Warum nicht öfter Como…

Warum nicht öfter Como…

…diese Frage hat den Signore und mich schwer beschäftigt, als wir kürzlich nach Jahren endlich wieder mal nach Como gefahren sind. Mit Como ist das nämlich eine interessante Geschichte. Unser allererster, grösserer, gemeinsamer Ausflug hat uns molti anni fa (also vor elf Jahren, als wir noch jung waren und wenig von der Welt gesehen hatten) nach Como geführt. Damals konnte gerade ich noch wenig mit Italien anfangen. Ich kannte das Land einfach zu wenig… Das ist lustig, wenn ich daran denke, wie sehr ich Italien jetzt liebe und immer wieder gerne dahin reise.

Da meine liebe Suocera eine ganz formidable Wohnung im Tessin besitzt, haben der Signore und ich nun jederzeit die Gelegenheit von dort aus kurz über die Grenze zu hüpfen und Italien zu geniessen.

Solltet Ihr demnächst auch mal nach Como kommen, dann gibt es vier Dinge, die Ihr unbedingt tun müsst.

  1. Essen. Ja in Como gibt es eine riesige Auswahl echt guter Restaurants mit interessanten Gerichten, die frisch sind und herrlich schmecken.
  2. Einkaufen. Como ist ein Shoppingparadies. Ich habe während unserer Zeit in Italien in Florenz und auch in Rom besonders gerne in der Haushaltabteilung vom Coin eingekauft. Und auch sonst finde ich dieses Einkaufszentrum einfach sehr schön. Aber Ihr findet auch viele weitere, zauberhafte Läden in Como. Geht einfach auf Entdeckungstour und lasst Euch treiben.
  3. Kaffeetrinken auf der Dachterrasse. Was wäre eine italienische Stadt ohne Dachterassenkaffee. In Florenz liebe ich die Kaffees auf dem Kaufhaus la RInascente und in der alten Bibliothek «Oblate». In Como haben wir direkt gegenüber vom Dom auf dem Dach vom Kaufhaus Coin ein wunderbares Dachterassenkaffee gefunden. Und ja, in der Regel ist es dort sehr teuer etwas zu konsumieren. Aber für den atemberaubenden Ausblick kann man das auch einmal auf sich nehmen…
  4. Spaziergang am See. Der Comersee ist ein etwas wilder, wunderschöner See und sollte unbedingt mit einem Spaziergang entlang des Ufers entdeckt werden.

Ihr sehr, Como hat es uns angetan… Einfach, weil es einen Katzensprung von der Schweiz entfernt und trotzdem gefühlt schon richtig Italien ist.

Ich weiss, dass man nicht immer auf Reisen gehen kann und es manchmal auch einfach im Alltag aushalten muss. Wenn ich aber zwischendurch so wunderschöne Sachen erlebe, dann ertrage ich die schwereren Dinge, von denen ich Euch im letzten Beitrag berichtet habe, auch wieder besser.

Vielen Dank auch noch für alle Eure lieben Nachrichten dazu und Eure Anteilnahme. Dank Reha geht es Papa Pinella mittlerweile viel besser. Und auch ich konnte mich letzte Woche etwas erholen und Abstand gewinnen, da ich beruflich ins Südtirol durfte. Diese Zäsur hat mir sehr gutgetan. Ihr habt ja wohl gespürt, dass es mir nicht mehr wirklich gut ging. Von Meran werde ich Euch bald auch noch mehr erzählen. Ich habe einige schöne Geschichten gesammelt…

Nun wünsche ich Euch einen schönen und erholsamen Sonntag! Lasst es Euch gut gehen und tut Euch etwas Gutes!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Modena: Italien in Reinkultur und Gewinnerinnen…

Modena: Italien in Reinkultur und Gewinnerinnen…

Weil ich bei unseren letzten Italienreise so glücklich war und ein wirkliches Juwel entdeckt habe, will ich die Bilder davon und die Erinnerungen daran heute mit Euch teilen. Nach unserem Ausflug ins Land der Ferraris (hier habe ich darüber berichtet) sind wir weiter nach Modena gefahren. In Modena hatte ich das Gefühl Italien in seiner reinsten Form und Art zu erleben. Während Städte wie Venedig, Rom und leider auch Florenz doch arg touristisch sind, hatten wir den Eindruck, dass in Modena wirklich noch das Herz Italiens schlägt.

Der Signore und ich haben dann auch nicht viel mehr gemacht, als durch das Städtchen zu schlendern, wunderbare, heisse Schokolade zu trinken und die Gemütlichkeit und das Zusammensein zu geniessen. Solche Auszeiten tun einfach gut und da wir Italien sehr vermissen, geniessen wir sie umso mehr.

Wenn Ihr also wirklich einmal ein sehr authentisches Italien mit etwas weniger Touristen erleben wollt, dann fahrt nach Modena!

Und nun will ich Euch endlich die Gewinnerinnen der Verlosung, welche meine Sorella www.madamegaianna.blogspot.com und ich zusammen gemacht haben, bekannt geben. Es hat uns sehr gefreut, dass Ihr so fleissig kommentiert habt und gerne senden wir Euch das Überraschungspaket noch vor Weihnachten zu. Dazu müsst Ihr uns aber so schnell wie möglich Eure Adressen an mail@signorapinella.ch zukommen lassen.

Und die Gewinnerinnen sind (wir haben je drei Gewinnerinnen von Madame Gaianna und drei von meinem Blog ausgelost): Irene vom Blog www.mit-strich-und-faden.blogspot.ch, joys_favorite_things (über Instagram), Nicole von www.zauberpunkt.ch, Madlen Reusser, Bettina Eckmann und Eveline.

Eben, je schneller Ihr uns Eure Adressen schickt, umso schneller bekommt Ihr Post von uns!

Ich hoffe, dass Euch unser kleiner Ausflug gefallen hat und wünsche Euch einen guten Start in die letzte Woche vor Weihnachten!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Ein Ferrari für den Signore…

Ein Ferrari für den Signore…

Vor einer Woche ging für den Signore ein langersehnter Traum in Erfüllung. Er durfte in Maranello einen Nachmittag lang Ferrari fahren und war dabei einfach überglücklich. Die ganze Familie Pinella hatte für dieses Geschenk Geld zusammengelegt (anlässlich des Geburtstags vom Signore – es war ein halbrunder und da gibt es etwas mehr Geschenke), denn diese Vergnügen ist kostspielig. Anderseits habe ich den Signore schon lange nicht mehr so glücklich gesehen, wie in dem Moment, als er sich in den Ferrari gesetzt hat. Also war es das wert… Mein Liebster ist dann jedenfalls mit seinem Ferrari und einem Instruktor (er sah aus wie ein italienischer Skilehrer;) auf die Rennstrecke davongebraust und ich habe mir derweilen den Ferrarishop angesehen und einige Geschenke eingekauft. Einen richtigen Ferrari für den Signore konnte ich leider keinen mitnehmen. Das hätte mein Budget gesprengt und seien wir ehrlich, so schön die Autos sind, so unpraktisch sind sie auch.

Nach der Fahrt hat mich dann der Signore ins Ferrarimuseum begleitet und ich muss sagen, dass mich die Ausstellung sehr fasziniert hat. Bisher habe ich nicht gewusst, wie viel Handarbeit und Liebe in diese Autos bei der Produktentwicklung und der Produktion investiert wird. Zum Beispiel wird immer zuerst ein Modell aus Holz hergestellt, damit man die Proportionen sehen kann. Zusätzlich fasziniert mich die Lebensgeschichte von Firmengründer Enzo Ferrari sehr. Dazu gibt es einen sehr spannenden Film, den man sich in voller Länge auf YouTube ansehen kann. Ich verlinke ihn Euch hier.

Jedenfalls war diese kleine Auszeit in Italien soooo schön, dass ich Euch noch mehr darüber berichten will. Schliesslich ging es danach noch weiter nach Firenze… Obwohl es für mich vor vier Jahren so schwierig war dorthin zu ziehen, bin ich heute so glücklich und dankbar, dass wir diesen Schritt gewagt haben. Ich habe immer das Gefühl, dass es eine Pinella vor und eine Pinella nach Florenz gibt. Wer sich persönlich weiterentwickeln will, tut gut daran zu reisen oder vielleicht sogar einmal an einem anderen Ort zu leben.

In Florenz muss ich auch immer an Yase vom Blog www.alltagsaufhuebscher.blogspot.ch denken. Sie war ganz von Anfang an mit dabei und hat unsere Zeit in Florenz intensiv verfolgt und kommentiert. Daher ist sie auch mein Blogtipp von heute. Schaut unbedingt bei Yase vorbei. Sie ist wunderbar kreativ und immer bienenfleissig.

Und vergesst nicht die Sternenzauberverlosung hier und die Verlosung auf www.essenwiezuhause.ch Ihr könnt noch bis am Sonntag mitmachen und schöne Sachen gewinnen.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag und hoffe, dass vielleicht gerade heute auch ein Wunsch von Euch in Erfüllung geht, wie das dem Signore in Maranello passiert ist!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Zurück nach Italien – auf nach Tirano…

Zurück nach Italien – auf nach Tirano…

Am Wochenende sind der Signore und ich einfach so ins Engadin und nach Tirano in Italien abgehauen. Wir hatten mal wieder ein bisschen Abstand nötig und es war wundervoll Zeit miteinander zu verbringen,
ohne Verpflichtungen oder Termine zu haben. Der Signore sagte schon lange, dass er endlich wieder nach Italien möchte, weil ihm das Land so fehlt. Obwohl Tirano nur ein Katzensprung vom Engadin, wo wir übernachtet haben, entfernt ist, versprüht das hübsche Städtchen schon eine gehörige Portion Italianita.
Tirano ist sicher nicht der richtige Ort für grosse Shoppingtouren, aber er ist wundervoll zum Entspannen, Bummeln und Geniessen. Und es gibt alte Palazzi aus der ehemaligen Bündnerherrschaft und wirklich gute Weine zu entdecken (hier findet Ihr einige nützliche Informationen dazu).
Bereits als Kind war ich mehrmals in Tirano. Das letzte Mal im Klassenlager in der neunten Klasse – es scheint mir, dass das Lichtjahre her ist. Ich weiss noch, dass der Tag schrecklich verregnet und es unser einziges Ziel war, eine günstige Pizzeria in Bahnhofsnähe zu finden. Es ist schon unglaublich, wie man sich mit den Jahren so verändert… Heute weiss ich solche Orte definitiv besser zu schätzen;)
Zufälligerweise fanden wir in einem Hinterhof das Restaurant „Vineria“ (hier geht’s zur Internetseite). Dort assen wir toskanische Brotsuppe, unglaublich gute Pizzoccheri und einen Schaum aus Creme brulé, der mit einer herrlichen Zuckerkruste überzogen war.
Ich war zuerst etwas skeptisch, da das Restaurant nicht ganz so ordentlich wirkte. Überall standen leere Flaschen herum und alles schien etwas heruntergekommen. Als dann das Essen auf dem Tisch stand, waren wir sehr positiv überrascht. Es hat sich also ausbezahlt Vorurteile abzulegen.
Ich will jetzt unbedingt selber versuchen so leckere Pizzoccheri zu kochen. Bis ich herausgefunden habe, wie das geht, findet Ihr hier ein gutes Rezept. Wenn Ihr noch bessere Rezepte dafür kennt, freut es mich sehr, wenn Ihr sie mir in die Kommentare schreibt.
Wir fuhren übrigens vom Engadin mit dem Auto über den Berninapass nach Tirano. Das Städtchen ist von da aus aber auch sehr gut mit dem Zug zu erreichen.
Einmal mehr habe ich festgestellt, dass es nichts Besseres für Körper und Seele gibt, als das gewohnte Umfeld zu verlassen und sich einen anderen Wind um die Nase wehen zu lassen. Manchmal reicht auch schon ein Ausflug in eine andere Stadt oder ein Spaziergang am See. Einfach ein bisschen über den Tellerrand blicken – vielleicht auch nur virtuell. Daher hoffe ich, dass Ihr den Ausflug nach Tirano genossen habt und dass Ihr selber auch bald einmal dorthin reisen könnt!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Eine richtige Ribollita als Dankeschön…

Eine richtige Ribollita als Dankeschön…

Mögt Ihr die Stille am Sonntagmorgen auch so sehr wie ich? Alles ist ruhig hier, der Signore schweift noch durchs Traumland und sogar unsere lauten, italienischen Nachbarn geben keinen Mucks von sich – das ändert sich dann, wenn sie um zehn den Fernseher anstellen, um die Messe zu sehen. Jedenfalls habe ich nun wunderbar Zeit, um Euch endlich das Rezept für die „richtige“ Ribollita zu verraten. Denn diese Suppe ist die absolut perfekte Mahlzeit für kalte Novembertage.
Ich habe Euch ja bereits im Post über die orientalische Ribollita (hier geht’s zum Rezept) erzählt, dass ich diese Suppeneintöpfe mit den warmen Küchen und der ländlichen Atmosphäre der Toskana verbinde. Daher zeige ich Euch auch noch einige Bilder vom Weingut Le Filigare, über das ich hier und hier bereits geschrieben habe. So ist für mich die richtige Toskana, die mir in diesem Jahr in Italien sehr ans Herz gewachsen ist. Je näher der Abschied kommt und je mehr ich über alle die Dinge, die ich gesehen und erlebt habe, nachdenke, umso mehr realisiere ich, wie sehr mich die Zeit hier verändert hat. Es war bei Weitem nicht immer alles Frieden, Freude, Eierkuchen oder Dolce Vita. Oft kostete es mich einiges an Überwindung und auch Disziplin den Alltag in einem Land, das mir am Anfang noch sehr fremd war, zu bewältigen.
Gerade durch den Blog, als ich begonnen habe bewusst nach den schönen Dingen zu suchen, damit ich sie Euch zeigen kann, habe ich immer mehr das Schöne und Liebenswerte an Italien und den Menschen hier zu entdecken begonnen. Es ist eben immer eine Frage des Fokus. Sobald ich Negativität und Pessimismus abgelegt habe, hat sich mein Herz für Italien geöffnet. Mich freut es auch immer sehr, dass Ihr liebe Leserinnen und Leser mir so liebe Rückmeldungen zu meinen Posts gebt. Ihr glaubt gar nicht, was das einem bedeutet, wenn man den ganzen Tag alleine Zuhause im Büro sitzt und sich sonst mit niemandem austauschen kann.
Zum Dank hier nun das Rezept für die wundervolle (wenn man den Käse weg lässt komplett vegane) Ribollita.
Zutaten: 200 g weisse Bohnen, 100 Gramm Kichererbsen, 1 Zwiebel, 1 Karotte, 1 Stangensellerie, 1 grosse Kartoffel, 3 Esslöffel Tomatenpüree, 500 g Weisskohl, 5 Stücke Weissbrot, 100 Gramm geriebener Käse und 1 Liter Gemüse-Bouillon.
Zubereitung: Ich bereite die Ribollita gerne mit getrockneten Bohnen und Erbsen zu. Diese müssen aber über Nacht eingeweicht werden. Ihr könnt auch welche aus dem Glas verwenden, wenn Ihr nicht die Zeit habt, selber Kichererbsen und weisse Bohnen einzulegen. Diese werden dann zusammen mit allem, kleingeschnittenen Gemüse in Olivenöl angedünstet und mit der Gemüse-Bouillon abgelöscht. Danach noch das Tomatenpüree, etwas Salz und Pfeffer zugeben und alles für mindestens eine Stunde köcheln lassen. Das Besondere an der Ribollita ist ja, dass es keine Suppe, sondern eher ein Mus ist und dass man das Gemüse wirklich verkochen lässt. Wenn die Suppe diesen Zustand erreicht hat, wird das Brot in kleine Stücke geschnitten und darunter gemischt. Vor dem Servieren noch etwas Käse darunter ziehen und schon ist das Gericht fertig. Mir persönlich schmeckt die Ribollita am zweiten Tag, wenn sie nochmals aufgewärmt wurde (Ribollita bedeutet auch die Wiedergekochte) am besten.
Nun wünsche Ich Euch einen schönen und erholsamen Sonntag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

„Lingue di Suocera“ – oder warum Mütter (fast) Heilige sind…

„Lingue di Suocera“ – oder warum Mütter (fast) Heilige sind…

Heute habe ich ein Rezept für wahrhaft leckere Schwiegermutterzungen für Euch – ja die Dinger heissen hier in Italien so. Also eigentlich ist ihr Name „Lingue di Suocera“. Für kreative Namensgebungen sind die Italiener ja sozusagen Spezialisten. Ich mag das.
Die Schwiegermütter an und für sich sind ohnehin immer wieder ein Thema. Mir wurde bereits etliche Male erklärt, dass jede Schwiegertochter in den Augen der Schwiegermutter eine Diebin sei und der Familie den Sohn wegnehme. Auch sonst scheint in der italienischen Gesellschaft keine Figur so wichtig zu sein wie die Mama. Während man sich über die Schwiegermama eher lustig macht – es gibt hier auch wirklich leckere Nüsse im Zuckermantel zu kaufen, die „Adormentare Suocera“ heissen (die Idee ist, dass die jungen Männer ihren Schwiegermüttern solche Nüsse beim Besuch ihrer Angebeteten mitbringen, die zukünftige Schwiegermutter vom Zucker müde wird und einschläft und das Liebespaar ein paar ungestörte Stunden miteinander verbringen kann) – ist die Mama schon fast eine Heilige.
Ich backe seit vielen Jahren Schwiegermutterzungen. Einfach weil sie zusammen mit Oliven gut zu einem Glas Wein passen. Letzte Woche kam die liebe Gabriela vom Blog GwieGabriela (hier geht’s zu ihrem Blog) zu einem Glas Wein vorbei und da habe ich eben für sie „Lingue di Suocera“ gebacken. Wir haben den ganzen Abend lang gequatscht und waren uns ziemlich schnell einig, dass das „Schwiegermutter-Phänomen“ durchaus universell sei und sich bei Weitem nicht nur auf Italien beschränke.
Wenn ich dann Mamas wie beispielsweise Gabriela sehe (schaut Euch z.B. einmal auf ihrem Blog an, wie liebevoll sie ihren Kindern jeweils einen Geburtstagstisch vorbereitet), wird mir dann wieder bewusst, was Mütter
alles für ihre Kinder auf sich nehmen und warum es vielleicht gar nicht so einfach ist, die Kleinen dann einmal ziehen zu lassen. Der Schlaf kommt zu kurz und die Freizeit auch und sowieso wird man als Mama wohl herzlich wenig nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen gefragt. Und trotzdem geben sie jeden Tag ihr Bestes für diese kleinen Wesen. Vielleicht kommt die Idee, dass die Mama eine Heilige sei nicht ganz von ungefähr. Die Mütter in meinem Umfeld hätten alle mindestens einen Orden für ihre Arbeit, jeden Tag einen grossen Strauss Rosen oder zumindest ab und zu ein Glas Wein und Schwiegermutterzungen dazu verdient.
Meine Mama (auch eine dieser Ordensträgerinnen) hat mir als Kind übrigens immer die Geschichte von Ruth und Noemi vorgelesen. Sie waren Schwiegertochter und Schwiegermutter und standen sich sehr nahe. Es gibt eben auch Beispiele von sehr harmonischen Beziehungen zwischen der Mama und der Frau des Sohnes.
Und eines muss man den „Lingue di Suocera“ lassen – auch wenn sie aussehen wie überdimensionierte Plapperzungen, schmecken sie einfach hervorragend. Daher habe ich hier das Rezept für Euch:
Zutaten
200 Gramm Mehl, 1dl Wasser, 7 Gramm Trockenhefe, 3 Esslöffel Olivenöl, 1 Kaffeelöffel Salz und grobes Meersalz zum Bestreuen des Teiges
Zuerst wird aus dem Mehl, der Hefe, dem Salz, dem Öl und dem Wasser ein glatter Teig geknetet. Diesen mindestens eine Stunde lang zugedeckt ruhen lassen. Dann den Teig zerschneiden und mit dem Wallholz zu langgezogenen Fladen ausrollen, diese mit dem grobkörnigen Meersalz bestreuen und etwa für 20 Minuten bei 180 Grad backen (sie sollten nach dem Backen richtig knusprig
sein).
Optional können die „Lingue di Suocera“ auch mit Rosmarin, Pfeffer, Knoblauch oder anderen Gewürzen bestreut werden.
Nun wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende. Und besonders den Müttern ein paar entspannte Stunden ganz für sich alleine und den Schwiegermüttern und Schwiegertöchtern viele gute Gespräche und gegenseitige
Dankbarkeit!
Das gilt übrigens auch für die Väter, Schwiegerväter und Schwiegersöhne da Draussen!
Herzlichst, Eure Signora Pinella