Zadar, Zitronenkuchen und Bücherliebe…

von | Okt. 15, 2017 | Kochen&Backen, Bücherliebe, Signora Pinella auf Reisen | 0 Kommentare

Irgendwie sind in letzter Zeit alle Rezepte sang und klanglos auf meinem zweiten Blog www.essenwiezuhause.ch verschwunden. Deshalb will ich unbedingt das Rezept für einen Zitronenkuchen mit Euch teilen, den der Signore heiss und innig lieb. Dazu habe ich nochmals Bilder von unseren Ferien in Kroatien für Euch. Ich habe drei Stationen, die ich Euch unbedingt zeigen will. Die erste war Trogir (darüber habe ich hier berichtet), die zweite Station ist nun Zadar und die dritte wird die wundervolle Insel Rab sein!

Zadar ist eine Stadt, die mich jedes Mal aufs Neue fesselt. Als 19-Jährige war ich zum ersten Mal da (das waren abgesehen von den vielen Sommerlagern, an denen ich teilgenommen habe, die ersten Ferien ohne meine Eltern;). Ganz einfach mit Zelt und so. Ich muss gestehen, dass ich unsere Ferien heute genau so gerne in Hotels oder Ferienwohnungen verbringen, wie damals im Zelt. Man wird halt älter und ich weiss nicht, wie viele Nächte auf einer dünnen Matte im Zelt mir mein Rücken heute noch verzeihen würde…

Aber auch heute noch liebe ich die langen Tage am Strand, die nur aus Schwimmen und Lesen bestehen. Für mich ist das sehr erholsam. Trotzdem gehe ich dann gegen Abend  gerne in die Stadt.

Über dem Eingangstor zur Altstadt wacht in  Zadar der geflügelte, venezianische Löwe, da auch Zadar einige Zeit zu dieser grossen Seemacht gehörte. Der schönste Platz ist für mich aber die Wasserorgel, die besonders während dem etwas höheren Wellengang beim Einnachten einzigartige Geräusche macht. Das funktioniert so, dass das Wasser in hohle Kammern gedrückt wird, die oben offen sind. Durch den Druck vom Wasser wird oben wiederum Luft durch eine Öffnung gedrückt und so entstehen Töne. Es ist wirklich ein eindrückliches Schauspiel, das klanglich irgendwo zwischen Schönbergs Zwölftonmusik und New-Age-Klängen anzusiedeln ist.

Nach dem Sonnenuntergang zieht es uns dann jeweils in eines der vielen guten Restaurants der Stadt. Wir haben in Zadar wirklich unsagbar gut und für unsere Verhältnisse günstig gegessen (wer Zürcher Preise kennt, weiss was ich meine).

Dieses Wochenende war es so schön und warm bei uns, dass ich nochmals so richtig in Ferienstimmung kam. Und da man ja nicht immer ans Meer fahren kann, habe ich versucht mit einem Zitronenkuchen etwas mediterrane Frische auf unseren Tisch zu zaubern. Und weil er jedes Mal so gut schmeckt und eigentlich schnell gebacken ist, will ich das Rezept für diesen leckeren Zitronenkuchen mit Euch teilen.

Zutaten: 3 Eier, 150g Zucker, 100g weiche Butter, 200g Mehl, 1 gestrichener Teelöffel Backpulver, 1 Messerspitze Vanilleextrakt, 1 Prise Salz, zwei Biozitronen, 3 Esslöffel Puderzucker, evtl. etwas Schnaps

Zubereitung: Zuerst die Eier, den Zucker und die Butter zusammen hell und schaumig schlagen. danach das Mehl, das Backpulver, Vanilleextrakt und Salz dazu geben und alles gut verrühren. Die Schale von einer Zitrone abreiben und den Saft einer Zitrone ausdrücken. Beides zum Teig dazu geben und gut unterrühren. Eine Form (ich habe in meinem Fall eine mittelgrosse Gugelhupf-Form genommen) gut mir Butter einfetten und etwas Mehl darin verstäuben. Ich gebe dem Mehl jeweils noch etwas Gries bei, da sich so der Kuchen besser aus der Form lösen lässt. Die Form etwa 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit die Butter kalt wird. Danach den Teig in der Form verteilen und den Kuchen ca. 20 Minuten bei 200 Grad in der Ofenmitte backen. Ich steche immer zur Kontrolle mit einem Messer in den Kuchen. Wenn kein Teig mehr am Messer kleben bleibt, ist er durch. Damit der Kuchen im Innern wirklich saftig wird, den Saft der zweiten Zitrone auspressen und mit dem Puderzucker vermischen, allenfalls einen Schuss Schnaps dazu geben, und den frisch gebackenen Kuchen mit dieser Flüssigkeit übergiessen. Sie zieht besonders gut in den Kuchen ein, wenn man mit einem Spiess oder einer Stricknadel ein paar Löcher in den Kuchen sticht. Den Kuchen auskühlen lassen, allenfalls mit etwas Puderzucker bestäuben und servieren.

Beim Backen fiel mir übrigens der Spruch ein, dass man Limonade machen soll, wenn einem das Leben Zitronen gibt. Bei mir würde es dann wohl Zitronenkuchen heissen;) Da ich beim Backen jeweils viel nachdenke, kam ich dann aber zum Schluss, dass das gar nicht so falsch ist. Aktuell lese ich dieses Buch hier (da der Titel etwas provokant ist, verzichte ich darauf ihn hier zu schreiben;) und darin geht es genau um die Frage, wie man auf Dinge im Leben reagiert, die nicht so schön sind. Denn schlussendlich ist die eigene Reaktion das Einzige, das wir im Leben kontrollieren können. Mich hat das Buch sehr inspiriert und ich kann Euch die Lektüre wärmstens empfehlen!

Nachdem ich nun also von Zadar, über Zitronenkuchen bis zu Büchern geschweift bin, hoffe ich, dass Euch diese kleine Reise gefallen hat und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

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