Signora Pinella bei Anthropology…

Signora Pinella bei Anthropology…

Obwohl ich ja von meinem Naturell her nicht so die Weltenbummlerin bin und für mich der grösste Luxus in Wander- und Wellnessferien im Engadin liegt, ist es doch ein schönes Erlebnis eine neue Stadt zu entdecken. So bin ich auch in dem wunderbaren Shop von Anthropology gelandet. Davon will ich Euch heute berichten…
Ich finde es ja immer etwas heikel, anderen Menschen konkrete Empfehlungen für Restaurants oder Läden zu geben. Denn was mir gefällt, muss nicht per se allen anderen auch gefallen. Dazu kommt, dass sich Städte immer wieder verändern und schöne Lokale eben unter Umständen auch wieder verschwinden. Beispielsweise das Teatro dell‘ Ozio, von dem ich hier so geschwärmt habe, wurde am Ende unseres Florenz Jahres schon wieder geschlossen. Also an mir kann es nicht gelegen haben…Trotzdem möchte ich Euch heute mit zu Anthropology nehmen. Dabei handelt es sich um eine Kette von Läden mit Kleidern, Möbeln, Schmuck und Wohnaccessoires. Hier http://www.anthropologie.com/ findet Ihr mehr Informationen dazu. In Europa gibt es bisher leider nur in Bath in England einen Shop.

Sonja hat mir so sehr von Anthropology geschwärmt, dass ich unbedingt dorthin gehen musste. Ich habe den Shop im Rockefeller-Center besucht und das hat sich wirklich gelohnt. Der Laden ist sehr liebevoll gestaltet, es gibt unendlich viele tolle Dekosachen, wunderschönes Geschirr, Schmuck und Kleider, die etwas im Hippie-Stil gehalten sind. Ich hätte am liebsten den ganzen Shop leer gekauft. Das ging ja aber leider wegen unseren beschränkten Platzverhältnissen im Koffer nicht.
Wer nach weiteren, schönen Empfehlungen für Läden und Kaffees in New York sucht, ist mit dem „Style Guide New York – eat, shop, love it“ von Sibella Court gut beraten. Darin finden sich unzählige Empfehlungen für Trouvaillen in dieser grossen Stadt. Denn das ist beim Reisen ja oft das Problem, dass man nicht genügend Zeit hat, die Orte zu entdecken und nach Kleinoden zu suchen.
Dazu kommt, dass Sibella Court das Buch sehr liebevoll geschrieben hat. Beim Lesen merkt man, dass sie die Stadt wirklich mag. Ich habe den Fehler gemacht, dass ich zuerst die „Gebrauchsanweisung für New York“ von
Verena Lueken gelesen habe. Danach findet man die Stadt nur noch schrecklich. Ich habe Euch ja hier einmal die „Gebrauchsanweisung für Italien“ empfohlen. Dieses Buch fand ich sehr gut und habe daher erwartet, dass es das Buch über New York auch ist. Dem war aber nicht so… Daher ist der Style Guide New York eine wesentlich lohnendere Investition.
Zusätzlich habe ich für jede Stadt, die wir in Amerika besuchen, einen simplen Merian Reiseführer eingepackt. Darin gibt es kompakte Zusammenfassungen und jeweils einen Stadtplan. Bisher hat mir das gereicht, da man ja viele wichtige Informationen auch über das Internet findet.
Gepackt habe ich übrigens ausschliesslich Kleider in den Farben Blau, Schwarz, Grau und Weiss. So kann ich alles miteinander kombinieren und musste für die drei Wochen nicht unendlich viel einpacken. In New York gibt es an jeder Ecke Wäschereien, dort habe ich vor der Weiterreise nochmal alles waschen lassen. Kosmetika habe ich nur in Reisegrössen eingepackt. Die Shampoos habe ich beim Coiffure gekauft. Das sind alles Konzentrate und reichen gut für drei Wochen. Das so als kleine Tipps, für den Fall, dass Ihr auch eine Reise planen solltet.
Beim Lesen von Reiseberichten staune ich immer wieder, wie unterschiedlich die Menschen verschiedene Orte wahrnehmen. Ich verstehe auch, dass das eine ganz individuelle Sache ist. Mir tut das Weggehen immer gut, weil
ich danach auch die Schönheit meiner Heimat viel mehr schätze. Sollte ich aber wieder einmal eine grössere Reise planen, werde ich mich von Sonja beraten lassen;) Ich mag es sehr, wenn Menschen offen sind und einem ermutigen, die Welt zu entdecken.
Nun bin ich gespannt, was mich an unserer nächsten Destination San Francisco erwartet. Ich werde Euch sicher wieder davon berichten.
Ich wünsche Euch einen schönen Tag und dass Ihr auch immer wieder Menschen findet, die Euch ermutigen, die Welt und neue Dinge zu erkunden!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Venezianische Opulenz 1. Teil…

Venezianische Opulenz 1. Teil…

Es war einmal vor langer Zeit… So beginnen doch in der Regel alte Märchen und Geschichten. Noch nicht vor allzu langer Zeit und doch schon vor einer Weile hat mich der Signore in einer besonderen Mission an einen wundervollen Ort entführt. Das war sogar noch vor unserem Jahr in Italien und als wir noch gar nicht wussten, dass wir einmal dort leben werden.
Der Signore ist einfach so mit mir in den Zug gestiegen, ohne dass ich wusste, wohin es geht und ein paar Stunden später waren wir in Venedig. Die Tage, die wir dort verbrachten, waren einfach wundervoll und besonders seit der Signore für drei Monate verreist ist, denke ich viel an die goldene Zeit dort zurück. Keine andere Stadt in Italien habe ich bisher als so opulent und gleichzeitig verspielt und geschichtsträchtig und einfach als sehr, sehr schön
empfunden wie Venedig. Das hat wohl auch damit zu tun, dass der Signore mich dorthin entführt hat, um die Fragen aller Fragen zu stellen…
Jedenfalls verbinde ich seither Eleganz, Kultur und Kunst mit Venedig und träume davon, so bald wie möglich wieder dorthin zu reisen. Das Problem ist nur, dass sich der Signore standhaft weigert, Venedig während der Touristensaison zu besuchen. Das heisst, dass wir nur ein einziges, kleines Zeitfenster für einen Besuch irgendwo zwischen November und Anfang Januar haben. Denn dann geht es schon wieder los mit den Touristen, die für den
Karneval anreisen. Der Signore meint eben, dass es meine ganze Venedig-Liebe zerstören würde, wenn ich die Stadt voller Touristen erleben würde. Wir sind damals Anfang November nach Venedig gereist. Diese Zeit war perfekt. Während es in der Schweiz schon Schnee hatte, war es in Venedig angenehm warm und die Stadt war ruhig und es hatte praktisch keine Touristen – natürlich bis auf den Signore und mich und ein paar weiteren Romantikern, die sich aber alle problemlos in den verwinkelten Gassen und auf Booten und Gondeln verteilten;)
Wegen meiner Schwärmerei für Venedig habe ich mich auch besonders gefreut, als ich das Buch „Celebrate in Venice“ von Csaba dalla Zorza gefunden habe. Zuvor hatte ich mir bereits ein Kochbuch von ihr über die Florentiner-Küche gekauft, das ich Euch dann unbedingt auch noch zeigen will. Csaba dalla Zorza ist in Italien eine bekannte Kochbuchautorin und Foodbloggerin. Im Buch über Venedig zelebriert sie die venezianische Opulenz und wundervolles Essen. Leider habe ich es bisher nur auf Italienisch und nicht in Deutsch oder Englisch
gefunden – aber alleine der Bilder wegen lohnt es sich das Buch zu kaufen. Hier könnt ihr einen Blick hinein werfen.
Und damit Ihr auch noch einen kulinarischen Gruss aus Italien  habt, verrate ich Euch heute mein ganz persönliches Tiramisu-Rezept. Eigentlich müsste ich den Signore etwas zum Thema Tiramisu schreiben lassen. Denn er bestellte jetzt ein Jahr lang jedes Mal, wenn wir in einem Restaurant gegessen haben, zu Studienzwecken ein Tiramisu;) Da er sich aber eher aufs Essen und nicht auf die Produktion spezialisiert hat, zeige ich Euch nun mein Tiramisu.
 
Zubereitung: Mascarpone und Eigelb zusammen schaumig schlagen und den Zucker beigeben. Danach das Eiweiss steif rühren und unter die Masse ziehen. Die Löffelbiskuite in grobe Stücke zerkleinern und in zwei Gläser
füllen. Den Kaffee mit dem Schnaps mischen und die Biskuite damit tränken. Die Gläser mit der Mascarponemasse füllen und etwas Kakaopulver darüber stäuben. Die Gläser vor dem Servieren mindestens eine Stunde kühl stellen.
Zutaten für 2 Portionen: 100 Gramm Mascarpone, 1 Ei, 2 Esslöffel Zucker, 1 kleine Tasse Kaffee, 2 Esslöffel Amaretto oder für die süssere Variante Beerenlikör, vier Löffelbiskuit, Kakaopulver.
Und hier habe ich noch die Werbung für das Parfum „Venezia“ von Laura Biagiotti für Euch. Der Duft ist mir zwar zu opulent (dafür riecht er aber auch, wie für mich ein richtiges, italienisches Parfüm riechen muss – wer das mag, sollte sich den Duft unbedingt zulegen), aber die Werbung ist wundervoll. Sie zeigt genau „meinen“ Venedig-Traum. Die Musik dazu ist übrigens das Presto aus dem Sommer aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Dazu werde ich im
zweiten Teil über Venedig noch mehr schreiben – was wäre diese wundervolle Stadt ohne Vivaldi…
Ich möchte mich auch einmal wieder herzlich für alle Euren lieben Kommentare und E-Mails bedanken! Ich freue mich immer riesig darüber!
Nun wünsche ich Euch einen schönen und erholsamen Abend voller Venedig- oder zumindest Tiramisu-Träume;)!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Vom Zauber von Seelenkuchen, Seidenpapierrosen und buntem Geschirr…

Vom Zauber von Seelenkuchen, Seidenpapierrosen und buntem Geschirr…

Meine älteste Schwester, also die Mama der kleinen Signorina mit der Schultüte (siehe hier), hat mir ein Buch zum Lesen gegeben, in dem eine Frau Seelenkuchen backt. Das heisst, sie backt für verschiedene Stimmungen und Gefühle verschiedene Kuchen. Ich fand das eine schöne Idee und dachte darüber nach, welcher Kuchen mich immer wieder glücklich macht und mir ein Gefühl von Heimat und Wohlbefinden beschert. Für mich ist es ein Kokos-Schokoladen-Kaffee-Blechkuchen, den die Mama Pinella immer gebacken hat. Doch bevor ich Euch das Rezept verrate, möchte ich Euch einmal mehr an einen schönen Ort in Florenz entführen und Euch erzählen, wie ich auch an trüben Tagen Farbe in mein Leben zaubere.
Schon kurz nach unserer Ankunft in Florenz habe ich den Rice-Shop an der Via della Condotta 25R entdeckt. Es ist eine kleine Welt, die mich mit ihrer kunterbunten Geschirrauswahl immer wieder glücklich und fröhlich stimmt. Die Melamin-Produkte von Rice sind ja auch sonst an vielen Orten erhältlich. Mir gefällt es, dass in diesem Shop die Produkte so hübsch präsentiert werden und dass es auch noch verschiedene kleine Trouvaillen von anderen Marken gibt. Also zieht es mich immer wieder dorthin.
Ich decke auch sehr gerne den Tisch mit Rice-Geschirr. Und weil es ohnehin schon so bunt ist, bastle ich jeweils noch Papierblumen dazu, die ich dann auf dem Tisch verteile. Dazu lege ich mindestens acht Lagen Seidenpapier aufeinander, schneide sie in Blütenform zu, lege die einzelnen Blätter neu aufeinander, damit die Blütenblätter schön verteilt sind und hefte sie dann mit einem Tacker zusammen. Danach zupfe ich die einzelnen Papiere auseinander und drücke sie ein bisschen zusammen und schon habe ich eine hübsche Deko.
Wenn der Tisch schön gedeckt ist, gehört dann eben noch mein persönlicher „Ichfühlemichzuhause“-Seelenkuchen dazu. Das Rezept ist wirklich simpel.
Zutaten Boden
3 Eier, 3 Tassen Zucker, 4,5 Tassen Mehr, 3 kleine Löffel Backpulver, 1,5 Tassen Wasser, 3 Esslöffel Kakaopulver, 3 kleine Löffel Vanillezucker und 225 Gramm geschmolzene Margarine.
Zuerst werden die Eier, der Zucker und die Margarine zusammen schaumig geschlagen. Danach werden die Milch und das Mehl mit der Masse verrührt, dann kommen die restlichen Zutaten dazu und die ganze Masse wird nochmals kräftig gehrührt. Nun wird die Masse auf einem Kuchenblech, das mit Blechreinpapier ausgelegt wurde, verteilt und etwa 25 bis 30 Minuten bei 180 Grad auf mittlerer Stufe gebacken.
Der Kuchen ist aber nicht nur wegen der Schokolade, sondern besonders auch wegen dem Belag aus Kokosflocken und Kaffee sooooo lecker.
Zutaten Belag
250 Gramm Kokosflocken, 100 Gramm Puderzucker, 150 Gramm geschmolzene Margarine und einen schön starken Espresso. Alles wird zusammen verrührt und auf dem Boden verteilt, bevor dieser ausgekühlt ist.
Und das wäre mein „Ichfühlemichzuhause“-Seelenkuchen. Das Rezept für den „100Prozentsignorapinella“-Kuchen gibt es übrigens hier.
Wenn ich es mir beim Kuchenessen so richtig gemütlich machen will, schaue ich mir dazu noch ein schönes Wohnbuch an. Besonders angetan hat es mir im Moment das Buch „Happy Home -Everyday Magic for a Colourful Life“, das in Zusammenarbeit mit Rice entstanden ist und zeigt, dass sich buntes und stilvolles Wohnen nicht per se ausschliessen müssen. Und weil ich einen Schritt in diese Richtung machen möchte, habe ich mir auch noch gleich eine wunderkitschige Abwaschbürste von Rice in rosa und gold gekauft. Vielleicht macht jetzt dann das tägliche Abwaschen auch mehr Freude;) Ich hoffe es!
So, nun wünsche Ich Euch einen schönen und kunterbunten Tag! Eine Frage habe ich zwar noch: Habt Ihr auch einen Seelenkuchen oder einfach einen Kuchen für besondere Gelegenheiten, der Euch immer wieder glücklich macht?
Liebe Grüsse aus dem Süden,
Eure Signora Pinella

Das grosse Los, eine Gebrauchsanweisung für Italien und hüpfende Schweine…

Das grosse Los, eine Gebrauchsanweisung für Italien und hüpfende Schweine…

Wer sich unverhofft in einem neuen Umfeld befindet, hat mehr Zeit zum Lesen – also zumindest in der Theorie. So war es auch für den lieben Signore und mich am Anfang unseres Florenz-Aufenthaltes. Mittlerweile werden die süssen Stunden des Nichtstuns und Schmökerns wegen unzähliger Essenseinladungen am Abend- und an den Wochenenden immer weniger…

Aber eben, als wir noch einsam und alleine waren, haben wir viel gelesen;) Heute möchte ich Euch drei erste Buchfavoriten vorstellen. Allen, die sich vornehmen für einige Zeit in einem anderen Land oder Ländern zu leben, empfehle ich zur Einstimmung das Buch „Das grosse Los“ von Meike Winnemuth. Sie hat bei Günther Jauch 50’000 Euro gewonnen und ist mit diesem Geld in der Tasche losgezogen, um ein Jahr lang jeden Monat in einer anderen Stadt zu leben. Dieser Weg führte sie über Sydney nach Mumbay und London, nach Tel Aviv und Buenos Aires um nur einige Beispiele zu nennen. Am Ende des Jahres kehrte sie mit einem grossen Meerschiff nach Hamburg zurück. Die liebe Sonja vom Blog Tafelfreude hat mir dieses Buch als Ermutigung nach Florenz mitgegeben. Und eine Ermutigung war es wirklich. Denn ob man ein Jahr lang in einer oder in ganzen zwölf Städten lebt, viele Erfahrungen ähneln sich. Mir hat dieses Buch von Meike Winnemuth viele hilfreiche Inputs gegeben. So machte sie sich beispielsweise jeden Morgen einen Tee aus der Stadt, in der sie zuvor war und trank ihn immer im gleichen Morgenmantel und bereitete sie in der gleichen Teekanne zu. Damit hatte sie immer drei vertraute Dinge bei sich. Solche Rituale erleichtern einem den Umzug und helfen gegen das Heimweh.

Das zweite Buch ist eine „Gebrauchsanweisung für Italien“ von Henning Klüver. Klüver ist Deutscher, mit einer Italienerin verheiratet und lebt schon lange in Mailand. In seinem Buch vermittelt er tiefe Einblicke in die Italienische Geschichte, Mentalität und Seele. Viele Erfahrungen, die ich selber gemacht habe, wurden mir bei der Lektüre von Klüvers Buch bestätigt. Wer sich wirklich auf dieses Land einlassen und es verstehen will, ist mit diesem Buch gut bedient. Klüvers Buch ist in einer Reihe mit vielen anderen Gebrauchsanweisungen für verschiedene Länder und Städte erschienen. Die liebe Signora Rossi (siehe auch hier), hat das Buch über die Schweiz gelesen und meinte, dass das wesentlich weniger liebevoll geschrieben sei, als Klüvers Buch über Italien. Signora Rossi hat mir übrigens auch den schönen Hocker geschenkt, auf dem ich die Bücher fotografiert habe. Er ist komplett aus Karton, aber sehr stabil. Ich bin richtig vernarrt in dieses Ding…

Meine dritte Empfehlung ist ein Kochbuch. Ich habe bereits mehrmals geschildert, dass ich beim Kaufen von Fleisch kritisch bin. Mein lieber Arbeitskollege Signore M. betitelt Fleisch aus Massenproduktion, das mit Sicherheit voller Antibiotika ist, immer als Quälfleisch. Er isst zwar gerne Fleisch, aber dann muss es halt auch hochwertig produziert und zubereitet worden sein. Da stimme ich ihm zu. Also, da es schwierig ist gutes Fleisch zu kaufen, lasse ich es oftmals lieber bleiben und kaufe dafür Früchte und Gemüse. Da ich aber auch nicht immer die ewig gleichen Gerichte kochen will, habe ich mir das Buch „Cucina vegetariana – meine 80 vegetarischen Lieblingsrezepte aus Italien“ von Cettina Vicenzino geleistet. Nachdem sie die kleinen, schwarzen Schweine auf Sizilien beobachtet hatte, die vor lauter Glück hüpfen, kam sie zum Entschluss ihren Fleischkonsum einzuschränken und ein Kochbuch mit vegetarischen Rezepten zu schreiben. Mich begeistert ihr Werk aber nicht nur wegen der herrlichen Rezepte. Cettina Vicenzino hat ihre Zutaten und Gerichte wunderbar inszeniert. Ihr Buch ist alles andere als ein  Diktat des Vegetarismus, sondern eine Hymne an die sinnliche Küche, die offenbar auch ganz ohne Fleisch auskommt.

Und hier noch ein kleiner Tipp, wenn wir schon von italienischen Spezialitäten sprechen. Sicher werden einige von Euch in den Ferien nach Italien fahren. Versucht dann bei Gelegenheit das leckere Gazzosa von Lurisia. Es gibt kein besseres Süssgetränk auf dieser Erde. Na ja, vielleicht Flauder oder Rivella, aber das sind Schweizer Spezialitäten und die kann ich hier nicht kaufen. Jedenfalls trinke ich an heissen Tagen sehr gerne ein kaltes Gazzosa und lese dazu ein gutes Buch. Das ist für mich Erholung pur…

Herzlichst, Eure Signora Pinella