Ein riesiger Adventkranz, Schneesterne und ein dankbares Herz…

Ein riesiger Adventkranz, Schneesterne und ein dankbares Herz…

Zuhause bei Pinella

Jedes Jahr schreibe ich kurz vor Weihnachten oder oft auch an Weihnachten selbst nochmals einen Blogpost. Alte Traditionen soll man ja bekanntlich aufrechterhalten. Und weil ich heute grad gäbig Zeit habe, schreibe ich diesen Weihnachtsblogpost halt schon heute.

Die Bilder dazu wollte ich Euch ja eigentlich schon anfangs Dezember zeigen. Dann ist aber so viel passiert, ich bin nach Florenz gereist und habe den Webshop eröffnet und dann fehlte mir einfach die Zeit. Trotzdem möchte ich Euch heute noch die Bilder von einer kleinen Weihnachtsbastelei – die übrigens auch noch gut zum Rest des Winters passt – zeigen. Und dann habe ich natürlich auch noch Bilder von meinem riiiiiiiesigen Adventskranz für Euch (auf Instagram habe ich bereits erzählt, dass da etwas ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist;). 

Bevor wir zur Deko kommen, möchte ich aber kurz noch etwas zu meiner Weihnachtszeit sagen. Dazu muss ich etwas ausholen und zuerst noch etwas zu meinem Weihnachtspost sagen, den ich vor vier Jahren geschrieben habe. Damals erhielt ich von einer lieben, treuen Leserin die Rückmeldung, dass sie den Eindruck habe, dass es mir nicht gut gehe und ich etwas traurig sei. Ich war zuerst total überrascht über diese Aussage. Dann dachte ich aber darüber nach und stellte fest, dass sie genau richtig lag damit. Mir ging es damals wirklich nicht gut. Ich befand mich beruflich in einem regelrecht toxischen Umfeld, ich hatte verschiedene «Freundschaften», in denen ich lieblos behandelt wurde, und ich fühlte mich einfach unsagbar einsam. Jedenfalls war das ein richtiger Tiefpunkt. Seither musste ich an jedem Weihnachtsfest an diese Zeit denken. Aber wisst Ihr was: Seither bin ich auch an jedem Weihnachtsfest etwas glücklicher und zufriedener. So viel hat sich zum Positiven gewendet und neue Türen sind aufgegangen. Und für das bin ich so dankbar. 

Dazu muss ich aber auch sagen, dass mir die Dinge nicht einfach in den Schoss gefallen sind. Ich habe mir Menschen gesucht, die mich unterstützt haben und ich habe mich damit auseinandergesetzt, was schiefläuft. Und glaubt mir, dort zu drücken, wo es weh tut, ist nicht sehr angenehm. Ich weiss, dass Widrigkeiten zum Leben dazu gehören und auch ich gerate immer mal wieder in Situationen, die ich nicht toll finde. Aber ich habe gerade durch diese Erfahrungen gelernt, wie ich besser damit umgehen und gut zu mir selbst schauen kann. 

Darum ist das heute meine kleine Weihnachtsgeschichte für Euch. Gerade dann, wenn es Euch vielleicht nicht gut geht und Ihr in einer Situation steckt, die ausweglos wirkt. Glaubt mir, ich war auch schon an diesem Punkt in meinem Leben, an dem alles rabenschwarz aussah. In dem Zusammenhang habe ich mit grossem Interesse die Bücher von Viktor Frankl gelesen. Frankl war Psychologe und Jude und wurde wegen Letzterem während dem Zweiten Weltkrieg in ein Konzentrationslager deportier. Er hat seine gesamte Familie verloren. Trotzdem schrieb er schon kurz nach dem Krieg sein Buch «…trotzdem Ja zum Leben sagen», in dem er über die Zeit im Lager berichtet. Frankl hat nicht nur in diesem Buch, sondern auch in späteren Schriften sehr viel über den Sinn des Lebens geschrieben. Sein Fazit war grob gesagt, dass einerseits Versöhnung sehr wichtig sei und man anderseits immer wissen müsse, warum und für was man lebe. Dieses Wissen würde dabei helfen, auch ganz schlimme Dinge zu überleben. 

Ich habe ausgehend von diesen Gedanken angefangen, nicht nur mich, sondern auch mein Umfeld zu beobachten. Dabei habe ich festgestellt, dass ich diese Menschen als sehr angenehm empfinde, die einerseits Visionen, Ideen und Ziele haben und die anderseits mit sich ausgesöhnt oder zumindest ehrlich zu sich und zu anderen sind, was ihre Defizite anbelangt. Wenn es uns gelingt, uns selber mit Humor und Liebe zu begegnen und einen eigenen, kleinen Garten für unsere Seele anzulegen, den wir mit Liebe füllen (bei mir bedeutet das, dass ich mir immer wieder Zeit für kreative Projekte nehme), dann glaube ich, kommen wir mit uns und damit hoffentlich auch mit den Menschen um uns herum ins Reine. Zufriedenheit und Dankbarkeit beginnt im eigenen Herzen und kann von uns von keinem anderen Menschen gegeben werden, wenn wir es nicht in uns finden. 

Und damit möchte ich den Bogen schliessen und eben doch noch was zu meinen zwei Advents-Deko-Projekten sagen, die mich beide sehr glücklich gemacht haben. Zuerst also zum Mobile mit den Schneesternen. Ich habe diese hübschen Papierschneesterne im Søstrene Grene gefunden und wusste sofort, dass ich daraus ein Schneestern-Mobile basteln will. Dazu habe ich die Sterne einfach zusammengeklebt und mit einem feinen Faden an einem goldenen Reifen befestigt. Das hat zwar ein bisschen Geschick erfordert, aber mit dem Ergebnis bin ich nun super zufrieden. 

Das Zweite Grossprojekt – anders kann man das nicht sagen – war dann mein Adventskranz. Ich wollte dieses Jahr erstens einen Kranz stecken, damit er länger frisch bleibt und wollte zweitens unbedingt 24 Kerzen (also vier grosse und 20 kleine Kerzen) darauf befestigen. Denn ich habe mich vor der Weihnachtszeit etwas mit dem Thema Adventskranz auseinandergesetzt und habe dann eben gelesen, dass der erste Adventskranz aus 24 Kerzen bestanden hat. Offenbar hatte damals ein Pfarrer in einem Kinderheim 24 Kerzen aufgestellt und jeden Tag eine weitere angezündet, um den ungeduldigen Kindern zu zeigen, wie lange es noch bis Weihnachten dauert. Diese Idee finde ich übrigens ganz zauberhaft und darum wollte ich einen grossen Kranz mit 24 Kerzen. Die Produktion war dann übrigens gar nicht so aufwändig, da ich ihn eben gesteckt und nicht gebunden habe. Aber eben, er wurde einfach riesig und alle unsere Besucher staunen immer über die Grösse dieses Kranzes. Wenn ich ihnen dann aber die Geschichte dazu erzählen, finden sie die Idee mit den 24 Kerzen auch schön. 

So, jetzt habe ich viel geschrieben. Aber manchmal ist man halt einfach im Flow und dann soll man es ja bekanntlich fliessen lassen;) 

Ich habe aber fest geplant, mich im alten Jahr nochmals zu melden, da ich Euch noch meinen letzten Beitrag zu unserer Schwedenreise schulde und dieser Beitrag eigentlich noch ins alte Jahr gehört! 

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest! Ich danke Euch, dass Ihr immer treu mitlest, Eure Gedanken mit mir teilt und vor allem auch so super auf meinen Webshop reagiert habt! 

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Liebe ist…

Liebe ist…

Zuhause bei Pinella

Kennt Ihr dieses „Liebe ist…“-Paar auch noch? Das sind zwei gezeichnete, meiner Erinnerung nach nackte, Figürchen, zu denen jeweils ein Text steht, der mit „Liebe ist…“ beginnt und dann kommt irgend ein Beispiel dafür, was Liebe ist. Wenn ich diese Satz vervollständigen müsste, würde ich definitiv sagen „Liebe ist… wenn einem der Marito einen Plattenspieler schenkt“. Ich weiss, eigentlich sollte da etwas ganz Romantisches stehen, wie „Liebe ist… wenn er mich auch mit all meinen Fehlern liebt“ oder so. Tja, da der Signore sehr ein toleranter und im Gegensatz zu mir ein unglaublich geduldiger Mensch ist, macht er das irgendwie schon jeden Tag.

Daher zurück zum Plattenspieler. Ich liege dem Signore seit Jahren damit in den Ohren, dass ich gerne einen Plattenspieler hätte. Ich habe es schon als Kind geliebt, Platten zu hören. Vor etwas mehr als einem Monat hatte ich Geburtstag und da hat mir der Signore diesen Wunsch nun erfüllt. Und nicht irgendwie so… Nein, er hat sehr lange recherchiert und sich ganz viele Gedanken dazu gemacht, welches Modell dann schlussendlich wirklich auch perfekt zu mir passen würde. Und als ich am Abend vor meinem Geburtstag spät, ziemlich müde und ehrlich gesagt auch sehr traurig heim kam (es war damals grad allesamt ein doofer Tag gewesen), hat mich der Signore nicht nur mit einer echt leckeren Erdbeertorte, sondern eben auch noch mit dem Plattenspieler überrascht.

Zum Glück hat Babbo Pinella eine riesige Plattensammlung, aus der ich mich nun nach Lust und Laune bedienen kann und ich habe auch noch etliche Platten zum Geburtstag geschenkt bekommen (der Signore hat ganze Arbeit geleistet und hat Familie und Freund instruiert, mir Platten zu schenken).

Und weil ein so edler Plattenspieler auch ein angemessenes Daheim braucht, habe ich kurzerhand ein Sideboard dafür zusammengebaut. Es besteht aus vier einzelnen Ikea-Schränken, die man aneinander schrauben kann. Weil mir die Oberfläche noch nicht gefiel, holte ich im Baumarkt eine schöne Holzplatte, habe diese zuschneiden lassen und geölt. Nun finde ich das Ganze absolut perfekt.

Und übrigens: „Liebe ist… wenn man am Abend zusammen auf dem Sofa sitzt und Platten hört.“

Wer weiss, vielleicht haben die einen oder anderen von Euch auch noch alte Platten und vielleicht sogar einen Plattenspieler? Ich kann Euch wärmstens empfehlen, diese wieder hervor zu holen!

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag mit viel schöner Musik!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Weihnachtstraditionen…

Weihnachtstraditionen…

Zuhause bei Pinella

Die Zeit zwischen den Jahren will ich endlich noch nutzen, um ein bisschen von meiner Weihnachtszeit zu berichten. Denn die war sehr schön und eigentlich relativ entspannt (es war schon viel los, aber weniger als in anderen Jahren, was schon sehr angenehm war).

Seit fast zwanzig Jahren gehe ich jedes Jahr kurz vor Weihnachten mit Papa Pinella in Bern zum Frühstücken. Die ersten paar Male haben wir das nur zu zweit gemacht. Das war so unser Ding. Wir sind am Morgen ganz früh aufgestanden, nach Bern gefahren und haben dann die Stadt, die da noch ganz still und ruhig war, genossen. Danach gab es ein feines Zmorge und im Anschluss sind wir Mama Pinella ein schönes Geschenk kaufen gegangen.

Nach einigen Jahren sind dann aber auch meine Geschwister dazu gekommen und mittlerweile ist das gemeinsame Frühstück ein Anlass für die ganze Familie. Ich mag diese Weihnachtstradition sehr gerne, weil niemand etwas vorbereiten muss und es so sehr entspannt ist. Oft nutzen wir danach noch die Zeit, um zusammen ein bisschen durch die Stadt zu bummeln und letzte Besorgungen zu machen. Das Frühstück essen wir übrigens immer beim Gfeller am Bärenplatz. Das machen wir nicht, weil es da besonders fein ist oder so. Aber es ist halt Tradition. Sollte jemand von Euch einen Tipp für mich für ein feines Brunchlokal in der Berner Altstadt haben, wären wir wohl auch durchaus bereit, die alte Tradition durch eine neue zu ersetzen;) Das ist wohl ganz allgemein der beste Umgang mit Traditionen. Denn das krampfhafte Festhalten an alten Zöpfen, finde ich besonders an Weihnachten ganz schwierig. Vermutlich braucht es immer wieder aufs Neue eine gesunde Mischung zwischen den Traditionen, die uns Halt und Sicherheit geben, und dem Mut zu neuen Dingen, die uns auch wieder herausfordern.

Dieses Jahr war das Familienfrühstück für mich besonders schön, weil der Signore zum allerersten Mal ebenfalls mit dabei war. Im Anschluss durfte ich dann auch noch eine neue Krippenfigur auswählen (der Signore schenkt mir traditionellerweise Krippenfiguren zu Weihnachten). Nun ergänzt also ein kleines Hirtenmädchen mit Ziege unsere Krippe.

Ganz allgemein bin ich in diesem Jahr mit dem Ergebnis unserer Weihnachtsdeko zufrieden. Weil ich eben etwas mehr Zeit hatte, habe ich auch etwas ausgiebiger schmücken können und habe das sehr genossen.

Nun freue ich mich aber auch auf Silvester und das neue Jahr, von dem ich jetzt schon weiss, dass es einige interessante Dinge und Projekte mit sich bringen wird!

Nun wünsche ich Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mein kleiner Balkongarten…

Mein kleiner Balkongarten…

Zuhause bei Pinella

Im Moment geniesse ich den Frühling in vollen Zügen. Den ideale Ort um das zu tun, habe ich auf meinem Balkon gefunden. Denn aktuell steht bei mir einfach so viel an, dass es nicht für grosse Sprünge ausserhalb reicht. Ich habe einige Projekte, die fertig gestellt werden sollten und daher war es rückblickend gesehen eine weise Entscheidung, dass wir unseren Balkon bereits Anfang April aufgehübscht haben. So habe ich einen Platz, an dem ich sowohl in entspannter Umgebung arbeiten und danach abschalten kann. Dabei muss lobend erwähnt werden, dass der Signore tatkräftig mit angepackt hat, als ich ihm eröffnete, dass ich unseren Balkon bepflanzen möchte. Kürzlich sagte eine weise Frau zu mir, dass es ein gutes Zeichen sei, wenn man Gärtnern wolle, da dies zeige, dass es der Seele gut gehe. Bei mir ist das Gartenprojekt wohl auch noch aus dem Wunsch entstanden, dass ich nebst unserem vollgepackten Programm einfach etwas für mich alleine haben wollte – eben mein eigenes Gärtchen.

Für die Bepflanzung habe ich mir Inspirationen im Buch «Mein kreativer Stadtbalkon» von Silvia Appel geholt und Holzkisten nach ihrer Anleitung gefüllt und bepflanzt. Aktuell bin ich schwer beeindruckt, wie gut alles blüht und gedeiht. Das hätte ich nie erwartet. Überrascht war ich auch davon, wie viele sicher gutgemeinte, aber teilweise doch etwas nervige Ratschläge man bekommt, wenn man sich einen Balkongarten zulegt. Das sollte man nicht so machen, das passt nicht und so weiter…

Das ist für mich aber gerade eine sehr gute Übung zum Weghören und Filtern von Aussagen. Denn das ist aktuell ein weiteres, wichtiges Projekt von mir. Ich will besser mir besser und sorgfältiger überlegen, was ich mir von wem sagen lasse. Ganz nach dem Motto «Das Gute behalten, das Schlechte verwerfen» und zwar in Sekundenschnelle. Meine Augen und Ohren und vor allem auch mein Herz sind manchmal zu weit offen und dann treffen mich solche Sachen auch sehr, wenn ich sie vorher nicht filtere… Schliesslich trage ich schlussendlich die Verantwortung für meine Projekte und damit auch für die Frage, von wem ich mich dabei beraten lasse oder eben auch nicht.

Die gleiche weise Frau, die mir das mit dem Gärtnern sagte, meinte aber auch, dass ich wieder mehr geniessen solle. Diesen guten Ratschlag habe ich mir sehr zu Herzen genommen, weil er mir absolut sinnvoll erscheint. Und nachdem unser vergangenes Wochenende wieder komplett überfüllt war, habe ich die Notbremse gezogen und für den Signore und mich ein gemütliches Essen auf dem Balkon mit leckerem Kräutertonic und wildem Spargelsalat zubereitet.

Da ich nun ja so viele Kräuter habe, setze ich die gerne in der Küche ein, weil dann alles herrlich frisch und einfach tausendmal besser schmeckt. Und weil ich das auch gerne mit Euch teilen will, habe ich hier das Rezept für den Kräuter-Wildspargelsalat für Euch.

Zutaten: 1 Bund Wildspargel (grüner Spargel funktioniert auch), 500 g kleine Kartoffel, 2 kleine oder eine grosse Lauchzwiebel, frische Gartenkräuter (ich habe Thymian, Petersilie und Schnittlauch verwendet), 50 ml Gemüsebrühe, 1 El Apfelessig, 1 El Olivenöl, 1 TL Senf und etwas Pfeffer.

Zubereitung: Die Kartoffel weichkochen. Die Enden von den Spargeln abrechen und diese dann kurz im heissen Salzwasser sieden und danach das Wasser abgiessen. Die Kartoffeln halbieren und zusammen mit den Spargeln in eine Schüssel geben. Die Lauchzwiebeln in dünne Scheiben schneiden und mit den restlichen Zutaten in der Schüssel verrühren. Die Kräuter, die Gemüsebrühe, Essig, Öl, Pfeffer und Senf zusammen in ein Mixglas geben oder mit einem Stabmixer kräftig verrühren. Die Sauce unter den Salat mischen und alles etwa eine halbe Stunde ziehen lassen.

Zu so einem leichten Essen passt gut Kräutertonic. Der Signore und ich lieben Tonicwater in allen Variationen und mit oder ohne Gin. Wenn man noch einige Kräuter und etwas Eis in das Glas gibt, schmeckt das nicht nur gut, sondern sieht auch noch wunderhübsch aus – schliesslich geniesst das Auge mit.

Ich hoffe, dass ich Euch mit diesem Beitrag zum Geniessen, Abschalten und vor allem auch zum Weghören inspirieren konnte und Ihr vielleicht gerade an den kommenden Feiertagen etwas mehr Zeit für Euch, Eure Projekte und Euer Gärtchen (was das auch immer für ein Projekt sein mag) findet!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. ich freue mich, wenn Ihr zwischendurch auch auf meinem zweiten Blog www.essenwiezuhause.ch vorbeischaut und diesen ebenfalls abonniert. Dort zeige ich Euch demnächst, welches Projekt mich am Wochenende auch noch beschäftigt hat…

Küchengeschichten…

Küchengeschichten…

Zuhause bei Pinella

Letzte Woche war es auf meinem Blog ja etwas ruhig. Das hatte unter anderem auch damit zu tun, dass ich auf Instagram etwas aktiver war. Ich habe bei der #swissbloggerchallenge mitgemacht, welche die liebe Marlene von https://marlenessweetthings.blogspot.ch ins Leben gerufen hat. Sieben Tage lang gab es täglich ein neues Thema, zu dem wir ein Bild posten sollten. Angefangen mit „me“, darauf folgte das „Lieblings Essen“, „Liebstes Koch/bAckbuch“, die „Lieblingsblogs“, die liebsten Fotoutensilien „Props“ und zu guter Letzt der Arbeitsplatz „Workspace“. Die Challenge hat mir übrigens grosse Freude bereitet und ich habe dadurch viele spannende Schweizer Blogs kennen gelernt!

Weil ich dachte, dass diese Dinge nicht nur die Leute auf Instagram eventuell interessieren, habe ich entschieden das Ganze auf meinem Blog nochmals etwas weiter zu führen und zeige Euch heute einmal meine Küche, womit dann das Thema „Behind the scene“ und Arbeitsplatz schon mal abgedeckt wäre und Ihr seht eines meiner liebsten Essen.

Meine Küche ist klein, aber ich finde sie ausgesprochen hübsch. Abgesehen davon, dass ich von goldenen Griffen an den Schränken träume (wenn Ihr da eine gute Adresse kennt, dann meldet mir das bitte) und der Backofen wirklich schon etwas in die Jahre gekommen ist, bin ich sehr glücklich mit meiner Küche. Da sie nicht so gross ist, ist sie auch übersichtlich und die Wege sind kurz. Punkto Geräte bin ich nicht so reich ausgestattet und spare dadurch Platz. Alles was ich zum Glücklichsein brauche ist meine Kenwood, die mir schon viele Jahre treue Dienste leistet.

Ich mochte Küchen immer schon. Vor allem Küchen mit Seelen, wo man sieht, dass gekocht und gelebt wird. Und obwohl meine Küche klein ist, freue ich mich, wenn mir jemand beim Kochen Gesellschaft leistet (die Person darf auch gerne einfach sitzen und ein Glas Rotwein trinken).

Küchen bedeuten für mich aber auch immer hausgemachtes Essen. Auf den Bildern könnt Ihr einen Gemüsekuchen sehen, den ich in verschiedenen Abwandlungen fast jede Woche einmal koche. Solche Dinge gehören zu meinem allerliebsten Essen, da sie nicht nur gesund, sondern einfach auch sehr, sehr lecker und sättigend sind.

Mama Pinella sagt immer, dass das Essen Leib und Seele zusammenhalte. Und deshalb ist die Küche vielleicht der allerwichtigste Raum in unserer Wohnung…

Ich freue mich jedenfalls schon wieder aufs Heimkommen am Sonntag und wenn ich dort wieder kochen darf. Im Moment bin ich nämlich wieder einmal auf Reisen und am Geschichten Sammeln… Ihr dürft gespannt sein – auch auf die weiteren Teile der Inhalte der #swissbloggerinstachallenge

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Weniger ist manchmal mehr…

Weniger ist manchmal mehr…

Zuhause bei Pinella

Auf den letzten Drücker habe ich nun die Geschichte mit der Osterdeko doch noch hingekriegt. Ich habe selber schon gar nicht mehr daran geglaubt, nachdem mich diese Woche eine fiese Ohrenentzündung lahmlegte… Vielleicht soll das aber manchmal auch einfach genauso sein. Denn aus bereits genannten Gründen sind meine Bastelprojekte allesamt ausgefallen und ich habe halt einfach meine alte Osterdeko vom letzten Jahr hervorgekramt. Die hat mir nämlich gut gefallen (hier könnt Ihr sie Euch nochmal ansehen).

Wer viel auf Blogs unterwegs ist wie ich, bekommt vermutlich manchmal einfach etwas ein Zerrbild. Denn da ist nicht nur alles perfekt inszeniert und dekoriert, sondern alle scheinen unendlich viele Ideen zu haben. Ich halt mich selber eigentlich für ziemlich kreativ, aber auch wenn ich die Ideen dazu hätte, fehlt mir neben dem Alltag mit Arbeiten und Haushalt und Beziehungen, die auch gepflegt sein wollen, manchmal einfach die Zeit für weitere Projekte. Geht Euch das auch so?

Deshalb hat es mich sehr gefreut, als mir eine Leserin schrieb, dass meine Beiträge bodenständig und nicht so durchgestylt seien. Das hat mich bis in mein innerstes Herz berührt. Ich schaue mir selber super gerne durchgestylte Blogs an und staune über die schönen Bilder. Aber schlussendlich möchte ich einfach, dass die Leserinnen und Leser meines Blogs genau von meiner Ehrlichkeit etwas mitnehmen können. Denn ich muss mich selber auch immer wieder, oft nicht nur täglich, sondern stündlich daran erinnern, dass man auch mal „Es Füfi cha lah grad si“ wie man das auf Berndeutsch sagt. Denn es ist immer noch besser eine Fünf gerade sein zu lassen, als schöne Dinge, die einem eigentlich Freude machen würden, gar nicht zu tun.

So habe ich nun doch noch für Ostern dekoriert und da ich den Osterbaum an einem anderen Ort aufgestellt und die Deko mit neuen, glitzernden Eiern und goldenen Eierbechern (ich habe sie hier gekauft) ergänzt habe, sieht es wieder etwas anders aus als im Vorjahr. Schlussendlich fällt das ja dann auch nur den treuen Lesern und mir auf, denn ich bin mir nicht sicher, ob der liebe Signore überhaupt schon wahrgenommen hat, dass wir eine Osterdeko haben. Sei’s drum, er lässt mich machen und das ist tausendmal mehr wert, als wenn ich einen Marito hätte, der an allem herumnörgelt oder schlimmer noch selber alles kontrollieren oder dekorieren möchte.

Zusätzlich habe ich mir in diesem Jahr ein paar frische Zweige mit hübschen Blüten in rosa geleistet. Sie passen perfekt zum Rest der Deko.

Weniger ist manchmal halt doch mehr. Ich versuche mich darin zu üben.

Mein nächstes Ziel ist es übrigens Gästen einfach mal Pasta mit Tomatensauce zu servieren (keine Ahnung warum, aber ich mache mir immer extrem Druck beim Kochen für Gäste, obwohl ich selber einen Teller Pasta liebe und jederzeit einem Steak oder Braten vorziehen würde). Es nützt vermutlich allen mehr, wenn ich mich am Besuch erfreue und nicht stundenlang in der Küche herumwerkle… Ihr könnt Euch gerne melden, wenn Ihr Versuchskaninchen sein möchtet.

In dem Sinne wünsche ich Euch schöne und entspannte Ostertage und hoffe, dass Ihr zur Ruhe kommen und Euch auf das Wesentliche und die Dinge, die Euch wirklich wichtig sind, besinnen könnt!

Herzlichst, Eure Signora Pinella