Warum nicht öfter Como…

Warum nicht öfter Como…

…diese Frage hat den Signore und mich schwer beschäftigt, als wir kürzlich nach Jahren endlich wieder mal nach Como gefahren sind. Mit Como ist das nämlich eine interessante Geschichte. Unser allererster, grösserer, gemeinsamer Ausflug hat uns molti anni fa (also vor elf Jahren, als wir noch jung waren und wenig von der Welt gesehen hatten) nach Como geführt. Damals konnte gerade ich noch wenig mit Italien anfangen. Ich kannte das Land einfach zu wenig… Das ist lustig, wenn ich daran denke, wie sehr ich Italien jetzt liebe und immer wieder gerne dahin reise.

Da meine liebe Suocera eine ganz formidable Wohnung im Tessin besitzt, haben der Signore und ich nun jederzeit die Gelegenheit von dort aus kurz über die Grenze zu hüpfen und Italien zu geniessen.

Solltet Ihr demnächst auch mal nach Como kommen, dann gibt es vier Dinge, die Ihr unbedingt tun müsst.

  1. Essen. Ja in Como gibt es eine riesige Auswahl echt guter Restaurants mit interessanten Gerichten, die frisch sind und herrlich schmecken.
  2. Einkaufen. Como ist ein Shoppingparadies. Ich habe während unserer Zeit in Italien in Florenz und auch in Rom besonders gerne in der Haushaltabteilung vom Coin eingekauft. Und auch sonst finde ich dieses Einkaufszentrum einfach sehr schön. Aber Ihr findet auch viele weitere, zauberhafte Läden in Como. Geht einfach auf Entdeckungstour und lasst Euch treiben.
  3. Kaffeetrinken auf der Dachterrasse. Was wäre eine italienische Stadt ohne Dachterassenkaffee. In Florenz liebe ich die Kaffees auf dem Kaufhaus la RInascente und in der alten Bibliothek «Oblate». In Como haben wir direkt gegenüber vom Dom auf dem Dach vom Kaufhaus Coin ein wunderbares Dachterassenkaffee gefunden. Und ja, in der Regel ist es dort sehr teuer etwas zu konsumieren. Aber für den atemberaubenden Ausblick kann man das auch einmal auf sich nehmen…
  4. Spaziergang am See. Der Comersee ist ein etwas wilder, wunderschöner See und sollte unbedingt mit einem Spaziergang entlang des Ufers entdeckt werden.

Ihr sehr, Como hat es uns angetan… Einfach, weil es einen Katzensprung von der Schweiz entfernt und trotzdem gefühlt schon richtig Italien ist.

Ich weiss, dass man nicht immer auf Reisen gehen kann und es manchmal auch einfach im Alltag aushalten muss. Wenn ich aber zwischendurch so wunderschöne Sachen erlebe, dann ertrage ich die schwereren Dinge, von denen ich Euch im letzten Beitrag berichtet habe, auch wieder besser.

Vielen Dank auch noch für alle Eure lieben Nachrichten dazu und Eure Anteilnahme. Dank Reha geht es Papa Pinella mittlerweile viel besser. Und auch ich konnte mich letzte Woche etwas erholen und Abstand gewinnen, da ich beruflich ins Südtirol durfte. Diese Zäsur hat mir sehr gutgetan. Ihr habt ja wohl gespürt, dass es mir nicht mehr wirklich gut ging. Von Meran werde ich Euch bald auch noch mehr erzählen. Ich habe einige schöne Geschichten gesammelt…

Nun wünsche ich Euch einen schönen und erholsamen Sonntag! Lasst es Euch gut gehen und tut Euch etwas Gutes!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Edelsteine für die Seele…

Edelsteine für die Seele…

Wäre ich nicht so ein unglaublicher Schisser, wäre ich vermutlich permanent auf Reisen. Ich merke, dass es einen Teil meiner Seele immer wieder stark in die grosse, weite Welt hinaus zieht. Dazu kommt, dass mir das Reisen sehr, sehr gut tut. Es relativiert alle Dinge, die in der Heimat ach so wichtig zu sein scheinen und öffnet mir den Blick für die Weite und vor allem für die unglaubliche Schönheit und Pracht der Welt.

Da der Signore und ich im Moment beruflich fest eingebunden sind, sind unsere Reisen halt kürzer, vielleicht auch etwas weniger spektakulär, aber nichts desto trotz wunderschön und beglückend. So haben wir kürzlich eine kulinarische Reise durch den Iran und Libanon bis nach Marokko gemacht. Der Signore musste für ein paar Tage für einen Kongress nach Montreux und da der Weg zu meinem Arbeitsplatz von dort aus nur halb so lang war wie von Zürich, bin ich kurzerhand mit gegangen. So hatten wir eine perfekte Kombination zwischen Reisen und Arbeiten und diese Chancen sollte man schliesslich nutzen. Zum Abschluss unserer Zeit in Montreux hat mich der Signore in das Restaurant Palais Oriental ausgeführt, das in Montreux direkt am See liegt. Er war zuvor bereits einmal bei einem Essen mit seinen Arbeitskollegen dort und dachte sich, dass mir das Restaurant auch gefallen würde. Und wie es mir gefiel… Alleine das Ambiente ist einfach traumhaft schön und das Essen war so gut, dass ich vor lauter Glück ein paar Tränen geweint habe. Die Fülle von Schönheit in Kombination mit den reichen Aromen des Essens hat mich einfach überwältigt.

Kennt Ihr dieses Gefühl auch? Die Freude, wenn etwas so schön und vollkommen ist und mag es noch so flüchtig sein. Ich glaube, dass man diese Momente wie Edelsteine sammeln und in seinem Herzen bewahren sollte. Ich habe eine ganze Truhe voller solcher Edelsteine in meinem Kopf und Herzen und wenn das Leben dann mal nicht so vollkommen ist, dann krame ich sie hervor, denke daran und plötzlich erhellen und verschönern sie auch die Situationen, die vorher schwer und dunkel waren.

Ich kann Euch nur empfehlen selber auch so viele Edelsteine wie möglich zu sammeln. Dafür müsst Ihr nicht bis nach Montreux fahren, ein Spaziergang am See, ein gutes Stück Kuchen oder etwas Zeit mit einem lieben Menschen reichen schon aus. Solltet Ihr aber einmal nach Montreux kommen, dann geht ins Palais Oriental und geniesst es von ganzen Herzen. Denn darin, dass man die Schönheit überhaupt erkennt und zu sich durchdringen lässt und ein offenes Herz dafür hat, darin besteht wohl der wichtigste Teil beim Sammeln von Herzensschätzen…

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Unter www.palaisoriental.ch findet Ihr alle Infos und wunderschöne Bilder vom Restaurant!

Von Veränderungen und neuen Lieblingen…

Von Veränderungen und neuen Lieblingen…

Seit meinem letzten Beitrag ist schon wieder einige Zeit vergangen… Aber Ich habe Euch ja schon von meiner Regel erzählt, dass ich wirklich nur dann blogge, wenn ich mich auch danach fühle. In den letzten Tagen habe ich aber ganz oft gedacht, dass ich Euch unbedingt von ein paar Dingen berichten möchte, die mich in den vergangenen Wochen begleitet und glücklich gemacht haben. Ich lese sehr gerne Empfehlungen und Tipps von anderen und will daher meine ebenfalls weiter geben.

Ein besonderer Favorit der letzten Wochen war natürlich unsere Reise nach Toronto, von der ich Euch hier und hier und hier bereits berichtet habe. Toronto ist eine interessante Stadt und mir hat es gut getan wieder einmal etwas Neues zu entdecken und über den Tellerrand zu blicken.

Auf der Reise hat mich eine neue Gesichtsmaske von Kiehls begleitet, die ich Euch wirklich von Herzen empfehlen kann. In grossen Städten habe ich oft das Gefühl, dass sich feine Partikel auf meiner Haut und meinen Haaren ablegen und dass ich dann besonders viel Pflege brauchen. Die «Ginger Leaf & Hibiscus Firming Mask» (*Werbung) von Kiehls ist bei meiner Mischhaut, die sich irgendwo zwischen Pickelteenie und ersten Falten befindet, echt Gold wert. Man trägt sie am Abend einfach wie eine Nachtpflege auf und muss sie anders, als das bei normalen Masken der Fall ist, nicht abwaschen, sondern lässt sie über Nacht arbeiten. Das Ergebnis ist am nächsten Tag nicht nur spür- sondern definitiv auch sichtbar. Leider sind die Kiehls-Produkte nicht gerade billig, aber sie sind enorm ergiebig, so dass man wenig davon braucht und lange Freude daran hat. Ich habe diese Maske übrigens selber gekauft und mache aus freien Stücken Werbung dafür. Offenbar muss man mit dem Inkrafttreten der neuen Datenschutzverordnung solche Dinge kennzeichnen. Diese Geschichte fand ich in den letzten Wochen übrigens enorm mühsam und anstrengend und hätte ich nicht Hilfe gehabt, hätte ich meine Blogs wohl einfach sang- und klanglos gelöscht und in die Versenkung geschickt…

Und obwohl es in diesem Beitrag ja um schöne Dinge gehen soll, möchte ich ganz allgemein kurz etwas zu den Veränderungen in der Blogger-Welt sagen. Ich habe damals mit dem Bloggen angefangen, weil ich ein Gefäss gesucht habe, in dem ich Geschichten (besonders auch aus der Zeit in Florenz) festhalten und teilen konnte. Über die Jahre entwickelte sich das Bloggen immer mehr zum Business… Das zeigt sich ja nun auch an dieser neuen Datenschutzgeschichte, die alle betrifft – auch alle diejenigen, die nur zur Freude bloggen, die nichts, aber wirklich gar nichts damit verdienen und einfach eine Plattform für ihre Kreativität suchen. Für mich ist dieser Spagat auch immer wieder schwierig. Da ich sowieso beruflich jeden Tag schreibe und als Journalistin arbeiten darf (wofür ich übrigens täglich aufs neue dankbar bin), habe ich ja schon ein Einkommen übers Schreiben. Trotzdem komme ich manchmal an den Punkt, an dem ich etwas frustriert bin. Besonders dann, wenn ich sehe, dass es Blogger gibt, die mit enorm wenig Aufwand und nicht wirklich qualitativ hochwertigem Inhalt Geld verdienen. Dann komme auch ich ab und zu an den Punkt, an dem ich tief durchatmen und mich daran erinnern muss, dass es um die Freude geht und nicht darum eine wandelnde Werbetafel zu sein und darum zeige ich Euch auch gerne meine Favoriten. Denn die habe ich ganz selber ausgesucht, getestet und weiss, dass sie gut sind.

Also weiter im Text. Gerade wenn ich ein Tief habe, dann höre ich auch immer gerne Hörbücher. Ich liiiiiiiiiebe Hörbücher. Schon als Kind habe ich stundenlang Kassetten mit Hörspielen gehört und die Liebe dazu habe ich offenbar immer noch nicht verwachsen. Hörbücher sind auch deshalb so etwas Wundervolles, weil ich sie hören kann, während ich zum Beispiel den Haushalt mache oder mit dem Auto irgendwohin fahre.

Weil der Signore weiss, wie gerne ich Hörbücher mag, hat er mir zu meinem Geburtstag Ende Mai ein Hörbuchabo von Bookbeat geschenkt. Für meine Sucht ist es nicht gerade förderlich, da ich nun mehr Hörbücher denn je höre… Eines, das ich Euch besonders empfehlen kann, ist das Buch «Glauben Sie nicht alles, was Sie denken: Anleitung für ein gesundes und glückliches Hirn» von Valerija Sipos. Das Buch ist genial und da ich zu den Menschen gehöre, die sich oft zu viele Gedanken machen und gerne auch mal sinnlos im Kreis denken, hat mir das Buch sehr gut getan. Gerade für Menschen wie mich, die eher ängstlich sind und dazu neigen sich viele Sorgen zu machen, ist ein bewusstes und kritisches Denken und ein gutes Verständnis für die Denkabläufe sehr wichtig.

Das Hörbuchabo war aber noch nicht alles. Zusätzlich hat mir der Signore auch noch ein rosegoldenes, federleichtes MacBook geschenkt, dass mich nun auf meinen langen Zugreisen zur Arbeit begleitet. Ich selber hätte mir das nie gekauft, da ich solche Dinge nicht für nötig halte und meine Elektrogeräte so lange brauche, bis sie komplett den Geist aufgeben. Da ich aber durch das Schleppen meines schweren Notebooks irgendwann ernsthafte Rückenprobleme entwickelt habe, dachte sich der Signore, dass nun genug sei damit. Und er hat richtig gedacht. Ich bin so glücklich, dass er so grosszügig ist und mir dieses wunderbare Geschenk gemacht hat.

Der jüngste Favorit der letzten Wochen war der Junggesellinenabschied meiner Sorella (viele von Euch kennen ja ihren Blog www.madamegaianna.blogspot.com). Sie hat sich ein Bastelnachmittag mit ihren Freundinnen gewünscht und diesen Wunsch haben meine älteste Schwester und ich ihr gerne erfüllt. Der Nachmittag war enorm gemütlich und stimmig und die Braut war rundum glücklich – was ja das Wichtigste ist bei einem solchen Anlass und mir einmal mehr gezeigt hat, dass es beim Heiraten einzig und alleine darum geht, dass Braut und Bräutigam ihren Weg finden und genau das tun, was für sie richtig ist.

Auf Instagram findet Ihr einen Beitrag mit vielen Bildern zum Junggesellinenabschied. Schaut dort einfach vorbei, wenn Ihr mehr darüber wissen möchtet. Die Dekoelemente habe ich übrigens bei www.mybridalshower.ch bestellt – auch die Anstecker mit verschiedenen Aufschriften wie «Team Bride», «Bride to be», «Mother oft he Bride» oder eben «Flower Girl» (da ich an diesem Tag für die Blumen zuständig war, hat das perfekt zu mir gepasst).

Ich freue mich übrigens ganz grundsätzlich, wenn Ihr mir auch auf Facebook und Instagram folgt und ab und zu vielleicht auch ein Like oder Kommentar hinterlässt. Denn am Ende des Tages ist das der wahre Lohn der Blogger und mich persönlich freut das immer sehr.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sonntag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

15 Tipps für eine Toronto-Reise…

15 Tipps für eine Toronto-Reise…

Ein letztes Mal will ich Euch heute nochmals von unserer Kanada-Reise berichten, da ich einige Anfragen zu Tipps für einen Toronto-Besuch erhielt. Abgesehen von unserem Tagesausflug an die Niagara-Fälle und in das hübsche Städtchen Niagara on the Lake haben wir unsere Zeit in Kanada ausschliesslich in Toronto verbracht. Einfach deshalb, weil wir ja auch noch Freunde besuchten und mit ihnen Zeit verbringen wollten und eine Woche eben doch recht sportlich für eine Überseereise ist (ich habe es danach auch mit echt wüstem Jetlag gebüsst).

Weil wir aber viel Zeit in Toronto verbracht haben, kann ich Euch dazu nun auch wirklich zuverlässige Tipps geben. Abgesehen davon teile ich das Erlebte einfach gerne, da es mir auch selber gut tut, wenn ich mich nochmal an die Details der Reise erinnere. Gerade weil es irgendwie gefühlt schon wieder so lange her ist (zwischenzeitlich haben der Signore und ich schon wieder viel erlebt und waren unter anderem drei Nächte in Montreux, aber dazu ein anderes Mal mehr).

Ich teile unsere Erlebnisse und Reisetipps zur besseren Übersicht nach unseren Reisetagen auf.

Sonntag: Alle Infos zu unserem Ausflug an die Niagara-Falls und in das Städtchen Niagara on the Lake findet Ihr in einem separaten Beitrag hier.

Montag: Dass das Kensington-Market-Viertel ein Besuch wert ist, habe ich Euch bereits in dem Beitrag hier erzählt. Wir haben ihn am Montag besucht und sind der Einfachheit halber zu Fuss dahin gegangen. Das ging sehr gut und dass viele Dinge zu Fuss erreichbar sind, gefällt mir grundsätzlich an Toronto.

Dienstag: Am Dienstag ging es mit einem Besuch des St. Lawrence Market weiter. Die grosse, alte Markthalle erinnerte mich sehr an meinen geliebten Meracto Sant‘ Ambrogio in Florenz. Auch kulinarisch der Markt einfach der Hammer. Es gibt dort so viele wunderbare Dinge zu kaufen, dass ich am liebsten sofort ein grosses Essen geplant und gekocht hätte. Unter www.stlawrensemarket.com findet Ihr alle weiteren Infos und die Öffnungszeiten dazu.

Toronto hat mich grundsätzlich was das Essen anbelangt extrem positiv überrascht. Wer will und sich etwas Zeit dafür nimmt, findet dort extrem gute Restaurants, Bistros und Bars. Besonders angetan hatte es mir an diesem Tag das Biff’s Bistro, in dem ich die besten Madeleines und die beste Creme Brûlée meines Lebens ass. Das Dessert war so gut, dass ich vor Rührung ein paar Tränchen verdrücken musste (das ist kein Witz)!

Mittwoch: Schon lange hatte ich dem Signore angekündigt, dass ich irgendetwas zum Thema Indianer bzw. Urbevölkerung sehen möchte, die politisch korrekt First Nation genannt wird. Dazu bot sich ein Besuch im Royal Ontario Museum an, das von Dinosaurier-Skeletten, über chinesische Kunst, ägyptische Mumien und eine naturwissenschaftliche Tierausstellung für jeden Geschmack etwas bietet. Und eben ein kleiner Teil des Museums widmet sich auch den Ureinwohnern. Besonders beeindruckt hat mich die Vitrine über den Häuptling Sitting Bull, in dem sein Kopfschmuck und seine original Unterschrift zu sehen waren (weil er nicht schreiben konnte, zeichnete er ganz einfach einen sitzenden Bullen). Alle Infos zum Museum, das kurz ROM genannt wird, findet Ihr unter: www.rom.on.ca

Nach dem Rom besuchten wir das elegante Yorkville Viertel (weil es dort eine Anthropology-Filiale hat, wollte ich unbedingt dahin – in diesem Beitrag hier, könnt Ihr lesen, warum mir diese Läden so gefallen). Das Viertel ist sehr elegant und auch teuer. Zum Shoppen ist es aber eine gute und empfehlenswerte Gegend.

Den Abend verbrachten wir dann mit einem Besuch des Musicals Grease im Winter Garden Theatre, das mich mit seiner opulenten Eingangshalle und dem begrünten Konzertsaal schwer beeindruckt hat.

Donnerstag: Am Donnerstag besuchten wir die Hockey Hall of Fame, in der sich alles um die berühmten Köpfe des kanadischen und des internationalen Eishockeys dreht. Da wir Schweizer uns selber ja auch als Hockey-Nation sehen, war ich ehrlich gesagt etwas traurig darüber, dass wir nicht wirklich prominent vertreten waren… Hätte mich schon gefreut, wenn ich irgendwo ein SCB Trikot gesehen hätte.

Am Nachmittag fuhren wir dann mit unseren Freunden auf die Toronto Islands. Das sind kleine Inseln direkt vor der Stadt, von denen aus man wunderbar die Skyline sehen kann. Die Vergnügungsparks, die es dort gibt, haben wir grosszügig umrundet und uns dafür den alternativ angehauchten, bewohnten Teil der Inseln angesehen, Kaffee getrunken und mit den Kiddies eine Sandburg gebaut (was vermutlich mir am meisten Spass machte).

Freitag: Unser zweitletzter Tag in Toronto führte uns in die Casa Loma, ein burgartiges Herrenhaus, das von 1911 bis 1914 vom schwerreichen Sir Henry Pellatt erbaut wurde. Obwohl ich mich durchaus für die Architektur und die Einrichtung begeistern konnte, hat es mich halt doch nicht so dermassen beeindruckt, da ich aus einem Land komme, in dem viele normale Wohnhäuser älter und historischer sind, als die Casa Loma.

Im Anschluss ging es dann für uns weiter ins Ripley’s Aquarium of Canada (wir haben dort Haie und allerhand weitere Meeresbewohner bestaunt) und für den Signore auf den CN Tower (diesen Ausflug habe ich ausgelassen, da ich wirklich schrecklich Höhenangst habe). Den Abend liessen wir dann bei einem feinen Essen in einer Brauerei im historischen Distillery District ausklingen.

Samstag: Weil wir am Samstag schon früh an den Flughafen mussten, reichte es einzige noch für einen kurzen Stadtrundgang und einen Besuch in der rieseigen Eaton Centre Einkaufsmeile, wo ich sogar einen hübschen Blumenstrauss fand, den ich zum Abschied verschenken konnte. Ich habe es sonst nicht so mit Einkaufstempeln, aber das Eaton Center hat doch sehr gut gefallen und wäre der Platz in meinem Koffer nicht beschränkt gewesen, hätte ich dort gerne etwas ausgiebiger eingekauft.

Uff, jetzt habt Ihr es geschafft… Das ist mein Reisebericht. Ich muss sagen, dass ich euch (vielleicht mal abgesehen von der Hockey Hall of Fame, die sogar der Signore etwas dröge fand) alle diese Ziele für einen Besuch empfehlen kann, solltet Ihr mal nach Toronto kommen. Für uns ist die Zeit in dieser Stadt nur so verflogen. Ich hoffe sehr, dass ich noch einmal nach Kanada komme und mir dann auch den Rest von diesem Land ansehen kann!

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Vom Kensington Market in den Kensington Palast…

Vom Kensington Market in den Kensington Palast…

Einer der wichtigsten Programmpunkte unserer Kanadareise war das Essen. Ich hätte das nie erwartet, aber das Essen in Toronto ist einfach traumhaft gut. Das haben wir mit langen Fussmärschen durch die Stadt kompensiert. Einer davon hat uns in den Kensington Market geführt, den ich aus zwei Gründen unbedingt sehen wollte.

Erstens ist das alternativ-multikulturelle Viertel mit seinen vielen spannenden Shops, Secondhandläden, kleinen Marktständen und Kaffees einfach ein Besuch wert. Der Ort steht für ein offenes und tolerantes Toronto, an dem Menschen aus verschiedenen Einwanderungswellen einen Platz gefunden haben.

Zweitens hatte ich zuvor gelesen, dass sich im Kensington Market die berühmte Blackbirdbaking Co. befindet, wo das Sauerteigbrot so gut sein sollt, dass sogar Meghan Markle dort eingekauft hat. Warum mir die frisch Angetraute von Prinz Harry von England sympathisch ist, habe ich Euch bereits hier erzählt.

Und ja, das Brot ist wirklich eine Reise wert. Es ist im Innern leicht und luftig und aussen herum herrlich knusprig. Da ich keine Angst vor Kohlehydraten haben, meiner Meinung nach machen sie satt und glücklich, und viel Brot esse, bilde ich mir ein, dass ich gutes Brot erkenne;)

Obwohl der Kensington Market äusserst aufregend und unterhaltsam ist, hat er auch seine Schattenseiten. Unsere Freunde, die wir besuchten, berichteten uns, dass es dort immer mal wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt. Wohl einfach auch deshalb, weil so ein Schmelztiegel aus verschiedenen Kulturen und Menschen auch einiges an Konfliktpotential mit sich bringt.

Mich persönlich hat die Vorstellung, dass es einen Menschen, der an einem solchen Ort sein Biogemüse und sein Brot eingekauft hat, nun in den Kensington Palast verschlagen hat, sehr beschäftigt. Ausser dem gemeinsamen Namen verbindet diese beiden Welten genau gar nichts… Sogar der Signore hat mein Erstaunen darüber verstanden. Wir haben uns dann auch ernsthaft überlegt, ob die Freiheit eines Kensington Markets nicht fast dem Luxus eines Kensington Palastes vorzuziehen wäre… Oder wie seht Ihr das?

Solltet Ihr einmal nach Toronto reisen, kann ich Euch den Besuch dieses Viertels sehr ans Herzen legen – alleine um die Blackbirdbaking Co. an der Baldwin Street 172 zu besuchen. Unter http://blackbirdbakingco.com findet Ihr noch weitere Infos dazu.

Wenn ich dann meinen Jetlag überstanden habe, will ich noch eine detaillierte Liste der restlichen Dinge zusammenstellen, die der Signore und ich gesehen und die uns besonders gefallen haben…

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

In Kanada auf Omas Spuren…

In Kanada auf Omas Spuren…

Normalerweise empfinde ich beim Reisen immer viel Distanz zu meiner Heimat und den Menschen, die ich gerne habe. Daher ist mein Herz jeweils etwas hin und her gerissen, wenn ich unterwegs bin. Einerseits will ich gerne neue Dinge entdecken, anderseits habe ich auch etwas Heimweh (ich darf das, denn ich bin Schweizerin und ich habe schon vor Jahren hier geschrieben, dass wir Heimweh-Experten sind). Und obwohl ich das aus eben diesen Gründen nie für möglich gehalten hätte, habe ich mich diese Woche in der Fremde meinem Grosi ganz nahe gefühlt… Dazu muss ich kurz etwas ausholen. Wenn da nicht der liebe Signore in meinem Leben wäre, der mich immer wieder herausfordern und mich vor allem auch dazu ermutigen würde etwas zu unternehmen, dann wäre ich ein enormer Stubenhocker. Ich wäre nie nach Florenz oder Zürich gezogen oder hätte Amerika bereist. Nun hat der Signore zu einem neuen Geniestreich ausgeholt und mich nach Kanada verfrachtet. Diese Reise ist zwar nicht so lang, hat mich aber alleine wegen dem Fliegen viel Überwindung gekostet (ich habe Euch ja bereits hier erzählt, dass das nicht ganz so mein Ding ist). Ich habe aber festgestellt, dass es damit wie mit vielen Dingen im Leben ist: Je mehr man etwas tut, umso weniger schlimm oder aufregend ist es.

Die Toronto-Reise war schon lange geplant, da ein Freund vom Signore hier ein Jahr mit seiner Familie verbringt (so wie wir damals in Firenze waren). Aus verschiedenen Gründen hat sich das Ganze dann immer wieder verschoben und nun, kurz bevor die Familie zurückkommt, haben wir die Reise endlich doch noch gemacht. Direkt am ersten Tag nach unserer Ankunft sind wir zu den Niagara Falls gefahren und da musste ich eben ganz fest an meine Oma denken. Denn sie war äusserst reiselustig und ist mit über siebzig Jahren noch nach Amerika gereist, wo sie eine Verwandte meines Grossvaters besucht hat. Das Fliegen hatte es jedoch auch bei ihr in sich und sie musste, bevor sie sich das Land überhaupt ansehen konnte, wegen Herzproblemen im Spital behandelt werden. Danach hat sie dann aber doch noch einiges unternommen und eben von Detroit her die Niagara-Fälle besucht.

Manchmal wünschte ich mir so fest, dass ich ein bisschen mehr Abenteuerlust von meiner Oma geerbt hätte. Und als ich da vor diesen riesigen Wasserfällen stand (wir haben sie uns von der kanadischen Seite aus angesehen – die Sicht ist von daher sowieso besser), dachte ich mir, dass es ja schon eine gute Leistung ist, dass ich es überhaupt bis dahin geschafft habe. Ich glaube, mein Grosi wäre sehr zufrieden mit mir. Sie hat übrigens auch sonst viele Reisen unternommen und das obwohl sie sehr jung verwitwet ist und keinen lieben Signore hatte, der sie begleitete. Und wer weiss, vielleicht liegt mir ja doch noch etwas aus diesem Zweig der Familie im Blut. Meine Grosstante ist übrigens auch mit über neunzig Jahren mehrmals nach Tunesien geflogen… Ich habe also noch etwas Zeit um zu reifen und meine Reiselust zu entdecken. Aber jetzt bin ich abgeschweift.

Die Wassermassen der Niagara-Fälle sind zugegebenermassen wirklich sehr beeindruckend. Das ganze Drumherum mit Freizeitparks und billigem Kitsch, hätten sich die guten Kanadier aber schenken können… Daher habe ich das auch nicht fotografiert, weil es wirklich nicht hübsch ist. Dagegen hat mir das Städtchen Niagara on the Lake, das am Ontariosee liegt, sehr gefallen. Es ist klein und beschaulich und hat mich etwas an das fiktive Stars Hollow aus einer meiner liebsten TV-Serien „Gilmore Girls“ erinnert. Dort gibt es übrigens auch ein Hotel, das nach dem Prinzen von Wales benannt ist – damit punktete dieser Ort bei mir natürlich zusätzlich (in meinem letzten Beitrag hier habe ich ja bereits über meine Affinität zum Britischen Königshaus geschrieben).

Königlich geht es dann auch im nächsten Teil unserer Reise weiter, von der ich Euch bald schon berichten will… Ihr dürft gespannt sein;)

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. In der Region am Ontariosee wird übrigens nicht nur guter Wein angebaut, sondern auch leckeres Bier gebraut. Der Signore und ich haben uns mit Freude durch eine Auswahl davon hindurch degustiert…

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?