Mehr als Eierfärben und Schoggihasen…

Mehr als Eierfärben und Schoggihasen…

Spontan habe ich heute Morgen entschieden diesen Beitrag zu schreiben. Die letzten zwei Wochen waren bei mir wieder bis obenhin vollgepackt, so dass irgendwie einfach für nichts Zeit blieb. Obwohl ich es gerne mag, wenn bei mir viel läuft, hat mich diese Zeit etwas an meine Grenzen gebracht. Einmal mehr musste Papa Pinella ins Spital und das mag ich gar nicht. Einfach auch weil er kein Jüngling mehr ist und man in solchen Momenten dann hin und wieder mal an die Endlichkeit des Menschen denkt. Dazu kam noch ein gewaltiger Berg Arbeit und ich merkte, wie mir der Stress psychisch und physisch immer mehr zusetzte.

So hatte ich mir aber auch ganz fest vorgenommen, dass ich mir das Eierfärben mit Mama Pinella nicht entgehen lassen will. Ich mache das extrem gerne und hatte die letzten Jahre nie Zeit dafür. Diese Momente, wenn man mit jemandem herumwerkeln und etwas Schönes schaffen kann, gehören für mich zu den allerwertvollsten Dingen in meinem Leben. Mit Ach und Krach habe ich es dann irgendwie geschafft, das Eierfärben in alle meine hunderttausend Termine hinein zu quetschen. Mit dem Ergebnis bin ich übrigens sehr zufrieden. Wir haben zum ersten Mal nicht nur mit Zwiebelschalen gefärbt, sondern noch weitere Naturfarben verwendet. Nächstes Jahr möchte ich zusätzlich Eier in Blau und Lila färben.

Wenn man so vor sich hin werkelt, hat man auch Zeit sich die einen oder anderen Gedanken über Gott und die Welt zu machen. Gerade Ostern bringt mich dabei immer etwas in einen Zwiespalt. Über all dem Dekorieren, Basteln und Backen gerät die Bedeutung dieses Festes manchmal etwas in Vergessenheit.

Ich muss ehrlich gestehen, dass für mich die Ostergeschichte nach wie vor irgendwie ein Mysterium ist. Einfach eines der Dinge, von denen ich glaube, das es die menschliche Art zu denken einfach übersteigt. Die Essenz über die Freude der Auferstehung, über die Tatsache, dass der Tod nicht die letzte Instanz ist, bedeuten mir aber sehr viel. Gerade in solchen Situationen, in denen ich mich selber auch wieder mit der irdischen Endlichkeit konfrontiert sehe.

Meine älteste Sorella erzählte mir kürzlich, dass es Menschen gibt, die aus religiösen Gründen keine Ostern feiern – weil das Fest heidnisch sei und gar nichts mit der Bibel zu tun habe und so weiter. Ich bin mir auch bewusst, dass die Geschichte vom Osterhasen, der die Eier bringt, aus Elementen der uralten Fruchtbarkeitsriten zu Beginn des Frühjahres stammt. Ich weiss, dass das Ei das Fruchtbarkeitssymbol schlechthin ist und über die Triebhaftigkeit der Karnickel müssen wir auch nicht diskutieren. Ich weiss auch, dass es bei Ostern um mehr als ums Eierfärben und Schoggihasen geht. Aber deshalb keine Ostern mehr feiern? Das wäre nichts für mich.

Denn ist es nicht genau dieses Innehalten, dass man zur Ruhe kommt und daran denken kann, dass ein neuer Frühling, ein neues Leben kommt und dass auf die Dunkelheit das Licht folgt, was dieses Fest so besonders macht?

Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden, was er oder sie von Ostern denkt und welche Bedeutung man dem Fest gibt. Aber alleine die Freude über das Neue, das es in sich trägt, macht es für mich unendlich wertvoll und ich bin dankbar dafür, dass die himmlische Perspektive mein eigenes, irdisches und oft so unvollkommenes Dasein immer wieder hell erleuchtet!

Wie seht Ihr das und welche Ostertraditionen sind Euch besonders wichtig?

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sonntag und «Frohe Ostern»!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Osterhoffnung…

Osterhoffnung…

Bevor der Signore und ich in den Ostermarathon mit Familie und Freunden starten, will ich Euch noch ganz kurz meine Osterdeko zeigen. Ich habe die Elemente dazu bei Depot gefunden (hier gehts zur Website) und bin begeistert davon. Vor allem, weil sich die Idee mit den Eiern, in die Blumen eingestellt werden, auch ganz einfach selber Zuhause nachbasteln lässt.

Ich mag Ostern sehr. Nicht nur wegen den hübschen Dekosachen. Mir gefällt die Vorstellung, dass es ein Fest der Hoffnung ist. Wir Menschen dürfen daran glauben, dass Neuanfänge und Veränderungen möglich sind. Ein paar Gedanken dazu habe ich bereit hier mit Euch geteilt.
Es läuft immer mal wieder etwas krumm und schief. Bei uns allen. Aber gerade dann versuche ich daran festzuhalten, dass wieder ein neuer Frühling kommt. Manchmal verändern sich Dinge auch anders, als wir das erwartet hätten. Noch vor einem Jahr war ich in einer völlig anderen (schwierigen) Situation und konnte mir nicht vorstellen, wie daraus finden sollte. Irgendwie hat sich dann trotzdem ein Weg gefunden und es wurden mir Menschen geschenkt, die mir beistanden. Glauben wir also an die Liebe und hoffen, dass krumme Dinge gerade werden. Ostern ist das Fest, das uns genau daran erinnern will!
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende im Kreise Eurer Lieben!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Essbares Glücksgefühl…

Essbares Glücksgefühl…

Kürzlich flatterte eine wirklich schöne Einladung zum Osterevent der Migros unter dem Motto #osternwirdjöö bei Chocolat Frey in Buchs AG zu uns ins Haus. Schokolade in der Form von süssen Hasen, da werde sogar ich schwach – Ihr wisst ja, normalerweise mag ich lieber deftige Speisen. Meine Erwartungen wurden übertroffen und ich ging erfüllt von Schokolade und Glücksgefühlen Nachhause. Das Beste ist, dass ab Morgen 8. April 2017 die Hasenspasstage bei Chocolat Frey beginnen und auch Ihr in die Welt der Schokolade eintauchen könnt.

Mir persönlich hat es die interaktive Ausstellung von Chocolat Frey besonders angetan. Die Besucher können tief in die Welt der Schokolade eintauchen und erfahren was es braucht, damit aus einer Kakaobohne feinste Schokolade wird. Im Eingangsbereich der Ausstellung gibt es übrigens viele schöne Zitate rund ums Thema Schokolade.

Ich fühlte mich extrem an den Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ erinnert. Besonders im unteren Teil der Ausstellung, in dem die Schokolade auf einem Förderband an einem vorbei fährt und man sich den Bauch so richtig vollschlagen kann. Richtig interessant fand ich auch den Test zur Bestimmung des Schokoladentyps. Ich bin „Der neugierige Gourmet“ für den bei der Schokolade Qualität wichtiger ist als Quantität. So etwas hatte ich schon geahnt;)

Besonders stolz war ich dann natürlich auch auf meine erste eigene Schokoladenkreation und auf den ersten Osterhasen, den ich selber gemacht habe. Die Geschichte mit dem Hasengiessen ist gar nicht so einfach. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass man ziemlich lange seitlich auf die Form schlagen muss, wenn die Schokolade darin ist, damit es später keine Lufteinschlüsse hat und der Hase schön glatt wird. Man lernt eben nie aus…

Über die Ostertage wird bei Chocolat Frey ebenfalls Hasengiessen angeboten. Dafür gibt es aber nur noch wenige freie Plätze (mehr Infos dazu findet Ihr auf www.chocolatfrey.ch).

Dafür werden im Kino von Chocolat Frey Osterfilme gezeigt, die Kinder können ihre eigenen Ostertäschli basteln und beim grossen Memory Preise gewinnen. Für die Begleitpersonen gibt es Leckereien im Besucherzentrum von Chocolat Frey und vom 8. April bis am Gründonnerstag in der Boutique von Chocolat Frey zehn Prozent auf alle Schokoladenprodukte.

Nach dem Besuch bei Chocolat Frey habe ich richtig Lust noch mehr über Schokolade zu erfahren und dieses Produkt gezielter und sorgfältiger in meiner Küche einzusetzen. Der Schoggiwahn an den Feiertagen ist immer noch nichts für mich. Aber wie es das Fazit von meinem Schokoladentest war, ist das Geniessen von herrlicher Schokolade, dieser Moment, wenn sie im Mund schmilzt und ihre herrlichen Aromen entfaltet, pures und essbar gewordenes Glück…

Ich bin sicher, dass nun einige von Euch lieben Leserinnen und Lesern sofort nach einem Stück Schokolade suchen werdet;)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende voller Glück und Schokolade!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. unter www.chocolatfrey.ch findet Ihr das detaillierte Osterprogramm und hier findet Ihr viele Inspirationen und Rezepte rund ums Thema #osternwirdjöö

Ein Wintermärchen…

Ein Wintermärchen…

Einer der grössten Schätze in meiner Kindheit waren Bilderbücher und eines meiner absolut liebsten Kinderbücher war „Ein Wintermärchen“ vom Berner Illustrator Ernst Kreidolf. In den letzten Wochen machte mir der Nebel in Zürich schwer zu schaffen und so entschied ich mich einige Tage bei meinen Eltern Zuhause zu arbeiten. Meine Mama nahm mich dann mit auf einen Winterspaziergang und plötzlich erinnerte ich mich wieder an den Winterzauber und mir fiel ein, warum ich den Winter als Kind so geliebt habe.

„Ein Wintermärchen“ erzählt von Schneewittchen und wie es die sieben Zwerge alle sieben Jahre einmal besucht. Es kommt in einer Wolke angeschwebt und die Zwerge bieten ihm herrliche Winterunterhaltung mit einem Konzert auf Eiszapfen, einer Schlittenfahrt und einem herrlichen Essen in ihrem Zwergenpalast. Kreidolf hat mit diesem Buch also die Geschichte nach der Geschichte erzählt und alleine diese Idee faszinierte mich als Kind unsagbar. Jeder möchte doch gerne wissen, was mit Schneewittchen passierte, nachdem es den giftigen Apfel ausgespuckt und den Prinzen geheiratet hat und ob es die Zwerge wieder besuchte.
Die verschneite Landschaft wird im Buch als Wunderland dargestellt, in dem es glitzert und einem Fabelwesen und Eisnixen begegnen. Winter ist darin pure Poesie.
Und so habe ich Dank einem Spaziergang und der Erinnerung an Kreidolfs Buch ein paar wunderbare Stunden verbracht und mich wieder an den Winterzauber weg von grauen Nebeltagen erinnert.
Ich mag übrigens auch die anderen Bücher von Ernst Kreidolf sehr. Aber eben, das Wintermärchen ist mein allerliebstes. Es erschien in 3. Auflage 2013 unter dem Namen „Ein Wintermärchen“ im Ernst Kreidolf Verlag, Bern, Auslieferung: Raffael-Verlag in Ittigen, ISBN: 978-3-9523166-2-7
 
Vielleicht findet Ihr ja am Wochenende auch Zeit für einen Spaziergang im Schnee und wer weiss, vielleicht habt Ihr Glück und seht, wie Schneewittchen in einer Wolke angeschwebt kommt oder Eisnixen, die auf einem gefrorenen Teich ihre Runden ziehen, oder die Zwerge beim Schlittenfahren…
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Weihnachtswünsche…

Weihnachtswünsche…

Weihnachten und Wünsche passen einfach wundervoll zusammen. Wir wünschen einander frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr. Das Wünschen hat in meinem Leben im vergangenen Jahr aber noch einen viel höheren Stellenwert bekommen. Endlich habe ich verstanden, wie wichtig es ist, dass wir Wünsche überhaupt zulassen, dass wir sie äussern (nicht nur vor uns, sondern auch mal gegenüber unserem Umfeld) und ihnen den Raum geben lebendig zu werden.

Vor einem Jahr schrieb ich einen etwas anderen Post (ihr könnt ihn hier nachlesen). Daraufhin erhielt ich von einer lieben und sehr feinfühligen Leserin dieses Blogs eine Nachricht. Sie sagte, dass sie das Gefühl habe, dass ich traurig sei. Wie Recht sie hatte. Und ich habe es selber nicht einmal gemerkt. Daraufhin folgte eine sehr düstere Zeit für mich. Ich hatte mich teilweise selber in Situationen manövriert, in denen es mir gar nicht gut ging und ich zur absolut schlechtesten Version von mir wurde.
Doch dann kam wieder ein lieber Mensch und machte mir bewusst, dass mein eigener Kampf vorbei sei und ich wieder lustvoll leben solle. Es dauerte noch eine Weile, bis ich das auch umsetzen konnte. Manchmal brauchen Samenkörner eben Zeit zum Wachsen.
Schlussendlich habe ich dann aber den Weg zurück zum Hoffen und Wünschen gefunden. Und nicht nur das. Ich befreite mich von ganz vielen Dingen, die einfach nicht gut waren für mich, und ich begann mir selber meine Wünsche zu erfüllen.
Ein ganz grosser Wunsch war es, endlich einen Blog über das Essen meiner Heimat zu machen. Dank der lieben Sonja (hier habe ich über sie geschrieben) lernte ich Beatrice kennen, die Kurse zur Gestaltung der eigenen Website anbietet (weitere Infos dazu gibt es unter: www.smartwebsites.ch), und in kürzester Zeit war www.essenwiezuhause.ch Wirklichkeit geworden. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was mir das bedeutet und wie sehr ich mich darüber freue. Ich werde dort nun regelmässig über das Essen aus dem Bernbiet schreiben. Signora Pinella wird es aber weitergeben. Schliesslich war sie zuerst da…
Das ist nur einer von vielen Wünschen, die wahr geworden sind, weil ich gelernt habe zu wünschen, wie ich das noch nie tat. Und das Befreiende an der Geschichte ist, dass man beim Wünschen ganz frei ist und dass auch die Wünsche ganz frei sind. Manchmal erfüllen sie sich, manchmal auch nicht, aber man darf immer weiter wünschen und träumen.
Daher wünsche ich Euch allen wundervolle und gesegnete Festtage und für jeden neuen Tag den Mut zum Wünschen!
Herzlichst, Eure Signora Pinella