vermisst sie manchmal die Normandie. Obwohl sie von Zürich natürlich eine viel längere Reise in ihre Heimat hat als ich. Ich sollte also gar nie mehr jammern. Jedenfalls kamen wir kürzlich auf das Thema Cidre zu sprechen und sie hat mir ein wunderbares Rezept für ein „Poulet au Cidre“ gegeben. Ich habe heute die Ehre dieses Rezept mit Euch zu teilen. Denn Ihr wisst ja, gegen Heimweh oder vielleicht auch gegen Fernweh hilft gutes Essen. Manchmal ist es ein Bissen, der uns den Ort schmecken und riechen und fühlen lässt, an dem wir gerne wären. Und dieses Poulet ist wirklich ein Traum. In die karamellisierte Sauce könnte ich mich hinein legen! Passend zum Thema Fernweh habe ich Bilder aus der wunderbaren Normandie für Euch, die ich im letzten Sommer in unseren Ferien gemacht habe. Ihr versteht dann vielleicht, warum meine liebe Freundin manchmal Heimweh hat. Ich finde die Normandie auch wunderschön!

Und hier nun das Rezept für ein herrliches „Poulet au Cidre“
Zutaten für vier
Personen:
– 1,5 kg ganzes Hähnchen
oder optional Schenkel und Flügel (beim Fleischgewicht sind die Knochen
mitgerechnet)
– 200g Speckwürfel
– 1 Flasche Cidre
(Apfelwein)
– 3 bis 4 Äpfel
– 1 Zwiebel
– 200 ml Rahm
– Butter
– 1 EL Zucker
– Zimt, Salz und Pfeffer
zum Würzen
Zubereitung: Das Hähnchen in Stücke schneiden (Schenkel und Flügel abtrennen und die Brust halbieren) oder einfach die Schenkel und Flügel bereitstellen. Etwas Butter in einem Bratentopf zergehen lassen und den Speck andünsten. Den Speck aus dem Topf holen und im Bratfett die grob geschnittene Zwiebel und das Fleisch andünsten und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Speck wieder dazu geben und das Fleisch mit 6 dl Cidre ablöschen. Eine Messerspitze Zimt zum Verfeinern dazu geben.
Das Ganze eine Stunde köcheln lassen. 15 Minuten vor Ende der Kochzeit die Äpfel in Viertel schneiden, dazu geben und mit dünsten. Das Fleisch und die Äpfel auf einer vorgewärmten Platte anrichten, warmstellen und den Jus in ein Gefäss abgiessen.
Im Topf 1EL Zucker karamellisieren lassen, mit dem Fleischjus ablöschen, den Rahm dazu geben, alles gut verrühren und die Sauce kurz aufkochen lassen. Das Fleisch mit der Sauce zu Salzkartoffeln oder Reis servieren.
Manchmal muss man sich die Heimat halt kochen;) Und wenn man Menschen findet, die einem verstehen und oft auch die Familie ersetzen, wie das meine Freundin mir tut, dann hat man grosses Glück und ich bin sehr dankbar dafür.
Ich wünsche Euch, dass Ihr für andere ein solcher Mensch sein könnt und selber immer wieder liebe Menschen findet, wenn Ihr sie nötig habt. Ich will mir jedenfalls Mühe geben für andere da zu sein, über den Tellerrand des eigenen kleinen Kreises zu blicken und ein offenes Haus und Herz für Menschen zu haben, die gerade etwas Gesellschaft oder auch einfach ein leckeres Essen brauchen.
Viel Vergnügen beim Nachkochen von diesem wunderbaren Gericht und „Bon Appétit“!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. während ich Diesen Post schreibe, bin ich im wundervollen Val Gardena. Ihr könnt Euch schon auf den Reisebericht freuen, denn hier gefällt es mir ebenfalls sehr, sehr gut!

Luxus für die Seele…

Luxus für die Seele…

Der grösste Luxus ist es für mich Zeit zu haben. Zeit zum Geniessen, Zeit um ein schönes Buch zu lesen oder Zeit mit meinem lieben Signore. Da er einen Job hat, bei dem er viel mehr arbeitet als andere und oft rund um die Uhr erreichbar sein muss, sind uns kleine Auszeiten heilig. Dann fahren wir ins Tessin nach Locarno und fühlen uns unserem geliebten Italien etwas näher.

Als wir in Florenz gelebt haben, hatten der Signore und ich so viel Zeit füreinander wie nie. Wir haben uns regelmässig nach der Arbeit in der Stadt zum Aperitivo getroffen und am Wochenende sind wir ans Meer gefahren (hier und hier und hier habe ich Euch davon berichtet).

Diese Unbeschwertheit oder eben Dolce Vita hat sich auch auf diesem Blog gezeigt. Mir gefiel das sehr und ich vermisse es. Umso mehr freue ich mich, dass schon bald die erste Italienreise in diesem Jahr ansteht. Ich habe das Glück, dass ich Dank meinem Beruf auch wieder einen neuen Teil dieses Landes erkunden darf  (so wie ich das bereits hier durfte) und ich werde Euch sicher davon berichten.

Auszeiten für die Seele sind für mich aber auch die Momente, in denen ich ein schönes Buch lesen oder etwas richtig Leckeres geniessen kann. Dazu habe ich heute zwei Buchempfehlungen und ein Rezept für das einfachste und leckerste italienische Dessert aller Zeiten;)

Das erste Buch ist „Love Kitchen“ von Eschi Fiege aus dem Brandstätter Verlag. Eschi Fiege schreibt hinten auf dem Einband: „Was ich für dich koche, weil ich dich liebe… …Denn Kochen ist sichtbar gemachte Liebe.“ Als ich das gelesen habe, stand fest, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss. Die Rezepte im Buch sind relativ einfach und schnell nachgekocht. Eben genau das Richtige für einen romantischen Abend zu Zweit.

Das zweite Buch ist „Tea Time“ von Csaba dalla Zorza (hier habe ich bereits ein anderes Buch von ihr vorgestellt). Immer wenn ich in Italien bin, kaufe ich mir neue italienische Kochbücher. Ich bin schon gespannt, was ich wieder Schönes in meiner Lieblingsbuchhandlung in Florenz finden werde.

Und nun endlich noch das Rezept für die einfachste Panna Cotta der Welt.

Wie es der Name schon sagt, ist Panna Cotta nicht viel mehr als gekochter Rahm mit etwas Geliermittel und Zucker. Da ich im Umgang mit Gelatine wirklich eine absolute Niete bin, habe ich mein Panna Cotta mit Agaragarpulver zubereitet. Agaragar ist ein pflanzliches Geliermittel und funktioniert gut als Gelatineersatz.

Zutaten für vier kleine Portionen Panna Cotta:
5 dl Rahm, 1 dl Milch, 3 El Zucker, 1 Messerspitze Vanillemark, 1/2 TL Agaragar

Zubereitung: Zuerst den Rahm, die Milch, den Zucker und das Vanillemark aufkochen und dann mindestens 5 Minuten weiter unter ständigem Rühren köcheln lassen. Agaragar in wenig Wasser (ca. 3 El) gut auflösen, zu den restlichen Zutaten hinzu geben, gut einrühren und danach die Masse in vier kleine Schalen abfüllen. Das Ganze mindestens drei Stunden lang kühl stellen und danach servieren.

Mich persönlich nervt es sehr, dass Panna Cotta ganz oft mit einer Waldbeerensauce serviert wird. Ich finde, dass das den feinen Rahmgeschmack völlig erschlägt und kaputt macht. Für mich reicht die leckere Creme vollkommen aus. Aber eben, wer es mag, kann dazu gerne noch ein Kompott oder etwas Früchte kombinieren.

So, das war nun mal wieder so ein richtig bunt gemischter Post, wie ich sie eigentlich gerne von mir mag. Ich schwelge jetzt noch etwas in Vorfreude für meine Italienreise. In einer Woche geht es schon los…

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Schlutzkrapfen&Gewinnerinnen…

Schlutzkrapfen&Gewinnerinnen…

Dieses Jahr habe ich ja mein Herz ans Südtirol verloren. Das ist einfach so passiert und ich kann Euch sagen: Ja, es ist eine grosse Liebe. Es sind nicht nur die Landschaft und die Natur, die mich so vom Südtirol begeistern, sondern auch das Essen. Besonders gerne mag ich Schlutzkrapfen, die Südtiroler Ravioli-Variante.

Schlutzkrapfen werden auch Schlutzer genannt und sind deshalb so besonders, weil sie aus einer Mischung aus Weizen- und Roggenmehl hergestellt werden. Sie halten dadurch etwas länger satt.

Und hier nun das Signora-Pinella-Schlutzer-Rezept.

Zutaten: 
Für den Teig: 240g Mehl (120g Weizen- und 120g Roggenmehl), 1 Ei, eine Prise Salz, 2 El Olivenöl und 6 El Milch
Für die Füllung: 200g frischer Blattspinat, 1 kleine Zwiebel, 2 mehlig kochende Kartoffel, 60g geriebener Hartkäse (ich habe Trüffelhartkäse verwendet, das ist besonders lecker).

Zubereitung: 
Die Zutaten für den Teig in einer grossen Schüssel gut verkneten und das Ganze zugedeckt eine halbe Stunde ruhen lassen. Derweilen die Kartoffeln schälen, würfeln und im Wasser weich kochen. Die Zwiebel ebenfalls klein schneiden, in etwas Butter anschwitzen, den Blattspinat dazu geben geben, mit Wasser ablöschen und das Ganze mit Pfeffer und Salz würzen. Wenn der Spinat weich ist, wird er kurz etwas püriert (aber bitte nicht Konsistenz Babybrei). Die Kartoffeln mit einer Gabel zerdrücken und zusammen mit dem Käse zu dem Spinat geben.

Den Teig dünn ausrollen, mit einem Glas oder einer Ravioliform runde Kreise ausstechen, den Rand mit etwas Eigelb bestreichen, ein bisschen Füllung auf die Mitte geben und die Krapfen gut verschliessen.

Die Schlutzer für ca. 5 – 7 Minuten ins siedende Wasser geben, bis sie obenauf schwimmen, abschöpfen und auf einem Teller mit etwas geriebenem Käse anrichten.

Und bevor ich mich für heute von Euch verabschiede – unter anderem bekommen wir endlich die Schlüssel für unsere neue Wohnung und ich will unbedingt ausmessen, wie viel Tapete ich einkaufen müsste für unser neues Schlafzimmer (der Signore weiss noch nichts davon;) – hier noch die Gewinnerinnen der „Girl from the Mountain“-Kerzen-Verlosung.

Gewonnen haben die liebe Yase von www.alltagsaufhuebscher.blogspot.ch , die liebe Anne von www.annesleben.ch und die liebe Irina Hunziker-Andrist (sie hat meines Wissens nach keinen Blog, hätte aber sicher viel zu erzählen, da sie extrem kreativ ist). Bitte schickt mir Eure Adresse an signorapinella@gmail.com Dann bekommt Ihr die Pakete so schnell wie möglich zugeschickt!

Und vergesst nicht bei Sonja www.girlfromthemountain.ch vorbeizuschauen!

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Warum Gewürze hochwertig sein sollten…

Warum Gewürze hochwertig sein sollten…

Wie ich bereits mehrmals erwähnt habe, sind meine Interessen ärgerlich vielfältig. Das heisst, dass ich auch überall schöne Dinge sehe, von denen ich dann das Gefühl habe, dass ich sie irgendwie im Haushalt, zum Dekorieren oder zum Kochen verwenden könnte. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich über die liebe Nicole vom Blog www.zumfressngern.ch eine Einladung zum Schmökern im wundervollen Gewürz- und Tee-Laden „La Cucina“ erhielt.
Als Bernerin, die es nach Zürich verschlagen hat, freut es mich besonders zu berichten, dass die Grundlage zu „La Cucina“ an einem Marktstand auf dem Berner Wochenmarkt gelegt wurde. Kurz eine Erklärung dazu für alle meine Leser und Leserinnen, die nicht aus der Schweiz stammen: Bern
ist zwar die Hauptstadt der Schweiz, mit dem Regierungssitz usw. vor allem wirtschaftlich gesehen ist aber Zürich die heimliche Hauptstadt. Oft werden Geschäfte also zuerst in Zürich eröffnet und finden dann später ihren Weg nach Bern. Bei „La Cucina“ war es genau andersrum.
Lukas Vögeli, der Gründer von „La Cucina“, hat als ausgebildeter Koch ein gutes Händchen für Gewürze und entwickelte viele Mischungen selber. Mittlerweile arbeitet bereits die zweite Generation im Geschäft mit (mehr Informationen zur Geschichte von „La Cucina“ findet Ihr hier).
Trotz meiner Liebe zu Bern, habe ich mit Nicole dann das Geschäft in Zürich besucht. Die Fülle an Tees und Gewürzen hat mich schwer beeindruckt. Alles wurde liebevoll arrangiert und mit wunderschönen Teetassen und Gewürzmühlen ergänzt. Schliesslich isst und trinkt das Auge mit.
Gleichzeitig beeindruckte mich nicht nur die Breite, sondern auch die Tiefe des Sortiments. So haben die Kunden beispielsweise unzählige Pfeffer- und Salzsorten, aus denen sie auswählen können (mehr zum Pfeffer habe ich bereits hier geschrieben). Auch bei der Qualität werden keine Kompromisse gemacht. Die Produkte sind hochwertig und stammen aus biologischem Anbau.
Nicole und ich haben dann wirklich feine Tortellini mit einer Kräuter-Ziger-Füllung und wildem Pfeffer kreiert. Sie sind einfach ein Traum. Das Rezept dazu findet Ihr hier auf dem Blog von Nicole. Hausgemachte Pasta schmeckt um Welten besser als gekaufte und die Zubereitung ist einfacher, als
man denkt. Hier habe ich bereits einmal davon berichtet und Euch das Rezept für leckere Birnen-Käse-Ravioli verraten.
Wer einmal einen Fuss in diese Welt voller betörender Düfte und Geschmäcker gesetzt hat, kann gar nicht mehr zu gewöhnlichem Gewürz zurückkehren. Und ich denke, dass das auch gut ist. Denn ein gutes Essen, aus erstklassigen Produkten und Zutaten hat hochwertige Gewürze verdient!
Auf www.lacucina.ch könnt Ihr nicht nur leckere Tees und Gewürze bestellen, sondern Ihr findet
viele interessante Hintergrundinformationen zu diesem Thema.
Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella
P.S. Mit Verwunderung habe ich übrigens festgestellt, dass ich den Laden von „La Cucina“ in Zürich bereits seit seiner Geburtsstunde gekannt habe. Das kam so: Der Signore wohnte vor Jahren schon einmal in Zürich. Als er dann umzog fiel mir die Aufgabe zu, den Umzug zu begleiten, da er bereits wieder arbeitete. Ich vereinbarte also einen Termin mit einem Umzugsunternehmer, der bei jedem Umzug in unserer Familie mit dabei ist, und er sagte, dass ich ihn an der Lagerstrasse 18a in Zürich treffen solle, da er dort noch Gestelle für einen Gewürzladen liefern müsse und auf dem Rückweg gleich die Möbel vom Signore mitnehmen können. Dreimal dürft Ihr raten, welcher Laden das war… Es war „La Cucina“;) Und so schliesst sich der Kreis wieder – es stimmt wohl doch, dass man sich immer mindestens zweimal im Leben begegnet. „La Cucina“ wird mich mit Sicherheit noch viel häufiger sehen…