Kouignettes…

Kouignettes…

Kouignettes…

Wenn es etwas gibt, das mich unsagbar glücklich macht und mir ein Gefühl von Behaglichkeit gibt, dann ist das Caramel mit Fleur de Sel. Also jede Variante von gesalzenem Caramel. In letzter Zeit fand ich mein Leben nicht so besonders lustig und da ich auf dem Blog über die Dinge berichten will, die mich wirklich glücklich machen und wundervoll sind, war es hier halt etwas still. Heute habe ich dann entschieden, dass die kleinen Caramel-Küchlein aus der Bretagne (ich habe bereits hier darüber geschrieben) mich glücklich machen würden. Denn dass ich einfach mal etwas für mich backe, ohne dass Besuch kommt oder ich eine Person beschenken will, kommt so gut wie nie vor. Also habe ich mich in die Küche gestellt und mir Kouignettes gebacken und als ich in das erste dieser süssen, kleinen Küchlein gebissen habe, war das ein Moment puren Glücks… Aussen kross und karamellisiert und Innen süss, weich und buttrig.
Da ich dieses Glücksgefühl gerne mit Euch teilen möchte, habe ich hier das Rezept für Euch.
Zutaten: 250 g Weissmehl, 10g Frischhefe, 220g Butter, 200ml Wasser, 200g Zucker, Fleur de Sel
Zubereitung: Die Basis für Kouignettes ist ein simpler Hefeteig. Dazu die Hefe im Wasser auflösen, 10g Butter schmelzen, eine Prise Salz dazu geben und alles gut zu einem glatten Teig verkneten und diesen eine Stunde zugedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Derweilen den Rest der Butter in kleine Würfel schneiden und bei Zimmertemperatur weich werden lassen.
Wenn der Teig auf doppelte Grösse aufgegangen ist, wird er auf einer gezuckerten, trockenen Unterlage in ein Quadrat ausgerollt. Danach die Hälfte des Teiges mit der Hälfte der Butter bestreichen, etwa ein Drittel des Zuckers und etwas Fleur de Sel darüber streuen. Den Teig zusammenfalten und mit dünn ausrollen. Danach wird das Prozedere wiederholt. Zum Schluss den Rest des Zuckers über das Teigquadrat streuen und den Teig zu einer Rolle formen und in zwölf Stücke schneiden. Diese in eine Muffinform geben, die mit der restlichen Butter gut eingefettet wurde.
Die Kouignettes für 20 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen backen und gleich nach dem Backen aus der Form holen, da sie sich wegen des Caramels sonst nicht mehr lösen lassen.
Auch wenn es sich zuerst vielleicht etwas aufwändig anhört, sind Kouignettes eigentlich einfach herzustellen. Ihr könnt den Teig auch in eine grosse runde Form geben, daraus entsteht dann die grosse Version „Kouign-Amann“. Das ist übrigens bretonisch und wird ungefähr „Kuinjaman“ ausgesprochen. Der Signore bekommt das immer noch nicht hin und spricht stur von Korallenküchlein…
Er mag auch das viele Salz nicht und hat schon erklärt, dass ich den Kuchen in Zukunft bitte ohne Salz und mit Äpfeln backen soll. Das ist auch lecker. Aber heute ging es halt einfach mal um mich und manchmal muss das sein, dass man nur macht, was man möchte… Dann geht es einem auch wieder gut;)
Herzlichst, Eure Signora Pinella
P.S. Die Bilder vom Meer habe ich in Portmanech gemacht… Ist die Bretagne nicht einfach wunderschön?

In Concarneau dem Salz verfallen…

In Concarneau dem Salz verfallen…

In Concarneau dem Salz verfallen…

Manchmal frage ich mich, ob es auf meinem Blog ein bisschen so aussieht, als ob ich nur auf Reisen wäre. Das ist definitiv nicht so. Aber wenn ich reisen darf, bin ich immer so voller Ideen und erlebe so viel, dass ich ein unglaubliches Mitteilungsbedürfnis entwickle und Euch davon berichte, bis ich dann wieder zum nächsten Mal unterwegs bin. Nun hat es den Signore und mich also nach Concarneau in die Bretagne verschlagen. Schuld daran ist übrigens Papa Pinella – aber dazu gleich noch mehr.
Das Zentrum von Concarneau sind der Hafen und seine Festung. Deren Gestaltung wurde übrigens vom grossen französischen Festungsbaumeister Vauban massgeblich geprägt. Ich schreibe das, weil Fratello Pinella sich intensiv mit Vauban auseinandergesetzt hat und nicht zufrieden wäre, wenn ich dieses wichtige Detail unterschlagen würde;) Hier noch die Erklärung für alle Nichthistoriker: Im Hafenbecken von Concarneau befindet sich eine riesige Festung mit dicken Mauern, und in deren Innern liegt die Ville Close (die Altstadt), die zwar etwas sehr touristisch ist, aber trotzdem zum Bummeln und Einkaufen einlädt.
Mir haben es in der Ville Close besonders die Läden vom „Maison Georges Larnicol“ angetan, denn dort kann man alle die wundervollen bretonischen Süssspeisen kaufen. Süssspeisen stimmt in diesem Fall nur bedingt, da praktisch alle Sachen mit Salzbutter hergestellt werden und daher neben der Süsse immer ein leicht salziger Geschmack mitschwingt. Ich mag es ja bekanntermassen lieber etwas deftig und daher sind diese Süssigkeiten hier perfekt für mich. Hier habe ich übrigens bereits einmal über die Bedeutung von Salz berichtet. Und weil noch einige Rezepte folgen werden, bei denen eine Zutat elementar wichtig ist, habe ich hier mein persönliches Rezept für „Creme de caramel au beurre salé“ für Euch aufgeschrieben. Ich kann Euch versichern, dass dieses Rezept wirklich genau gleich schmeckt wie die Creme hier in der Bretagne.
Zutaten: 200 g Zucker, 100 g Butter, 175g Vollrahm, 2 TL “Fleur de sel”
Zubereitung: In einer großen Pfanne den Zucker bei schwacher Hitze schmelzen lassen bis ein schönes hell goldenes Karamel entsteht. Es kann bis zu 15 Minuten dauern. In dieser Zeit solltet Ihr den Zucker nicht mit irgenwelchen Gegenstände berühren, sondern nur die Pfanne leicht schütteln. Das Karamell soll nicht zu dunkel werden, sonst wird die Creme bitter schmecken. Die Butter wird in kleinen Stückchen eingerührt bis ein cremiges Karamel entsteht. Danach kommen die 2 TL „Fleur de sel” dazu. Die Sahne erwärmen (aber sie sollte nicht kochen) und sie dann vorsichtig ins Karamell einrühren. Die Creme dann noch 2 Minuten kochen.
Nun ist die „Creme de Caramel au beurre salé“ bereit um in Gläser gefüllt zu werden.
Solltet Ihr das Glück haben an gesalzene Butter zu kommen (es müsste Butter mit ungefähr dreiprozentigem Salzgehalt sein, sonst wird es zu salzig), dann könnt Ihr auch einfach diese ohne Fleur de sel verwenden. In der Bretagne wird die Butter seit jeher gesalzen, ich vermute, dass sie damit auch länger haltbar gemacht wurde.
Wer kein gesalzenes Karamel mag, kann das Salz auch weglassen – aber glaubt mir, das
Salz ist das Beste an diesem Rezept (und nein, ich will gar nichts anderes hören – ich bin im Karamel-Fieber und taub für jegliche andere Meinungen dazu;).
Eigentlich wollte ich Euch ja noch den Grund für unsere Reise verraten. Eben, verantwortlich dafür ist Papa Pinella. Er ist ein grosser Krimifan und hat dem Signore und mir für die Autofahrten von Florenz in die Schweiz und zurück die Hörbücher mit den Krimis von Jean-Luc Bannalec ausgeliehen. Bannalec lässt in seinen Büchern den Kommissar Georges Dupin von Paris in die Bretagne versetzen, wo er vom Commissariat de Police in Concarneau aus im ganzen Finistère die
kniffligsten Fälle löst. Die Bretagne und ihre eigenwilligen Bewohner werden in diesen Büchern so anschaulich beschrieben, dass der Signore und ich unbedingt dahin fahren wollten. Kennt jemand von Euch lieben Leserinnen und Lesern die Bücher auch? Mittlerweile wurden sie sogar verfilmt. Hier der Trailer dazu.
So, nun werde ich mir einen weiteren, grossen Löffel Creme Caramel genehmigen und schicke
Euch süss-salzige Grüsse aus Concarneau!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mohn-Zauber…

Mohn-Zauber…

Mohn-Zauber…

Als ich von meiner letzten Florenz-Reise im Zug Nachhause fuhr (hier und hier habe ich darüber berichtet), sah ich aus dem Fenster und entdeckte am Bahndamm wundervollen, roten Mohn. Mit Mohn ist das bei mir nämlich so eine Sache, diese Blumen haben in meiner Vorstellung etwas Sagenumwobenes und Magisches. Irgendwie liess mich der Mohn von da an nicht mehr los und so kam es zum Rezept für die süssen Schupfnudeln, die ich ganz einfach in Mohnbutter gewendet habe.
Mohn ist vielleicht deshalb auch so sagenumwoben, weil daraus das Schmerz- und Betäubungsmittel Morphium gewonnen werden kann und tatsächlich enthalten Mohnsamen Kleinstmengen Morphin. Essen kann man sie aber trotzdem ohne Bedenken! Ich mag den leicht nussigen Geschmack von Mohnsamen. Offenbar enthalten sie auch viel Calcium und ungesättigte Fettsäuren.
Während ich Mohn vor allem über Brötchen gestreut kannte, wird er zum Beispiel in Österreich häufig in Süssgebäcken verwendet. So kam ich auch auf die Rezeptidee mit den süssen Schupfnudeln. Alles aus dem Bereich der Knödel oder italienisch eben Gnocchi hat es mir ja sehr angetan. Hier und hier habe ich Euch salzige Rezepte dazu vorgestellt. Aber eben, man kann das Ganze auch süss zubereiten und erhält so ein wundervolles Dessert.
Hier also das Rezept für süsse Schupfnudeln in Mohnbutter (als kleines Dessert reicht das für vier Personen).
Zutaten: 120g Ricotta, 200g Mehl, 3 Esslöffel Zucker, 1 Prise Salz, 50g Butter, 2 Esslöffel Mohnsamen und der Jahreszeit entsprechendes Kompott zum Verfeinern (weil ich so gerne Erdbeeren mag und man die nun endlich bekommt, habe ich Erdbeerkompott gekocht, aber auch Apfel oder Zwetschgen oder Kirschen passen gut zu den Nudeln).
Zubereitung: Ricotta, Mehl, Salz und Zucker miteinander zu einem glatten Teig verkneten und
darauf Rollen formen, diese in etwa vier Zentimeter lange Stücke schneiden und an den Enden nochmal drehen, damit sie spitz zulaufen. In einem grossen Topf Wasser zum Kochen bringen, die Hitze danach reduzieren und die Nudeln in das nicht mehr ganz kochende Wasser geben. Wenn sie obenauf schwimmen, die Nudeln mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser holen. In einer Bratpfanne die Butter schmelzen, den Mohn dazu geben und etwas ziehen lassen. Danach die Schupfnudeln in der heissen Mohnbutter wenden, zusammen mit dem Kompott auf einem Teller anrichten und servieren.
Die Spezialzutat in diesem Rezept ist einmal mehr Ricotta. Dieser Frischkäse ersetzt die Eier und macht, dass die Nudeln super einfach und schnell zubereitet werden können.
Die Mohnblumen habe ich übrigens vor dem Kurhaus Meran fotografiert – wie wundervoll es dort
war, habe ich Euch bereits hier erzählt.
Ich kann Euch nur ans Herz legen, dem Mohn eine Chance zu geben. Er ist eine wirklich tolle und schmackhafte Zutat für zahlreiche Gerichte!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Die Feste feiern, wie sie fallen…

Die Feste feiern, wie sie fallen…

Die Feste feiern, wie sie fallen…

Aktuell werden rund um mich herum runde Geburtstage gefeiert. Das ist vermutlich normal, denn wenn man Freunde im gleichen Alter hat, dann summieren sich die Feste. Mama Pinella hat immer wieder zu uns gesagt, man solle die Feste feiern, wie sie fallen. Sie hielt nichts von nachgeholten Feiern und hat dementsprechend versucht jeden Geburtstag für uns Kinder besonders zu gestalten. Aber von ihren Geburtstagstischen, Blumen und Geschenken habe ich Euch ja schon oft erzählt. Nun feierte letzte Woche die kleine Schwester vom Signore ihren 30. Geburtstag und ist damit wohl definitiv nicht mehr so klein. Und weil der Signore ihr eine Rede vorbereitet hatte, habe ich ihm passend dazu eine Geburtstagstorte für seine Sorella vorbereitet.
Ich muss dazu ganz ehrlich gestehen, dass ich einfach alle Elemente, die meine Traumtorte haben sollte, in diese Torte eingebaut habe. Erdbeeren, viel Rahm, helles Biskuit, Mandeln, viel Rosa, etwas Limoncello und goldene Perlen.
Auf der Feier wurde ich dann von verschiedenen Leuten darauf angesprochen, dass das doch schrecklich aufwändig und schwierig sei, eine solche Torte zu backen.
Daher habe ich spontan entschieden ein paar Tortenbacktipps für Euch aufzuschreiben.
Der Biskuit: Nehmt Euch zum Backen des Biskuits genügend Zeit, ein gutes Rezept (wie zum Beispiel das hier) und berechnet die Menge sorgfältig anhand der Grösse Eurer Backform. Denn wenn die Torte etwas hermachen soll, kann es gut sein, dass Ihr eine doppelte Menge Teig machen müsst.
Weil die Torte zweistöckig werden sollte, habe ich mit Rahmfestiger und Pulvergelatine dafür gesorgt, dass die Füllung nicht in sich zusammenfällt. Dazu habe ich 500 Gramm Erdbeeren im Blender mit zwei Esslöffeln Zucker gemixt. Dann habe ich zwei Päckchen Pulvergelatine dazu gegeben. Gleichzeitig habe ich 7dl Rahm mit 6 TL Sahnesteiff geschlagen, dem ganzen noch etwas rote Lebensmittelfarbe hinzugefügt, damit die Torte schön Rosa wird und habe dann den Rahm und die  Erdbeermasse gut vermischt. So bekam ich eine schöne Basis für die Füllung und den Überzug der Torte.
Damit die Torte schön feucht bleibt, habe ich 3 Esslöffel Limoncello mit 5 Esslöffeln Wasser vermischt und jede Biskuit-Schicht damit beträufelt, bevor ich sie mit fein geschnittenen Erdbeeren und zum Schluss mit der Rahmmasse bestrichen habe.
Ich habe den oberen- und unteren Tortenteil zuerst getrennt voneinander ausgearbeitet, damit zum Beispiel auch der Rand mit den Mandelplättchen schön aussieht. Danach habe ich den unteren Teil auf die Tortenplatte gegeben und den oberen sorgfältig darauf gesetzt. Das Ganze stellte ich einige Stunden in den Kühlschrank, damit sich die Torte etwas setzten konnte.
Zum Schluss habe ich die Torte mit Erdbeeren, echten Rosen und Goldperlen garniert. Ihr wisst ja, für mich geht nichts über Tortendeko mit echten Blumen (hier habe ich Euch erzählt, wie man die Blumen dafür haltbar machen kann).
Ihr seht, Tortenbacken braucht zwar etwas Zeit und Geduld, ist aber eigentlich gar nicht so schwer. Und weil man die Feste feiern soll, wie sie fallen, mache ich mich nun an die Vorbereitung meines eigenen grossen Tages… Ich werde Euch davon berichten und wünsche Euch einen wundervollen, rosaroten, zuckersüssen Sonntag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Passeggiata durch Locarno…

Passeggiata durch Locarno…

Passeggiata durch Locarno…

Dass der Signore und ich immer mal wieder Heimweh oder eben Nostalgia nach Italien haben, sollte Euch bekannt sein. Da trifft es sich wunderbar, dass die Mama vom Signore sich kürzlich eine Ferienwohnung im Tessin zugelegt hat (hier habe ich bereits darüber berichtet). So fahren der Signore und ich nun regelmässig in den italienischsprachigen Teil der Schweiz und stellen uns vor, dass wir wieder in Italien wären. Ich fühle mich dann jeweils unsagbar inspiriert – vor allem auch kulinarisch – und das hat wiederum für Euch liebe Leserinnen und Leser den Vorteil, dass mir hier auf dem Blog die Inspirationen aus dem Süden nicht ausgehen. So nehme ich Euch heute mit auf eine Passeggiata durch Locarno.
Wir beginnen unseren Spaziergang am See und wenn etwas Zeit übrig bleibt, dann geniessen wir die Bäderwelten und den Blick über den See im Lidospa (im Moment ist es aber geschlossen, da es bis im September revidiert wird). Hier gibt es mehr Informationen dazu: https://www.lidospa-locarno.ch/
Nach dem Baden geht’s zum Kaffeetrinken auf die Piazza Grande, wo den ganzen Sommer über verschiedenen Festivals stattfinden. Mir kommt es sehr gelegen, dass direkt an der Piazza Grande verschiedene Warenhäuser sind. Ich stöbere besonders gerne durch deren Haushaltsabteilung und habe dabei einige wundervolle Bücher mit Rezepten aus der Tessinerküche entdeckt. Aber dazu gleich noch mehr.
Sowieso kommt jetzt langsam der Hunger und deshalb geht es von der Piazza aus weiter in die Altstadt ins wundervolle Restaurant „Cittadella“. Dort bekommt der Liebhaber der italienischen Küche alles was sein Herz begehrt und erst noch in hervorragender Qualität und im stimmungsvollen Ambiente serviert. Weitere Informationen dazu gibt es unter https://cittadella.ch/de/
Und für alle diejenigen, die jetzt nicht die Möglichkeit haben postwendend zu einem leckeren Essen ins Tessin zu fahren, hier ein Rezept für ein wirklich leckeres, italienisches Essen. Inspiriert dazu wurde ich von einem Rezept vom Blog www.zumfressngern.ch Die Autorin ist eine wahre Kochmeisterin, scheut sich nicht vor ausgefallenen Sachen und gibt mir immer wieder den Anstoss Neues zu probieren. Sie hat unsagbar leckere Ziger-Gnocchi gemacht (hier geht’s zum Rezept und Ihr findet viele wichtige Informationen zum Thema Ziger bzw. Ricotta). Ich habe das Ganze etwas modifiziert und angepasst (weil ich einfach sehr gerne Kartoffeln mag und die für mich unbedingt in Gnocchi rein gehören, dafür habe ich komplett auf die Eier verzichtet) und daraus wurden „Ricotta Gnocchi à la Signora Pinella“.
Zutaten (wenn Ihr es als Primo Piatto serviert, reicht dieses Rezept für vier Personen, als Hauptgang würde ich die doppelte Menge machen): 400g mehlig kochende Kartoffeln, 120g Ricotta, 100g Mehl, Salz, Muskatnuss.
Zubereitung: Zuerst die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und im Salzwasser weichkochen, das Wasser abgiessen und die Kartoffeln auskühlen lassen. Die ausgekühlten Kartoffeln mit der Gabel oder dem Kartoffelstampfer zerdrücken, den Ricotta, das Mehl, Salz und gemahlener Muskatnuss dazu geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. Diesen zu langen Teigwürsten ausrollen, in kleine Teile schneiden und daraus runde Kugeln formen. Die Gnocchi werden nun in heisses Wasser nicht mehr ganz kochendes Wasser gegeben (wenn das Wasser noch kocht, neigen die Kugeln dazu zu zerfallen). Wenn sie obenauf schwimmen, sind sie bereit, können mit der Schöpfkelle aus dem Wasser gefischt und mit Salbeibutter (dazu einfach Salbei in heisser Butter andünsten) oder mit einer mediterranen Sauce aus Tomaten, Zucchini und Auberginen (ich habe mich hier für diese Variante entschieden) serviert werden.
Das Besondere an diesem Rezept ist der Ricotta (der in der Schweiz Ziger genannt wird). Er gibt dem Rezept einen spannenden Twist und ist ein gesunder Eiweisslieferant (wenn Ihr die Gnocchi also als Hauptgang serviert, braucht Ihr gar kein Fleisch mehr dazu).
Und nun habe ich schon wieder Hunger… Das passiert mir immer, wenn ich Rezepte für Euch aufschreibe;) Ich denken aber, dass es wirklich gut und wichtig ist, dem Essen genügend Zeit zu widmen. Kürzlich habe ich mir auf Netflix die vierteilige Serie „Cooked“ angesehen. Auch da wurde betont, wie viel gesünder Essen für uns Menschen ist, das aus frischen Zutaten zubereitet wurde. Dazu kommt, dass ich den sozialen Aspekt vom gemeinsamen Kochen und Essen extrem mag. Die besten Gespräche ergeben sich immer beim Essen oder wenn man danach zufrieden und glücklich und mit vollem Bauch zusammen sitzt und über Gott und die Welt spricht.
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und
viel Zeit und Energie fürs Kochen und Essen!
Herzlichst, Eure Signora Pinella