Ein Tag am Meer Edition 2019…

Ein Tag am Meer Edition 2019…

Den heutigen Blogbeitrag möchte ich in einer etwas anderen Form verfassen. Ich richten ihn nicht nur an Euch liebe, virtuelle Amici, sondern auch an Cheyenne-Joy. Wenn ihr sie nicht kennt, macht das gar nichts. Ich kenne sie auch noch nicht und vielleicht heisst sie einmal auch völlig anders und vielleicht, was auch gut sein könnte, kann ich mir ihren Namen nie merken, wenn ich sie denn kennen lerne. Also: Cheyenne-Joy wird einmal unsere Pflegerin im Altersheim sein. So sagt zumindest der Signore. Oft, wenn wir gewisse Dinge erleben, sagt er, dass das so dermassen legendär sei, dass er dann einmal Cheyenne-Joy davon erzählen müsse. So viel also zur Einführung und zu den Plänen und vor allem zum Humor vom Signore…

Also…

Liebe Cheyenne-Joy,

weisst Du, wenn man jung ist, muss man auch mal etwas Verrücktes tun. Besonders dann, wenn es Dinge sind, die vielleicht völlig unnötig sind, von denen man aber trotzdem weiss, dass die Erinnerung daran immer wie ein Schatz im Herzen bleiben wird.

 

Darum haben der Signore und ich auch einmal recht spontan entschieden ein Zugticket zu kaufen und für ein Wochenende in unsere alte Heimat Florenz zu fahren. Das wäre ja eigentlich nicht so wahnsinnig verrückt. Aber dort angekommen hatten wir doch tatsächlich die Idee, einfach so zur Freude einen Fiat 500 Cabriolet zu mieten und damit zum Baden ans Meer zu fahren. Für andere mag das nicht so revolutionär klingen. Aber für uns, die wir die Arbeit zu oft über alles stellen, war der Gedanke, dass wir am Montag im Büro denken konnten, dass wir am Wochenende, einfach so zum Baden von der Schweiz ans Meer gefahren sind (und das erst noch in einem wuuuunderschönen Fiat 500) unglaublich revolutionär.

 

Wie haben wir gelacht und uns gefreut, als wir in diesem hübschen, dunkelblauen Gefährt gesessen sind (ich habe vor lauter Glück sogar ein paar Tränen verdrückt). Der liebe Signore wurde dabei sogar richtiggehend philosophisch und erklärte mir, dass dieses Auto eines der ganz grossen Geheimnisse der Italiener beinhalte. Denn sie würden vielleicht nicht die qualitativ besten Autos bauen. «Aber die Autos der Italiener wecken Emotionen», sagte der Signore ganz überzeugt zu mir. Und ja, das stimmt. Vielleicht ist es sowieso das, was uns am Leben in Italien so gefällt: Die Emotionen. Was nützt alle Pünktlichkeit und alle Leistung, wenn man darüber die Freude und das Glück oder vielleicht auch mal die Wut, die Trauer oder ganz einfach das Leben vergisst?

 

Das Leben ist so viel mehr als Arbeit und Alltagstrott… Vergiss das nie liebe Cheyenne-Joy (und vergesst auch Ihr das nicht liebe Amici und vor allem auch Du nicht mein lieber, herzensguter, bienenfleissiger Signore)!

 

Herzlichst, Deine/Eure Signora Pinella

P.S. Noch eine Anmerkung zum Schluss: Der Signore und ich waren ja im Mai bereits eine Woche in Florenz. Da er unmittelbar vor dieser Reise ein Aufgebot für seine sogenannte «Probevorlesung» erhielt (dabei geht es darum, dass von der Universität her geprüft wird, ob man jemandem, in dem Fall den Signore, auf Studenten loslassen und ihm den Titel Privatdozent verleihen will), war die Zeit , welche zum Teil auch als Ferien geplant gewesen war (der Signore musste tatsächlich auch noch an einem Kongress teilnehmen), einfach nur schrecklich stressig und null erholsam. Daher haben wir das nun nachgeholt. Denn allen Titeln zum Trotz (und glaubt mir, ich bin wahnsinnig stolz auf meinen cleveren, liebenswerten Marito), sind wir alle am Ende des Tages menschliche Wesen mit Ecken und Kanten, Träumen und Wünschen und vor allem ganz vielen Emotionen. Genau gleich wie die italienischen Autos…;)

Und noch ein weiteres P.S.: Warum dieser Tag am Meer für uns so von grosser Bedeutung war, könnt Ihr vielleicht erst ganz erfassen, wenn Ihr diesen Beitrag hier lest, den ich vor über fünf Jahren über den gleichen Ort geschrieben habe…

Verborgene Schätze…

Verborgene Schätze…

Heute nehme ich Euch mit an einen besonderen Ort, der mir sehr am Herzen liegt: In die Biblioteca delle Oblate in Florenz. Diese Bibliothek, die früher einmal von den Ordensschwestern bewohnt wurden, welche die Kranken im Spital Santa Maria Nuova gepflegt haben, ist für mich innerhalb der Stadt Florenz eine Zuflucht, wo ich Ruhe finde und mich besinnen kann. Denn so sehr ich das Gewusel und das Leben auf den Strassen liebe, so sehr brauche ich ab und zu auch eine kleine Auszeit.

Dass sich an diesem Ort auch noch eine wunderbare Bibliothek und ein Kaffee mit Ausblick auf den Dom befindet, macht das Ganze irgendwie vollkommen. Stille, Bücher und Kaffee an einem Ort. Was will man mehr?

Als der Signore und ich im Mai eine Woche in Florenz waren, der Signore musste an einen Kongress und ich durfte ihn begleiten, hatte ich endlich mal wieder Zeit für einen Besuch in der Oblate (sowieso war diese Woche so ein richtiges Florenz-Revival, bei dem wir viele Freunde getroffen, noch mehr gegessen und einfach eine schöne Zeit hatten). Dabei fiel mir ein, dass ich Euch nie davon erzählt habe. Vielleicht auch, weil ich diesen geheimen Lieblingsplatz eben für mich behalten wollte (obwohl so geheim ist er auch wieder nicht, denn er wird unter anderem von vielen, eifrigen Studenten bevölkert).

Diese Orte der Stille sind für mich aber wirklich sehr wertvoll. Anderseits glaube ich, dass wir die Stille auch immer wieder in uns selber finden müssen. Egal wie laut es um uns herum ist…

Ich hatte gerade diese Woche so einige Momente, in denen ich nicht nur einige meiner Mitmenschen, sondern auch mich selber gar nicht mehr mochte… Wenn es mir zu viel wird und mir Menschen zu nahekommen, dann wünschte ich mir oft, einfach mal ein paar Wochen in Klausur zu gehen und dem Lärm draussen Lebewohl zu sagen. Kennt Ihr dieses Gefühl auch?

Wenn es mir dann aber gelingt, einen Gang runter zu schalten, mir gut zuzureden, dann reicht das meist schon aus und der Eintritt ins Kloster erübrigt sich;) Denn genau um das geht es doch im Leben auch, dass man sich eingestehen kann, wenn etwas nicht stimmt (oder wenn man sich, wie das in letzter Zeit bei mir der Fall war, zu viel zugemutet hat), einen Ort der Stille sucht, sich seine Gedanken macht und dann wieder weitergeht. Wenn ich an unsere Zeit vor fünf Jahren in Florenz denke, merke ich, wie viel besser mir das heute gelingt. Ich erkenne besser, wann es mir zu viel wird, was mir nicht gut tut und vor allem wann ich etwas ändern muss.

Passend dazu möchte ich mit Euch einen weiteren Schatz teilen, den ich kürzlich gefunden habe. Ich habe Euch ja schon des Öfteren erzählt, dass ich wahnsinnig gerne Youtube-Videos gucke. Während es in der virtuellen Welt viel Schrott gibt, gibt es auch wahnsinnig wertvolle Dinge. So habe ich ein Video mit einer Atemmeditation gefunden, die mich zutiefst berührt hat (also ehrlich gesagt habe ich Rotz und Wasser geheult, als ich sie zum ersten Mal gemacht habe). In dieser Meditation geht es um folgende drei Sätze: «Ich tue genug, ich habe genug, ich bin genug.» Denn oftmals, wenn ich eine Grummel-Pinella bin, bin ich das auch deshalb, weil ich mich und meine Leistungen in Frage stelle und überzeugt bin, nicht zu genügen. Und wenn ich solche Gedanken habe, bin ich überzeugt, dass es auch vielen von Euch da draussen ab und zu so geht. Darum verlinke ich Euch hier auch diese wundervolle Meditation.

Und vielleicht braucht es das auch ab und zu, dass man auf sich zurückgeworfen und gezwungen wird, die Stille zu suchen und sich so seine Gedanken zu machen. Denn genau in diesen Situationen finde ich meist verborgene Schätze und begreife, um was es in meinem Leben wirklich gehen oder was ich ändern sollte…

So ging es mir übrigens damals auch mit der Oblate, die ich auf meiner Suche nach einem Ort der Ruhe in Florenz entdeckt habe, weil mir das Leben in Italien am Anfang so schwer fiel, mir alles zu laut war und ich meine Mitmenschen und mich manchmal nicht wirklich mochte… Offenbar wiederholen sich manche Geschichten immer mal wieder. Und die treuen Leserinnen und Leser von Euch können sich ja sicher noch gut daran erinnern, wie ich plötzlich begonnen habe auch in dieser Situation zu funktionieren, über mich hinaus zu wachsen und verborgene Schätze zu entdecken.

In dem Sinne wünsche ich Euch und mir immer wieder Orte der Stille und der Erkenntnis, aus denen heraus Neues entstehen kann!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. ich möchte mich noch vielmals bei Euch für die vielen, lieben Kommentare zum letzten Beitrag über die Babyshower für meine Sorella bedanken (ich verlinke Euch den Beitrag hier nochmals)! Gerade auch Eure Gedanken zum Mama-Sein bzw. Werden haben mich enorm berührt und ermutigt. Sowieso freue ich mich immer riesig, wenn Ihr mir schreibt, was ihr so denkt und erlebt. Das gibt mir enorm viel und ist, so glaube ich zumindest, auch für andere Leserinnen und Leser enorm wertvoll und wichtig!

Warum nicht öfter Como…

Warum nicht öfter Como…

…diese Frage hat den Signore und mich schwer beschäftigt, als wir kürzlich nach Jahren endlich wieder mal nach Como gefahren sind. Mit Como ist das nämlich eine interessante Geschichte. Unser allererster, grösserer, gemeinsamer Ausflug hat uns molti anni fa (also vor elf Jahren, als wir noch jung waren und wenig von der Welt gesehen hatten) nach Como geführt. Damals konnte gerade ich noch wenig mit Italien anfangen. Ich kannte das Land einfach zu wenig… Das ist lustig, wenn ich daran denke, wie sehr ich Italien jetzt liebe und immer wieder gerne dahin reise.

Da meine liebe Suocera eine ganz formidable Wohnung im Tessin besitzt, haben der Signore und ich nun jederzeit die Gelegenheit von dort aus kurz über die Grenze zu hüpfen und Italien zu geniessen.

Solltet Ihr demnächst auch mal nach Como kommen, dann gibt es vier Dinge, die Ihr unbedingt tun müsst.

  1. Essen. Ja in Como gibt es eine riesige Auswahl echt guter Restaurants mit interessanten Gerichten, die frisch sind und herrlich schmecken.
  2. Einkaufen. Como ist ein Shoppingparadies. Ich habe während unserer Zeit in Italien in Florenz und auch in Rom besonders gerne in der Haushaltabteilung vom Coin eingekauft. Und auch sonst finde ich dieses Einkaufszentrum einfach sehr schön. Aber Ihr findet auch viele weitere, zauberhafte Läden in Como. Geht einfach auf Entdeckungstour und lasst Euch treiben.
  3. Kaffeetrinken auf der Dachterrasse. Was wäre eine italienische Stadt ohne Dachterassenkaffee. In Florenz liebe ich die Kaffees auf dem Kaufhaus la RInascente und in der alten Bibliothek «Oblate». In Como haben wir direkt gegenüber vom Dom auf dem Dach vom Kaufhaus Coin ein wunderbares Dachterassenkaffee gefunden. Und ja, in der Regel ist es dort sehr teuer etwas zu konsumieren. Aber für den atemberaubenden Ausblick kann man das auch einmal auf sich nehmen…
  4. Spaziergang am See. Der Comersee ist ein etwas wilder, wunderschöner See und sollte unbedingt mit einem Spaziergang entlang des Ufers entdeckt werden.

Ihr sehr, Como hat es uns angetan… Einfach, weil es einen Katzensprung von der Schweiz entfernt und trotzdem gefühlt schon richtig Italien ist.

Ich weiss, dass man nicht immer auf Reisen gehen kann und es manchmal auch einfach im Alltag aushalten muss. Wenn ich aber zwischendurch so wunderschöne Sachen erlebe, dann ertrage ich die schwereren Dinge, von denen ich Euch im letzten Beitrag berichtet habe, auch wieder besser.

Vielen Dank auch noch für alle Eure lieben Nachrichten dazu und Eure Anteilnahme. Dank Reha geht es Papa Pinella mittlerweile viel besser. Und auch ich konnte mich letzte Woche etwas erholen und Abstand gewinnen, da ich beruflich ins Südtirol durfte. Diese Zäsur hat mir sehr gutgetan. Ihr habt ja wohl gespürt, dass es mir nicht mehr wirklich gut ging. Von Meran werde ich Euch bald auch noch mehr erzählen. Ich habe einige schöne Geschichten gesammelt…

Nun wünsche ich Euch einen schönen und erholsamen Sonntag! Lasst es Euch gut gehen und tut Euch etwas Gutes!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Modena: Italien in Reinkultur und Gewinnerinnen…

Modena: Italien in Reinkultur und Gewinnerinnen…

Weil ich bei unseren letzten Italienreise so glücklich war und ein wirkliches Juwel entdeckt habe, will ich die Bilder davon und die Erinnerungen daran heute mit Euch teilen. Nach unserem Ausflug ins Land der Ferraris (hier habe ich darüber berichtet) sind wir weiter nach Modena gefahren. In Modena hatte ich das Gefühl Italien in seiner reinsten Form und Art zu erleben. Während Städte wie Venedig, Rom und leider auch Florenz doch arg touristisch sind, hatten wir den Eindruck, dass in Modena wirklich noch das Herz Italiens schlägt.

Der Signore und ich haben dann auch nicht viel mehr gemacht, als durch das Städtchen zu schlendern, wunderbare, heisse Schokolade zu trinken und die Gemütlichkeit und das Zusammensein zu geniessen. Solche Auszeiten tun einfach gut und da wir Italien sehr vermissen, geniessen wir sie umso mehr.

Wenn Ihr also wirklich einmal ein sehr authentisches Italien mit etwas weniger Touristen erleben wollt, dann fahrt nach Modena!

Und nun will ich Euch endlich die Gewinnerinnen der Verlosung, welche meine Sorella www.madamegaianna.blogspot.com und ich zusammen gemacht haben, bekannt geben. Es hat uns sehr gefreut, dass Ihr so fleissig kommentiert habt und gerne senden wir Euch das Überraschungspaket noch vor Weihnachten zu. Dazu müsst Ihr uns aber so schnell wie möglich Eure Adressen an mail@signorapinella.ch zukommen lassen.

Und die Gewinnerinnen sind (wir haben je drei Gewinnerinnen von Madame Gaianna und drei von meinem Blog ausgelost): Irene vom Blog www.mit-strich-und-faden.blogspot.ch, joys_favorite_things (über Instagram), Nicole von www.zauberpunkt.ch, Madlen Reusser, Bettina Eckmann und Eveline.

Eben, je schneller Ihr uns Eure Adressen schickt, umso schneller bekommt Ihr Post von uns!

Ich hoffe, dass Euch unser kleiner Ausflug gefallen hat und wünsche Euch einen guten Start in die letzte Woche vor Weihnachten!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Ein Ferrari für den Signore…

Ein Ferrari für den Signore…

Vor einer Woche ging für den Signore ein langersehnter Traum in Erfüllung. Er durfte in Maranello einen Nachmittag lang Ferrari fahren und war dabei einfach überglücklich. Die ganze Familie Pinella hatte für dieses Geschenk Geld zusammengelegt (anlässlich des Geburtstags vom Signore – es war ein halbrunder und da gibt es etwas mehr Geschenke), denn diese Vergnügen ist kostspielig. Anderseits habe ich den Signore schon lange nicht mehr so glücklich gesehen, wie in dem Moment, als er sich in den Ferrari gesetzt hat. Also war es das wert… Mein Liebster ist dann jedenfalls mit seinem Ferrari und einem Instruktor (er sah aus wie ein italienischer Skilehrer;) auf die Rennstrecke davongebraust und ich habe mir derweilen den Ferrarishop angesehen und einige Geschenke eingekauft. Einen richtigen Ferrari für den Signore konnte ich leider keinen mitnehmen. Das hätte mein Budget gesprengt und seien wir ehrlich, so schön die Autos sind, so unpraktisch sind sie auch.

Nach der Fahrt hat mich dann der Signore ins Ferrarimuseum begleitet und ich muss sagen, dass mich die Ausstellung sehr fasziniert hat. Bisher habe ich nicht gewusst, wie viel Handarbeit und Liebe in diese Autos bei der Produktentwicklung und der Produktion investiert wird. Zum Beispiel wird immer zuerst ein Modell aus Holz hergestellt, damit man die Proportionen sehen kann. Zusätzlich fasziniert mich die Lebensgeschichte von Firmengründer Enzo Ferrari sehr. Dazu gibt es einen sehr spannenden Film, den man sich in voller Länge auf YouTube ansehen kann. Ich verlinke ihn Euch hier.

Jedenfalls war diese kleine Auszeit in Italien soooo schön, dass ich Euch noch mehr darüber berichten will. Schliesslich ging es danach noch weiter nach Firenze… Obwohl es für mich vor vier Jahren so schwierig war dorthin zu ziehen, bin ich heute so glücklich und dankbar, dass wir diesen Schritt gewagt haben. Ich habe immer das Gefühl, dass es eine Pinella vor und eine Pinella nach Florenz gibt. Wer sich persönlich weiterentwickeln will, tut gut daran zu reisen oder vielleicht sogar einmal an einem anderen Ort zu leben.

In Florenz muss ich auch immer an Yase vom Blog www.alltagsaufhuebscher.blogspot.ch denken. Sie war ganz von Anfang an mit dabei und hat unsere Zeit in Florenz intensiv verfolgt und kommentiert. Daher ist sie auch mein Blogtipp von heute. Schaut unbedingt bei Yase vorbei. Sie ist wunderbar kreativ und immer bienenfleissig.

Und vergesst nicht die Sternenzauberverlosung hier und die Verlosung auf www.essenwiezuhause.ch Ihr könnt noch bis am Sonntag mitmachen und schöne Sachen gewinnen.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag und hoffe, dass vielleicht gerade heute auch ein Wunsch von Euch in Erfüllung geht, wie das dem Signore in Maranello passiert ist!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Zurück nach Italien – auf nach Tirano…

Zurück nach Italien – auf nach Tirano…

Am Wochenende sind der Signore und ich einfach so ins Engadin und nach Tirano in Italien abgehauen. Wir hatten mal wieder ein bisschen Abstand nötig und es war wundervoll Zeit miteinander zu verbringen,
ohne Verpflichtungen oder Termine zu haben. Der Signore sagte schon lange, dass er endlich wieder nach Italien möchte, weil ihm das Land so fehlt. Obwohl Tirano nur ein Katzensprung vom Engadin, wo wir übernachtet haben, entfernt ist, versprüht das hübsche Städtchen schon eine gehörige Portion Italianita.
Tirano ist sicher nicht der richtige Ort für grosse Shoppingtouren, aber er ist wundervoll zum Entspannen, Bummeln und Geniessen. Und es gibt alte Palazzi aus der ehemaligen Bündnerherrschaft und wirklich gute Weine zu entdecken (hier findet Ihr einige nützliche Informationen dazu).
Bereits als Kind war ich mehrmals in Tirano. Das letzte Mal im Klassenlager in der neunten Klasse – es scheint mir, dass das Lichtjahre her ist. Ich weiss noch, dass der Tag schrecklich verregnet und es unser einziges Ziel war, eine günstige Pizzeria in Bahnhofsnähe zu finden. Es ist schon unglaublich, wie man sich mit den Jahren so verändert… Heute weiss ich solche Orte definitiv besser zu schätzen;)
Zufälligerweise fanden wir in einem Hinterhof das Restaurant „Vineria“ (hier geht’s zur Internetseite). Dort assen wir toskanische Brotsuppe, unglaublich gute Pizzoccheri und einen Schaum aus Creme brulé, der mit einer herrlichen Zuckerkruste überzogen war.
Ich war zuerst etwas skeptisch, da das Restaurant nicht ganz so ordentlich wirkte. Überall standen leere Flaschen herum und alles schien etwas heruntergekommen. Als dann das Essen auf dem Tisch stand, waren wir sehr positiv überrascht. Es hat sich also ausbezahlt Vorurteile abzulegen.
Ich will jetzt unbedingt selber versuchen so leckere Pizzoccheri zu kochen. Bis ich herausgefunden habe, wie das geht, findet Ihr hier ein gutes Rezept. Wenn Ihr noch bessere Rezepte dafür kennt, freut es mich sehr, wenn Ihr sie mir in die Kommentare schreibt.
Wir fuhren übrigens vom Engadin mit dem Auto über den Berninapass nach Tirano. Das Städtchen ist von da aus aber auch sehr gut mit dem Zug zu erreichen.
Einmal mehr habe ich festgestellt, dass es nichts Besseres für Körper und Seele gibt, als das gewohnte Umfeld zu verlassen und sich einen anderen Wind um die Nase wehen zu lassen. Manchmal reicht auch schon ein Ausflug in eine andere Stadt oder ein Spaziergang am See. Einfach ein bisschen über den Tellerrand blicken – vielleicht auch nur virtuell. Daher hoffe ich, dass Ihr den Ausflug nach Tirano genossen habt und dass Ihr selber auch bald einmal dorthin reisen könnt!
Herzlichst, Eure Signora Pinella