24 Stunden in Florenz…

24 Stunden in Florenz…

Kennt Ihr das, dass man manchmal Pläne und ganz viele Ideen hat und dann kommt alles irgendwie anders? Bei mir war das in den letzten Wochen ganz stark der Fall. Eigentlich wollte ich ganz viel bloggen und hatte alles schon vorbereitet. Doch dann kam ein neues Leben in unsere Familie und auch beruflich war ich stark in eine Projekt eingespannt. Also blieb einiges liegen. In solchen Situationen scheint es mir aber auch wichtig zu sein, Prioritäten zu setzen und nicht alles erzwingen zu wollen!

In mir schlummerte aber auch schon lange der Wunsch, einmal wieder alleine weg zu fahren und mir eine Auszeit zu gönnen und das habe ich dann auch gemacht. Und welcher Ort wäre besser für eine Auszeit geeignet als Florenz? Ich habe ja das grosse Glück, dass bei einer lieben Freundin von mir immer ein Bett für mich bereit ist und so habe ich dieses Angebot angenommen und bin für einen Tag dahin gefahren. Das klingt vielleicht etwas verrückt… War aber genau das, was ich gebraucht habe. Zeit mit lieben Menschen und ganz viel Firenze.

Wer mich schon lange verfolgt weiss, dass Florenz und ich am Anfang nicht so gute Freunde waren, weil ich so schlimm Heimweh hatte. Für mich war das einfach eine schwierige Situation. Ich war frisch verheiratet, musste meinen Job aufgeben und war halt auch schrecklich einsam. Wer es selber nie erlebt hat, kann sich nur schwer vorstellen, wie sich so ein Umzug anfühlt. 

Darum war die Beziehung zwischen mir und dieser Stadt auch nicht Liebe auf den ersten Blick (ich war zuvor nie in Florenz). Es war eher so, dass Florenz sich mir wie ein verzweifelter Verliebter aufgedrängt und mich umschmeichelt hat. Während ich sehr wiederborstig war, bot mir die Stadt so unendlich viel Schönes… Und ja, irgendwann bin ich schwach geworden und jetzt bin ich ihr heillos verfallen und habe oft und viel Heimweh nach dieser Stadt. Hartnäckigkeit zahlt sich eben offenbar doch manchmal aus. 

Für mich aber auch für den Signore ist es immer, wenn wir nach Florenz zurückgehen, wie ein Heimkommen. Wir kennen diese Stadt um einiges besser, als etliche Städte in der Schweiz. Ich brauche keinen Stadtplan, kenne schöne Orte und auch einige geheime Plätze und fühle mich dort einfach sehr wohl.

Deshalb habe ich bei diesem Besuch immer wieder etwas gefilmt und für Euch zu einer Tour durch Florenz zusammengeschnitten (am Ende dieses Beitrags findet Ihr das Video). Im Video seht Ihr ganz viele Dinge, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind. So habe ich meinen geliebten Mercato Sant’Ambrogie, das Kulturzentrum Le Murate und natürlich den wunderschönen Laden „Scrivimi“ unserer Freunde besucht. Daneben habe ich Impressionen vom Dom, der Ponte Vecchio und den Uffizien für Euch festgehalten. Ich wollte schon ganz lange so ein Video machen – und zwar in erster Linie für mich. Dann kann ich es mir ansehen, wann immer mich die Nostalgia überkommt… Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich immer mal wieder die Möglichkeit zur Rückkehr und liebe Menschen in meinem Leben habe, die dort auf mich warten!!!

Ich hoffe, dass Euch das Video auch gefällt und Ihr so vielleicht auch meine grosse Liebe zu Florenz etwas besser verstehen könnt…

Und nun wünsche ich Euch viel Vergnügen beim Videoschauen und einen wunderschönen Sonntag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Ein Tag am Meer Edition Schweden…

Ein Tag am Meer Edition Schweden…

Damit ich dann mal auch wieder über andere Dinge schreiben kann, geht es heute direkt weiter mit meinem Reisebericht. Unsere «gemütliche Schwedenreise» hat mich emotional ja etwas gefordert (darüber habe ich bereits hier geschrieben). Und so hatte ich ziemlich genau in der Mitte der Reise etwas ein Tief… Ich war einfach müde und wollte endlich mal wieder schwimmen gehen (denn das gehört für mich ganz fest zum Sommer dazu und war zuvor wirklich zu kurz gekommen). Also liessen wir für einen Tag Städte und Sehenswürdigkeiten links liegen und suchten uns in der Region Helsingborg (also etwas im Norden von Helsingborg) einen schönen Strand und genossen einen Tag lang das süsse Nichtstun.

Interessanterweise ist das Strandgefühl in Schweden gar nicht so viel anders, als in meinem heissgeliebten Italien (wie dort ein Tag am Meer aussieht habe ich Euch hier und hier bereits erzählt). Abgesehen davon, dass das Wasser und die Luft weniger warm sind und die Schweden nie den Lärmpegel der Italiener erreichen, fand ich auch dort alles, was mich glücklich macht: Meer, Sand, Muscheln und dieses tiefe Gefühl von Ruhe und Glück.

Auf den Tag am Meer folgte dann eine Nacht auf einem wirklich interessanten Agrotourismus-Betrieb, wo ich auch sofort ein Interview für die Zeitung machen musste, bei der ich arbeite. Das mit der Work-Life-Balance klappt bei mir eben nicht wirklich immer so gut… Zum Glück nimmt das der Signore, der mich nun halt schon sehr lange und sehr gut kennt, mittlerweile sehr gelassen!

Am Tag darauf sahen wir uns Malmö an. Ich hatte zuerst die Idee, Malmö auszulassen und noch einen Abstecher nach Dänemark zu machen. Denn ich war erst einmal in Dänemark und das auch nur für rund 20 Minuten (wir sind damals in einem Flugangst-Seminar mit der Swiss dahingeflogen und leider reichte die Zeit in Kopenhagen nur für eine kleine Pinkelpause und danach ging es auch schon wieder zurück nach Zürich). Also hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Kopenhagen nochmals zu sehen. Schlussendlich waren wir aber vom vielen Autofahren so dermassen geschafft, dass wir in Schweden blieben und uns Malmö ansahen.

Zu Malmö hatte ich so gar keine Vorstellung im Kopf. Eine Freundin sagte mir, dass es nicht so schön sei und darum hatte ich auch keine hohen Erwartungen an diese Stadt und wurde schlussendlich sehr positiv überrascht. Malmö ist klein, aber fein und meiner Meinung nach sehr hübsch. Solltet Ihr also mal in die Nähe dieser Stadt sein, dann schaut sie Euch an.

Im nächsten Teil der Schwedenreise wird es übrigens dann ganz royal. Ich freue mich jetzt schon darauf!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Edelsteine für die Seele…

Edelsteine für die Seele…

Wäre ich nicht so ein unglaublicher Schisser, wäre ich vermutlich permanent auf Reisen. Ich merke, dass es einen Teil meiner Seele immer wieder stark in die grosse, weite Welt hinaus zieht. Dazu kommt, dass mir das Reisen sehr, sehr gut tut. Es relativiert alle Dinge, die in der Heimat ach so wichtig zu sein scheinen und öffnet mir den Blick für die Weite und vor allem für die unglaubliche Schönheit und Pracht der Welt.

Da der Signore und ich im Moment beruflich fest eingebunden sind, sind unsere Reisen halt kürzer, vielleicht auch etwas weniger spektakulär, aber nichts desto trotz wunderschön und beglückend. So haben wir kürzlich eine kulinarische Reise durch den Iran und Libanon bis nach Marokko gemacht. Der Signore musste für ein paar Tage für einen Kongress nach Montreux und da der Weg zu meinem Arbeitsplatz von dort aus nur halb so lang war wie von Zürich, bin ich kurzerhand mit gegangen. So hatten wir eine perfekte Kombination zwischen Reisen und Arbeiten und diese Chancen sollte man schliesslich nutzen. Zum Abschluss unserer Zeit in Montreux hat mich der Signore in das Restaurant Palais Oriental ausgeführt, das in Montreux direkt am See liegt. Er war zuvor bereits einmal bei einem Essen mit seinen Arbeitskollegen dort und dachte sich, dass mir das Restaurant auch gefallen würde. Und wie es mir gefiel… Alleine das Ambiente ist einfach traumhaft schön und das Essen war so gut, dass ich vor lauter Glück ein paar Tränen geweint habe. Die Fülle von Schönheit in Kombination mit den reichen Aromen des Essens hat mich einfach überwältigt.

Kennt Ihr dieses Gefühl auch? Die Freude, wenn etwas so schön und vollkommen ist und mag es noch so flüchtig sein. Ich glaube, dass man diese Momente wie Edelsteine sammeln und in seinem Herzen bewahren sollte. Ich habe eine ganze Truhe voller solcher Edelsteine in meinem Kopf und Herzen und wenn das Leben dann mal nicht so vollkommen ist, dann krame ich sie hervor, denke daran und plötzlich erhellen und verschönern sie auch die Situationen, die vorher schwer und dunkel waren.

Ich kann Euch nur empfehlen selber auch so viele Edelsteine wie möglich zu sammeln. Dafür müsst Ihr nicht bis nach Montreux fahren, ein Spaziergang am See, ein gutes Stück Kuchen oder etwas Zeit mit einem lieben Menschen reichen schon aus. Solltet Ihr aber einmal nach Montreux kommen, dann geht ins Palais Oriental und geniesst es von ganzen Herzen. Denn darin, dass man die Schönheit überhaupt erkennt und zu sich durchdringen lässt und ein offenes Herz dafür hat, darin besteht wohl der wichtigste Teil beim Sammeln von Herzensschätzen…

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Unter www.palaisoriental.ch findet Ihr alle Infos und wunderschöne Bilder vom Restaurant!