Himeli…

Himeli…

Erst kürzlich besuchte Mama Pinella einen Kurs, in dem sie lernte Himeli oder Himmeli (kann mir bitte jemand, der sich mit nordischen Sprachen auskennt sagen, wie es richtig heisst – auf dem Internet findet man beide Bezeichnungen) zu basteln. Das Ganze wurde von der Trachtengruppe, wo meine Mama schon lange ein treues Mitglied ist, organisiert. Ich war schwer beeindruckt, dass diese doch eher traditionell veranlagten Frauen so etwas Cooles basteln. Mama Pinella hat ihr Wissen sofort an mich weitergegeben. Und weil der Mensch nicht vom Zügeln und Kartonauspacken alleine lebt, habe ich mir gestern für meinen neuen Schreibtisch ein Himeli gebastelt.

Ich muss gestehen, dass meine Begabungen und Fähigkeiten nicht unbedingt im Bereich der Mathematik liegen. Bei meiner mündlichen Maturaprüfung in Mathematik durchlebte ich wohl die längsten und vor allem peinlichsten 20 Minuten meines Lebens. Trotzdem gab es einen Bereich, in dem ich immer recht gut war. Hätte man mich in Geometrie und nicht in irgendeiner doofen Kurvendiskussion geprüft, wären diese 20 Minuten wohl ziemlich unterhaltsam gewesen. Seis drum. Geometrische Formen, Abwicklungen und Pläne lesen lag mir schon immer. Deshalb finde ich wohl auch Himeli so etwas Schönes. Aus filigranem Material wird eine hübsche, verspielte Deko mit geometrischen Formen.
Original verwendet man dazu Stroh. Ich habe mit Mama Pinella ein paar wunderbare Exemplare aus Stroh gebastelt. Aber da es gestern etwas schneller gehen musste und es bei mir auch gerne etwas glitzern darf, wurde es dann eben ein Himeli aus Papierstrohhalmen.
Das Prinzip für diese Form ist ganz einfach. Man braucht dazu 10 Strohhalme, eine feste Schnur, allenfalls eine Nadel, eine Schere und etwas Leim.
5 der Strohhalme werden in der Mitte halbiert, auf den Faden aufgezogen und zum fünfeckigen, unteren Teil zusammengesetzt. Die langen Strohhalme werden dann ebenfalls mit einem Faden aufgezogen und jeweils am unteren Fünfeck befestigt. Zum Schluss alle Fäden gut verknoten und mit ein bisschen Leim verkleben, damit sie wirklich nicht mehr aufgehen.
Ich werde Euch bei Gelegenheit eine detaillierte Anleitung für Himeli fotografieren. Weil ich an dieser Version so Freude habe, wollte ich die trotzdem schon mal mit Euch teilen. Vielleicht ist es eine Idee für eine kleine Sonntagsbastelei.
Ich wünsche Euch einen kreativen Tag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Adventskalenderinspirationen…

Adventskalenderinspirationen…

Alle Jahre wieder… Nein ich meine nicht das Weihnachtslied, sondern die Adventskalender;) Ich habe  Euch ja bereits in den letzten zwei Jahren hier und hier von meinen Adventskalender-Projekten berichtet. Nun ist es wieder Zeit dafür. Da ich schon einiges fertig habe, will ich Euch diese Sachen heute als kleine Inspiration zeigen.

Die Lösung etwas schwerere Pakete an einen Kleiderbügel zu hängen finde ich eigentlich ziemlich elegant. Es sieht schön aus, ist stabil und der Kalender kann mühelos irgendwo aufgehängt werden. Denn oft ist das mein grosses Problem mit den Kalendern. Sie sind viel zu schwer und unhandlich. So bin ich auf diese Idee gekommen.

Der zweite Kalender ist für den Signore. Ich habe ihm kleine Liebesbotschaften auf schlichte Schächtelchen geschrieben, darin etwas Süsses versteckt und das Ganze in einer Silberschale arrangiert. Etwas später entdeckte ich dann noch einen Adventskalender mit einer Drohne. D.h. am 24. Dezember hat man alle Teile für eine kleine Drohne zusammen. Weil der Signore solche Sachen liebt und das Ding nicht so arg teuer war, habe ich ihm das gekauft. Und natürlich findet er diesen Kalender jetzt absolut genial… Ich hoffe mal, dass er sich auch an meinen kleinen Liebesbriefen freut.

Und da wäre ja noch mein drittes Adventskalender-Projekt. Wenn ich das irgendwie noch hinbekomme, werde ich Euch davon berichten und ein paar Kalender verlosen. Aber eben, im Moment bin ich so beschäftigt, dass ich noch nicht so weit bin, wie ich das gerne wäre. Anderseits ist es auch schön so. Ich bin beruflich wieder sehr glücklich und habe gerade in letzter Zeit so viele inspirierende Menschen kennen gelernt, dass ich fast platze vor Ideen. Manchmal muss man halt eben einfach etwas verändern im Leben…

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Muschelkranz…

Muschelkranz…

Nachdem es hier länger sehr ruhig war, ist es endlich wieder Zeit für einen Post. Dass ich nicht zum Bloggen kam hatte mehrere Gründe. Erstens hatte ich einfach viel zu viel zu tun und zweitens hat mir der Signore (wundervoller Mann der er ist) einen neuen Laptop gekauft. Das Ding ist wunderhübsch silbern und hat einen weissen Apfel auf der Hülle… Das war für mich als eingefleischte PC-Benützerin eine gewisse Herausforderung und ich brauchte einige Zeit, bis ich mich damit zurecht gefunden habe. Nun läufts aber gut und ich freue mich an meinem stylischen neuen Arbeitsgerät (auf das kommt es doch an, dass ein Laptop gut aussieht;) und dass ich endlich meine Sommerdeko mit Euch teilen kann.

Ihr wisst ja, dass es den Signore und mich in den Sommerferien in die Bretagne und in die Normandie gezogen hat. Am Strand vor unserem Hotel in Cabourg hatte es bei Ebbe jeweils meterbreite Muschelbänke. Ich habe also einen wirklich grossen Sack damit gefüllt und mit heim genommen. Und natürlich ist er mir beim Ausladen aus dem Auto in unserer Tiefgarage prompt gerissen (der Sack war aus Papier und die Muscheln noch nass). Ich habe meine Schätze also ein zweites Mal eingesammelt und jetzt ist daraus eine maritime Deko geworden, die mir den Sommer hoffentlich noch eine Weile bewahrt.
Ich habe dafür einen Styroporkranz verwendet, den ich mit weissem Satinband umwickelt habe – für den Fall, dass man irgendwo noch ein Stück vom Kranz sieht. Danach habe ich mit Heissleim zuerst die Muscheln aufgeklebt und das Ganze zum Schluss noch mit Süsswasserperlen vom Markt in Florenz (hier und hier habe ich darüber berichtet) ergänzt.
Ich freue mich wirklich sehr über mein Werk (ich habe ja bereits hier darüber berichtet, dass ich Kränze sehr gerne mag) und hoffe, dass es uns noch lange die Erinnerung an den Sommer und das Meer bewahrt. Und vielleicht habt Ihr ja auch noch ein paar Muscheln aus den Ferien Zuhause, aus denen Ihr eine schöne Deko basteln könnt?!
Herzlichst,
Eure Signora Pinella

Die Feste feiern, wie sie fallen…

Die Feste feiern, wie sie fallen…

Aktuell werden rund um mich herum runde Geburtstage gefeiert. Das ist vermutlich normal, denn wenn man Freunde im gleichen Alter hat, dann summieren sich die Feste. Mama Pinella hat immer wieder zu uns gesagt, man solle die Feste feiern, wie sie fallen. Sie hielt nichts von nachgeholten Feiern und hat dementsprechend versucht jeden Geburtstag für uns Kinder besonders zu gestalten. Aber von ihren Geburtstagstischen, Blumen und Geschenken habe ich Euch ja schon oft erzählt. Nun feierte letzte Woche die kleine Schwester vom Signore ihren 30. Geburtstag und ist damit wohl definitiv nicht mehr so klein. Und weil der Signore ihr eine Rede vorbereitet hatte, habe ich ihm passend dazu eine Geburtstagstorte für seine Sorella vorbereitet.
Ich muss dazu ganz ehrlich gestehen, dass ich einfach alle Elemente, die meine Traumtorte haben sollte, in diese Torte eingebaut habe. Erdbeeren, viel Rahm, helles Biskuit, Mandeln, viel Rosa, etwas Limoncello und goldene Perlen.
Auf der Feier wurde ich dann von verschiedenen Leuten darauf angesprochen, dass das doch schrecklich aufwändig und schwierig sei, eine solche Torte zu backen.
Daher habe ich spontan entschieden ein paar Tortenbacktipps für Euch aufzuschreiben.
Der Biskuit: Nehmt Euch zum Backen des Biskuits genügend Zeit, ein gutes Rezept (wie zum Beispiel das hier) und berechnet die Menge sorgfältig anhand der Grösse Eurer Backform. Denn wenn die Torte etwas hermachen soll, kann es gut sein, dass Ihr eine doppelte Menge Teig machen müsst.
Weil die Torte zweistöckig werden sollte, habe ich mit Rahmfestiger und Pulvergelatine dafür gesorgt, dass die Füllung nicht in sich zusammenfällt. Dazu habe ich 500 Gramm Erdbeeren im Blender mit zwei Esslöffeln Zucker gemixt. Dann habe ich zwei Päckchen Pulvergelatine dazu gegeben. Gleichzeitig habe ich 7dl Rahm mit 6 TL Sahnesteiff geschlagen, dem ganzen noch etwas rote Lebensmittelfarbe hinzugefügt, damit die Torte schön Rosa wird und habe dann den Rahm und die  Erdbeermasse gut vermischt. So bekam ich eine schöne Basis für die Füllung und den Überzug der Torte.
Damit die Torte schön feucht bleibt, habe ich 3 Esslöffel Limoncello mit 5 Esslöffeln Wasser vermischt und jede Biskuit-Schicht damit beträufelt, bevor ich sie mit fein geschnittenen Erdbeeren und zum Schluss mit der Rahmmasse bestrichen habe.
Ich habe den oberen- und unteren Tortenteil zuerst getrennt voneinander ausgearbeitet, damit zum Beispiel auch der Rand mit den Mandelplättchen schön aussieht. Danach habe ich den unteren Teil auf die Tortenplatte gegeben und den oberen sorgfältig darauf gesetzt. Das Ganze stellte ich einige Stunden in den Kühlschrank, damit sich die Torte etwas setzten konnte.
Zum Schluss habe ich die Torte mit Erdbeeren, echten Rosen und Goldperlen garniert. Ihr wisst ja, für mich geht nichts über Tortendeko mit echten Blumen (hier habe ich Euch erzählt, wie man die Blumen dafür haltbar machen kann).
Ihr seht, Tortenbacken braucht zwar etwas Zeit und Geduld, ist aber eigentlich gar nicht so schwer. Und weil man die Feste feiern soll, wie sie fallen, mache ich mich nun an die Vorbereitung meines eigenen grossen Tages… Ich werde Euch davon berichten und wünsche Euch einen wundervollen, rosaroten, zuckersüssen Sonntag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Lasst uns Kränzchen winden…

Lasst uns Kränzchen winden…

Kennt Ihr das Sprichwort „Jemandem ein Kränzchen winden“? Es geht dabei darum, dass man anerkennt, wenn jemand etwas Gutes gemacht hat. Ich stelle mir dann immer vor, dass man jemandem eine liebevolle Rückmeldung
wie ein Siegeskranz aufs Haupt legt. Ich winde nicht nur gerne symbolische Kränze, sondern mag sie auch aus allem möglichen Grünzeug und im Sommer natürlich auch aus Blumen. An Weihnachten hatten sie ja nun gerade
Hochkonjunktur. Gerade deshalb habe ich mich nach Weihnachten nochmal dazu entschieden einen Kranz als Winterdekoration zu binden.
Eigentlich braucht es dazu nicht viel. Ich habe das Grünzeug verwendet, welches noch von Weihnachten übrig war. Dazu kommen Draht und ein Reif, auf den die Zweige gebunden werden. Am Anfang wird der Draht am Reifen befestigt und dann werden immer mehr einzelne, kleine Sträusschen aus Grünzeug angebunden. Dabei muss gut darauf geachtet werden, dass das Grünzeug schön übereinander liegt und keine Lücken entstehen.
Damit der Kranz etwas winterlich aussieht, habe ich ein schneeweisses Band daran gebunden und ein paar Schneesterne darin versteckt. Einfach, aber wirkungsvoll.
Wie gut es tut, wenn man positive Rückmeldungen erhält, wurde mir gerade vor Kurzem wieder bewusst. Ich hatte eine etwas grössere Herausforderung zu meistern. Das Ganze hat mich viel Kraft und Energie gekostet, was man vielleicht auch in einigen Posts im Herbst gemerkt hat. Es hat gut getan, dass mich Menschen unterstützt und sich mit mir gefreut haben, als ich es geschafft hatte. Und weil auch ich gerne andere ermutigen möchte, werde ich im neuen Jahr noch viel mehr Kränze winden – symbolisch und aus Pflanzen;)
Wenn wir schon dabei sind. Danke auch Euch lieben Leserinnen und Lesern für Eure Treue und alle Euren lieben Rückmeldungen. Ich freue mich immer sehr über Eure Kommentare und darüber, dass es da Draussen in den Weiten des Internets wohl ganz real viele liebe Menschen gibt!
Herzlichst, Eure Signora Pinella